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Die richtigen iPad-Apps für Studierende

30.01.2017 | 14:45 Uhr |

Auch wenn es auf dem ersten Blick nicht als Alternative erscheint: Als leichtgewichtiger Notebook-Ersatz kann das iPad im Studium punkten. Egal ob für Mitschriften oder die Gruppenarbeit, Videoprojekte oder Seminare: Mit den richtigen Apps ist das Gerät einem klassischen Notebook überlegen.

Laptop oder iPad , das ist die Frage, die sich vielen Studierenden bei jedem Semesteranfang aufs Neue stellt. Gerade wer bereits ein starkes Notebook oder einen leistungsfähigen Desktop-Rechner besitzt, muss sich die Frage stellen, welches System besser geeignet ist, um den Uni-Alltag zu bewältigen. Zumal das Apple-Tablet doch um einiges günstiger ist als zum Beispiel ein Macbook Retin a. Wir glauben: Das iPad ist in den meisten Fällen das passende mobile Werkzeug für Studenten. Mit der (kleinen) Einschränkung, dass in manchen Studienfächern natürlich noch ein echter PC oder Mac vorhanden sein sollte. Mit den richtigen Apps kann das Tablet im Studium inzwischen aber möglicherweise sogar als Standalone-Rechner glänzen.

Das iPad als PC-Ersatz für Studenten?

Doch wer kann komplett auf das iPad setzen, wer sollte einen PC im Hintergrund haben? Nun: Mit einer Tastaturhülle wie Apples Smart Keyboard oder einer externen Tastatur samt Aufsteller-Hülle in Kombination mit einem AirPrint-Drucker ist Apples Tablet trotz eingeschränktem iOS-Betriebssystem längst eine Alternative zu Notebook und PC. Und wenn das Geld für ein iPad Pro reicht, kann der Apple Pencil bei Mitschriften und beim Erstellen von Mindmaps und Skizzen gute Dienste leisten. Statt schwerer Ordner kann das Gerät PDFs speichern, die Rückenkamera ist längst gut genug, um Folien in Vorlesungen abzufotografieren. Für Studierende der Geisteswissenschaften kann es also durchaus als Standalone-Gerät arbeiten. Studenten von MINT-Fächern, also Naturwissenschaftler und Techniker, sollten besser noch einen PC oder Mac im Hintergrund haben: CAD-Anwendungen sind auf dem Tablet nur schlecht möglich, Programmierung im Grunde gar nicht. Nichtsdestotrotz kann das iPad auch Studierenden dieser Fächer im Uni-Alltag zur Hand gehen.

iPad-Apps für’s Studium: Die Basics

Doch welche iPad-Apps sind für Studierende sinnvoll? Fächerübergreifend ist es natürlich ratsam, sich verschiedene Apps für Schreib- und Office-Aufgaben auf dem Gerät zu installieren. Dabei bilden seit iOS 10 bei jedem Neugerät kostenlos erhältlichen Apps Pages, Numbers und Keynote samt der Musik-App Garageband und dem Schnittprogramm iMovie bereits einen soliden Grundstock, um die nötigsten Arbeiten zu erledigen und die üblichen Office-Dokumente zu öffnen und zu speichern. Ganz praktisch, aber nicht unbedingt notwendig ist iTunesU : Leider wird das an für sich praktische Dienst im deutschen Sprachraum aber nicht richtig gepflegt. Wer des Englischen mächtig ist, findet in iTunesU aber einen reichen Katalog an Lerninhalten, Vorlesungen und Dokumenten.

Richtig in Fahrt kommt das iPad an der Uni aber erst mit Spezialapps jenseits derer, die Apple gratis bereit stellt: Zeichen- und Mindmapping-Anwendungen, Sprachlern-Tools und, ganz wichtig, PDF-Reader mit Editierfunktion machen das Leben leichter.

Apples Standard-Apps machen das Leben bereits leichter
Vergrößern Apples Standard-Apps machen das Leben bereits leichter

Wer das iPad oder iPad Pro samt Apple Pencil zur handschriftlichen Mitschrift und zum Skizzieren nutzen möchte, kann natürlich Apples Notizen-App verwenden – die ist aber umständlich und nicht immer ausreichend ausgestattet. Deutlich eleganter ist der Einsatz einer dedizierten Notizbuch-App wie Noteshelf (7,99 Euro), die das gute alte Moleskin oder das Ringbuch in Rente schickt: Hier können Sie schnell und effektiv Notizen handschriftlich oder als Sprachnotizen festhalten, Zeichnungen anfertigen oder sogar PDFs und Fotos von Vorlesungsunterlagen einbinden, auf denen Sie dann nach Herzenslust herumkrakeln können. Praktisch dabei: Sie können verschiedene virtuelle „Notizbücher“ anlegen, um die Mitschriften und Vorlesungsunterlagen effektiv zu nutzen.

Noteshelf ersetzt das klassische Notizbuch – und verhindert Zettelwirtschaft!
Vergrößern Noteshelf ersetzt das klassische Notizbuch – und verhindert Zettelwirtschaft!

Documents – der Finder für’s iPad

Apropos Vorlesungsunterlagen: Um sicherzugehen, wirklich auf alle Quellen – Server, Cloud-Dienste, Netzlaufwerke oder die eigenen Dateien auf dem iPad – zugreifen zu können, empfiehlt sich die App Documents von Readdle : Das kostenlose und werbefreie Tool ist quasi der fehlende Finder für’s iPad und verbindet sich nahtlos mit allen möglichen Quellen: FTP, WebDAV, DropBox und sogar der iCloud sind möglich, dazu eine Reihe anderer typischer Dienste. Zusätzlich besitzt die Appe einen eingebauten Webbrowser mit uneingeschränkter Downloadfunktion – etwas, das Safari auf dem iPad schmerzlich vermissen. Stellt ein Dozent also Dokumente über seine Website bereit, können Sie diese mit der App problemlos herunterladen.

Mit Documents rüsten Sie beim iPad einen „Finder“ nach
Vergrößern Mit Documents rüsten Sie beim iPad einen „Finder“ nach

Unterlagen mit Scanner Pro scannen

Ebenfalls von Readdle stammt eine weitere praktische App für Studierende: Scanner Pro (3,99 Euro) ist ein Kamera-Scanner mit eingebauter Texterkennung, der hervorragend mit der Rückenkamera aktueller iPads zusammenarbeitet. Statt sich in der Uni-Bibliothek um die Scanner-Arbeitsplätze zu streiten, können Sie wichtige Dokumente einfach und effektiv abfotografieren und als PDF sichern. Dabei hilft auch die automatische Scanfunktion. Wenn Sie sie anschließend durch die Texterkennung der App jagen, erhalten Sie zusätzlich durchsuchbaren Text. Die Erkennung ist erstaunlich treffsicher – und speichert das PDF auch gleich mit markierbarem Text ab.

Scanner Pro leistet vor allem bei der Recherche praktische Dienste
Vergrößern Scanner Pro leistet vor allem bei der Recherche praktische Dienste

Stundenplan und Notenspiegel überwachen mit iStudiez Pro

Unverzichtbar für den studentischen Alltag ist auch die App iStudiez Pro (2,99 Euro): Dabei handelt es sich um eine Stundenplan-App, die speziell für Studenten entwickelt wurde und damit deutlich über die Möglichkeiten des iOS-Kalenders hinausgeht. Neben einem Terminkalender für Vorlesungen, Seminare, Kurse und Prüfungen bietet die App die Option, anstehende Hausarbeiten und Aufgaben zu verwalten. Ein „Heute“-Widget zeigt übersichtlich die aktuell anstehenden Termine. Die können praktischerweise auch gleich mit dem macOS-Kalender geteilt werden. Zudem gibt es eine Möglichkeit, den Notenspiegel zu überwachen und Durchschnittsnoten zu errechnen.

iStudiez ist ein praktisches Utensil für Studenten aller Fächer
Vergrößern iStudiez ist ein praktisches Utensil für Studenten aller Fächer

So viele Infos machen hungrig? Bei der Pause hilft die Mensa-App

Als Student einer Fakultät kann man in aller Regel in jede Mensa gehen, die in der Stadt angeboten wird. Auch wenn sich die Speisepläne oft überschneiden, ist in Studentenstädten wie Bonn das Menü nicht immer gleich. Die Gratis-App iMensa (kostenlos) hilft, das Menü im Auge zu behalten und zeigt nicht nur die Menüpläne, sondern auch die Preise und Öffnungszeiten an. Praktisch ist die Empfehlung anderer Mensen in der Umgebung, inklusive Adresse, die direkt an Apple Maps übergeben werden kann.

Immer wissen, was es zu essen gibt – das ermöglicht iMensa
Vergrößern Immer wissen, was es zu essen gibt – das ermöglicht iMensa

Absprachen halten mit Doodle

Damit das Mensa-Treffen – oder das Seminar – nicht im Chaos endet, sind Absprachen und Termine sinnvoll. Die Doodle -App (kostenlos) ermöglicht es, Termine im wahrsten Sinne des Wortes abzustimmen. Einfach Teilnehmer hinzufügen und Termin-Optionen anbieten. Niemand – außer Ihnen schnell per Google oder Facebook – muss sich dafür anmelden. Praktisch auch: Doodle fügt bestätigte Termine direkt in den iOS-Kalender ein.

Schnell mal was drucken

Wer viele Dokumente auf dem iPad pflegt, will diese vermutlich auch ab und an ausdrucken. Apps für diesen Zweck gibt es reichlich, etwa PrintCentralPro (7,99 Euro) oder Printer Pro (6,99 Euro). Besser ist es allerdings, in der Studentenbude in einen Drucker mit AirPrint-Funktion zu investieren: Apple führt eine ständig aktuelle Liste unterstützter Modelle . Ist tatsächlich einmal ein externer Drucker nötig, empfiehlt sich der Einsatz der zum Drucker passenden App, die von Herstellern zumeist kostenlos angeboten wird. Dafür müssen Sie einfach im AppStore nach dem Druckerhersteller (etwa: Brother) suchen.


Apps wie PrintCentralPro oder die Apps der Druckerhersteller erlauben das Ausdrucken von Dokumenten.
Vergrößern Apps wie PrintCentralPro oder die Apps der Druckerhersteller erlauben das Ausdrucken von Dokumenten.

Schneller am iPad tippen mit PadKeys


Wer sich schon immer über die grobschlächtige Tastatur von iOS geärgert hat, findet in PadKeys (2,99 Euro) eine alternative Tastatur mit Mac-Layout und vielen Sonderzeichen, die sonst nur auf dem Mac über die Tastatur erreichbar sind. Mit etwas Übung lässt sich hier sehr schnell tippen, zudem gibt es eine integrierte Rechtschreibprüfung und eine Wischfunktion à la Swift-Key.

Wenn die iOS-Tastatur nervt, ist PadKeys eine praktische Alternative: Die app simuliert eine Mac-Tastatur mit vollem Zeichensatz
Vergrößern Wenn die iOS-Tastatur nervt, ist PadKeys eine praktische Alternative: Die app simuliert eine Mac-Tastatur mit vollem Zeichensatz
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