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DVB-T2: Gute Bildqualität wird geschätzt, Zusatzgebühren weniger

27.02.2017 | 11:47 Uhr |

Laut einer aktuellen Emnid-Umfrage ist nur ein Viertel der Befragten bereit, für HD-TV einen Aufpreis zu zahlen.

Ab 29. März ist das neue DVB-T2 verfügbar, größter Vorteil gegenüber dem alten Standard DVB-T ist die Ausstrahlung in HD-Auflösung. Will man aber über das neue Antennen-Fernsehen Privatsender wie RTL und Pro Sieben empfangen, wird eine Jahresgebühr von 69 Euro fällig und man benötigt in der Regel ein neues Empfangsgerät. Im Auftrag des Elektronikhändlers Reichelt hat jetzt Kantar Emnid 1005 Bundesbürger befragt, wie sie Fernsehsendungen empfangen und ob sie für hochauflösendes Fernsehen eine Zusatzgebühr zahlen würden.

HD-TV: Ja, aber bitte kostenlos.
Vergrößern HD-TV: Ja, aber bitte kostenlos.
© Reichelt

Aktuell sehen 46 Prozent der Befragten hohe Empfangsqualität als wichtigsten Aspekt, Sender-Vielfalt und niedrige Kosten werden weniger hoch gewichtet. Allerdings ist die Zahlungsbereitschaft gering, nur 23 Prozent wollen für HD-Fernsehen einen Zusatz zahlen. Für die meisten Anwender ist die aktuelle Auflösung (auch SD genannt) ausreichend. Von den Befragten sehen 42 Prozent Tatort und Co. per Sat-Anlage, 37 Prozent über einen Kabelanschluss. Fünf Prozent nutzen ausschließlich Netflix, Amazon Video oder andere Streaming-Dienste, zwei Prozent IP-TV und weitere zwei Prozent verzichten komplett. Nur vier Prozent nutzen ausschließlich DVB-T, allerdings verwenden 14 Prozent DVB-T bei einem Zweitgerät – unter anderem für ein Tablet oder Notebook.

Einen ausführlichen Ratgeber zum Thema DVB-T2 finden Sie hier .

Unsere Meinung : Wir sind gespannt, ob DVB-T2 ein Erfolg wird. Offensichtlich war DVB-T vor allem für Zweitgeräte wie Tablet und Notebook beliebt, hier gibt es aber eine steigende Konkurrenz durch Amazon Video und Co. Nicht zuletzt sind ja alle öffentlich-rechtlichen Sender mittlerweile problemlos per Web verfügbar.

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