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Donald Trump droht mit Strafzöllen auf iPhones

28.11.2018 | 11:38 Uhr |

Kurz vor dem G20-Gipfel in Buenos Aires sorgt US-Präsident Donald Trump wieder mal für Aufsehen. In einem Interview mit dem Wall Street Journal kündigt Trump mögliche Zölle auf Apple-Produkte an, unter anderem iPhones. Der Markt reagiert prompt.

Der Handelsstreit zwischen China und den USA geht in die nächste Runde. Im Vorfeld des G20-Gipfels, der am Freitag beginnt, droht der amerikanische Präsident Donald Trump mit weiteren Strafzöllen auf in China produzierte Waren. Das berichtet das Wall Street Journal. Auch iPhones könnten von den Zöllen betroffen sein. Bisher hat die amerikanische Regierung gezögert, Apple-Produkte mit Zöllen zu versehen. Es wäre ein riskantes Manöver, da die zusätzlichen Kosten wahrscheinlich an die Konsumenten weitergegeben würden. Der Aufschrei wäre entsprechend groß. 

Inzwischen scheint Präsident Trump damit aber leben zu können. „Es kommt darauf an wie hoch der Zoll ist. Ich meine, ich kann ihn 10 Prozent machen und die Leute könnten das sehr leicht ertragen“ sagte Trump in einem Interview mit dem WSJ . Apple zeigt sich wenig begeistert von den Plänen des US-Präsidenten. In einem Brief an die US-Handelsbehörden im September machte der Konzern bereits deutlich, dass höhere Preise auf iPhones ausländische Wettbewerber stärken und höhere Ladenpreise in den USA zur Folge hätte. 

Der Markt reagierte prompt nach Veröffentlichung des Interviews. Die Apple Aktie, die in den letzten Wochen schon deutlich an Wert verloren hat, sank weiter und lag zwischenzeitlich bei unter 172 Dollar. 

Update vom 28. November:

Der UBS-Analyst Timothy Arcuri dämpft Sorgen über steigende iPhone-Preise . Präsident Trumps Gerede über einen möglichen zehnprozentigen Strafzoll auf iPhones, die Apple in China produzieren lässt und in die USA importiert, sei womöglich nur Verhandlungstaktik vor dem G20-Gipfel in Buenos Aires, auf dem Trump seinen Amtskollegen Xi Jinping treffen werde. Selbst wenn die Strafzölle ab dem Märzquartal in Kraft träten, würde Apple deren Wirkung intern absorbieren und nicht an die Kunden weiter geben. Der Einfluss auf den Gewinn pro Aktie werde sich auf allenfalls 2,5 Prozent ergeben. Arcuri setzt für die Apple-Aktie ein optimistisches Kursziel von 225 US-Dollar, 30 Prozent über dem derzeitigen Wert.

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