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Drei Docks für das Macbook und Macbook Pro

26.03.2018 | 10:09 Uhr | Peter Müller

Alte und auch neuere Peripherie schließt man das Macbook und Macbook Pro mit Hilfe von USB-C-Adaptern an. Drei weitere Lösungen im Vergleich.

Apples Entscheidung zu USB-C respektive Thunderbolt ist überraschend konsequent für Macbook und Macbook Pro. Während das leichte Macbook überhaupt nur mit einer einzigen USB-C-Buchse daher kommt, sind im Macbook Pro zwei respektive vier Thunderbolt-3-Buchsen des gleichen Formats eingebaut. Nun ergeben sich Probleme vielerlei Art: Wie schließt man einen externen Monitor an, der noch nicht auf Thunderbolt 3 ausgelegt ist? Oder die bewährte und nicht mal so alte USB-Festplatte für das Time-Machine-Backup ? Wie kommen Daten von Speicherkarten oder USB-Sticks auf den Rechner?

In einem dreiteiligen Ratgeber haben wir bereits ausführlich die Problematik behandelt und etliche Lösungen für USB-C-Geräte vorgestellt, Kabel, Adapter und Docks . Das Anschlussproblem könnte sich heuer sogar noch verschärfen, denn Apple plant angeblich ein neues Macbook Air, das gewiss auch USB-C-Buchsen bekommt. Ob es die bewährten Schnittstellen behält, ist noch nicht ausgemacht. Es scheint auch nur noch eine Frage der Zeit, bis auch neue iMacs nur noch mit Thunderbolt 3 ausgestattet sein werden.

Was die Backup-Festplatte betrifft: Hier gilt die Empfehlung, spätestens mit dem neuen Rechner auch eine neue externe Festplatte anzuschaffen, nicht nur dann, wenn man mehr Kapazität benötigt. Denn Festplatten halten nicht ewig, wenn sie eine Sicherungskopie bereithalten, sollte man sie rechtzeitig austauschen. Doch wird es noch eine Weile brauchen, bis sich USB-C-Sticks durchgesetzt haben und SD-Karten mit Funkchip, einen Adapter werden Sie auf alle Fälle früher oder später für Ihr Macbook benötigen.

Mehrere Schnittstellen von einem Dock bereitgestellt

Weiteren Bedarf haben Sie vielleicht mit dem Anschluss Ihres Mac an ein drahtgebundenes LAN, Ethernet sollte ein Dock-Adapter also auch mitbringen. Und wenn Sie ein Macbook mit seinem einzigen USB-C-Port verwenden, sollten Sie es über den Mehrfachverbindungsstecker auch aufladen können.

Wir haben hier drei neue Docks für USB-C und Thunderbolt im Vergleich, die wir teilweise über einen längeren Zeitraum getestet haben.

Das QacQoc-Dock hat auch noch Slots für SD und MicroSD
Vergrößern Das QacQoc-Dock hat auch noch Slots für SD und MicroSD

Den Anfang macht das USB-C-Hub von QacQoc ( bei Amazon für 65 Euro erhältlich ). Ausgestattet ist es mit drei USB-3.0-Ports, einem HDMI-Anschluss, Gigabit-Ethernet, Slots für SD- und Micro-SD-Karten sowie einem USB-C-Power-Delivery-Port, über das man das Macbook (Pro) während des Betriebs auch aufladen kann. Das funktioniert im Betrieb einwandfrei, unser Macbook Pro erkennt auch tadellos den Ethernetport über USB. Beim Lesen und Beschreiben von SD- und Micro-SD-Karten fallen uns keinerlei Geschwindigkeitseinbußen auf. Einzig und allein der HDMI-Port erweist sich in unserem Test als ein wenig nutzlos. Über ein HDMI-auf-DVI-Kabel gelingt es uns nicht, auf unseren Monitor ein Bild zu senden. Zu diesem Zweck mussten wir noch ein weiteres Dock anschaffen, das direkt von Thunderbolt 3 auf DVI übersetzt. HDMI-Monitore respektive Fernsehapparate können wir hingegen ohne Weiteres über das QacQoc ansprechen. Einsetzen können wir es sowohl an unserem Macbook 12 Zoll als auch am Macbook Pro, da es über ein kurzes, flexibles aber stabiles USB-C-Kabel verfügt. Mittlerweile haben wir es gut ein Jahr im Einsatz, das Kabel wurde immer wieder gebogen und das Dock dauerhaft beansprucht, von Verschleiß oder gar einem drohenden Kabelbruch noch keine Spur – da haben wir auch schon andere Lösungen kennen gelernt.

Die Lösung für Havit ist ideal für eine fest verbaute Anlage, die Stecker sitzen recht fest.
Vergrößern Die Lösung für Havit ist ideal für eine fest verbaute Anlage, die Stecker sitzen recht fest.

Einen Kabelbruch am Dock von Havit müssen wir indes in keiner Weise befürchten: Es hat gar kein Kabel, ist also eine Art von Mehrfachstecker für die Thunderbolt-Buchsen des Macbook Pro. Und nur an ein solches passt es überhaupt, da an der einen Seite gleich zwei USB-C-Stecker angebracht sind, im perfekten Abstand für die Buchsen am Macbook Pro. Auf der gegenüberliegenden Seite sind zwei USB-C-Buchsen angebracht, nur die eine mit Thunderbolt und damit Power Delivery, aber diese ist mittels des Blitzsymbols auch als solche gekennzeichnet. Hinzu kommen auf der Buchsenseite zwei Anschlüsse für USB-A und zwei Slots für SD- und Micro-SD-Card, Ethernet fehlt. Was darüber hinaus auffällt: Die Buchsen sind relativ schwergängig, wollen wir einen eingesteckten USB-Stick wieder abziehen, müssen wir das Dock festhalten. Für dauerhaft verkabelte Analgen mag das eine feine Lösung sein, denn das Havit-Dock gibt einfach dem Macbook Pro zwei zusätzliche USB-Buchsen und Kartenleser hinzu, ohne etwas weg zu nehmen. Derzeit ist das Dock nur direkt beim Hersteller für 70 Euro zu haben – und für sein Schnittstellenangebot ein wenig teuer.

Wer braucht schon VGA? Mehr Nutzer als man denkt! Ein Alleinstellungsmerkmal des 9-in-1 von Ugreen.
Vergrößern Wer braucht schon VGA? Mehr Nutzer als man denkt! Ein Alleinstellungsmerkmal des 9-in-1 von Ugreen.

Über mangelnde Schnittstellen kann man sich beim 9-in-1-Dock von Ugreen nicht beklagen, das suggeriert ja schon der Name. Dreimal USB 3.0 vom Typ A, Slots für SD- und MicroSD-Karte, Gigabit-Ethernet, HDMI und gewissermaßen als Alleinstellungsmerkmal: VGA. Denn an unserem Monitor kommt über den Adapter und unser Kabel kein DVI-Signal an, dafür aber via VGA. Wenn man bedenkt, wie viele Konferenzraumbeamer und -monitore immer noch ausschließlich mit einer VGA-Buchse ausgestattet sind, ist das ein großes Plus des Docks von Ugreen. Auch dieses lässt sich dank des kurzen, aber flexiblen USB-C-Kabels sowohl an Macbook Pro und Macbook betreiben, demnächst vielleicht sogar am Macbook Air . Das Dock mit den neun Anschlüssen ist ab dem 30. März lieferbar und kostet bei Amazon 76 Euro - ein guter Preis für die Leistung. Eine Variante mit acht Anschlüssen - es fehlt der HDMI-Port - ist für 58 Euro zu haben.

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