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Die besten E-Bikes 2021: Trekking- und Mountainbikes

08.08.2021 | 14:49 Uhr | Peter Müller,

Wir zeigen die besten E-Bikes in diesem Jahr und geben Kaufempfehlungen. Es muss nicht immer das aktuellste Modell sein – auch Räder aus dem Vorjahr überzeugen.

Bisher war der Fahrradsommer eher ein wenig durchwachsen – und auf der anderen Seite will man in diesen Zeiten so wenig wie möglich in vollen Bussen und Bahnen verbringen und schwingt sich lieber aufs Radl. Nicht nur für die Fahrt in die Arbeit oder die kleine oder größere Tour über Stock und Stein oder sogar in die Berge. E-Bikes, respektive Pedelecs, boomen aus mehreren Gründen: Selbst bei starkem Gegenwind oder heftigen Steigungen kann ohne allzu große Mühen vorankommen, im dichten Stadtverkehr kommt man immer schnell von der Ampel weg.

Selbst für Mountainbikes mit elektrischer Unterstützung gibt es gute Gründe: Wo man mit dem fitteren Partner oder dem jüngeren Nachwuchs sonst nicht mehr mithalten könnte, kann man wieder gemeinsame Touren fahren. Jedoch sollte man beachten, dass beim Runterfahren der Motor keine Rolle mehr spielt, wohl aber das fahrerische Können. Also bitte nicht übertreiben!

Die Empfehlungen für 2021

Wir haben uns für diese Übersicht einige Angebote von Trekking- und Mountainbikes angesehen, die - unter Umständen mit Modifikationen - auch für den Stadtverkehr gut geeignet sind. Wir verwenden im Folgenden den gängigen Begriff E-Bike , auch wenn wir Pedelcs meinen ( mehr dazu weiter unten ).

Bevor sie aber zuschlagen, klären Sie, wo Sie Ihr Radl künftig warten lassen können und von wem. Denn gerade Händler, die nicht nur reparieren, sondern auch verkaufen, sind über Fremdfabrikate nicht immer begeistert. Probefahrten wären ebenfalls hilfreich, im Ernstfall haben Sie beim Onlinekauf aber ein 14-tägiges Rückgaberecht. Und mancher Händler bietet darüber hinausgehenden Service an.

Fischer Mountainbike EM 1724

Fischer EM 1724-S2
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© Fischer

Ein Mountainbike mit Elektromotor? Wie unsportlich! Aber es gibt durchaus Gründe dafür, Sporträder mit Unterstützung auszustatten. Man denke nur an Paare, die gemeinsam in den Bergen radeln wollen, aber von höchst unterschiedlichem Leistungsniveau sind. Der oder die langsamere bekommt dann etwas Schub aus dem Motor, dann kommt man gemeinsam oben auf der Alm an.

Aber auch für den Alltag in der Stadt und auf dem Land ist die Bauform des Mountainbikes durchaus von Vorteil. Mit Motor ist man in der Regel schneller unterwegs als ohne. Zudem schlucken die dicken Reifen Unebenheiten von Radwegen und Bordsteinkanten weit besser als die dünnen Schlappen von City-Rädern. Ein kleiner Nachteil der Bauform: Sie ist auf das Wesentliche reduziert. Im Alltag ist ein Gepäckträger hilfreich und Schutzbleche sind unerlässlich, will man nicht nach jeder Tour die Waschmaschine anwerfen müssen. Dieses Zubehör sollte man also einkalkulieren, will man das Radl nicht nur zum Sport bewegen.

Im Angebot: Fischer EM 1724 bei Mediamarkt (1.199 Euro)

Es gibt also gute Gründe für ein eMTB: Fischer bietet mit dem EM 1724 eines für den etwas schmaleren Geldbeutel an. Die Reifen haben die für Mountainbikes mittlerweile üblichen 29 Zoll – Schlaglöcher und Schwellen verlieren ihre Schrecken. Die Rahmenhöhe beträgt 51 Zentimeter, der Hersteller empfiehlt beiden Geschlechtern das Bike - am besten geeignet sein dürfte es aber für Personen mit Körpergrößen zwischen 170 und 185 Zentimetern, darunter und darüber könnte es unbequem sein. Allzu schwer sollte man auch nicht sein, das zulässige Gesamtgewicht beträgt 135 Kilogramm. Das eMTB wird von einem Hinterradmotor getrieben.

Fisher ETH-1861.1 Trekkingrad

Fischer 1861 Trekking E-Bike
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© Fischer

Das Fischer ETH-1861.1 ist ein preislich attraktives Trekking-Rad und eignet sich für E-Bike-Einsteiger, die eher in der Stadt als in den Bergen unterwegs sein wollen.  Das Gesamtgewicht von 150 Kilogramm lässt auch kräftigere Fahrer samt Gepäck aufsteigen. Das Rad profitiert von einem starken Akku und hat deshalb eine hohe Reichweite von bis zu 160 km. Ausgestattet mit einem Mittelmotorantrieb und einer 10-Gang SHIMANO Deore XT-Schaltung fährt das E-Bike mit Motorunterstützung bis zu 25 km/h. Interessant ist auch die Schiebehilfe, die bis 4 km/h greift. Die Rahmengröße von 55 cm ist für Herren gedacht, gerne auch für größere und kräftigere Scheibenbremsen sind in der Klasse eine Selbstverständlichkeit.

Fischer 1861 bei Mediamarkt kaufen (2.059 Euro)

Kalkhoff Endeavour 5B Advance+ (2021)

Kalkhoff Endeavour
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© Kalkhoff

Das neue Modell des renommierten Herstellers trägt ein höheres Preisschild, doch lässt die Ausstattung das Herz so manchen Vielradlers höher schlagen. 65 Nm maximales Drehmoment aus dem Bosch-Mittelmotor mit seinen 250 Watt. Akkukapazität von 625 Wattstunden, entsprechend einer Ladung von 17,4 Amperestunden – laut Hersteller  braucht eine volle Ladung fünf Stunden. Bis zu 150 Kilometer weit soll eine Ladung den Motor antreiben. Hydraulische Scheibenbremse Shimano MT420. Shimano RD-M6100 Kettenschaltung mit zehn Gängen. Komplett ausgestattet mit Schutzblechen, Gepäckträger und Hinterbauständer: Aufsetzen und losfahren.

Kalkhoff ENDEAVOUR (Diamant) bei Idealo ansehen (ab 3.699 Euro)

Kalkhoff ENDEAVOUR (Wave) bei Idealo ansehen (ab 3.699 Euro)

Vor allem das zulässige Gesamtgewicht von bis zu 170 Kilogramm überzeugt. Leer wiegt das Radl etwa 26,5 Kilogramm. Selbst stämmige Herren trägt das Endeavour, inklusive des vollen Bierkastens, den sie auf dem Gepäckträger balancieren. Drei verschiedene Rahmenformen sind verfügbar: Diamant, Trapez und Wave und dazu drei (Diamant) oder zwei (Trapez, Wave) Rahmengrößen von 48 bis 53 Zentimetern. Die Reifengröße beträgt jeweils 28 Zoll. Farbauswahl besteht zwischen blau und schwarz.

Weitere Modelle von Kalkhoff ENDEAVOUR finden Sie im Preisvergleich

KTM Macina Tour P510 H (2021)

KTM
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© KTM

"Bella Macina!" mag man nicht nur wegen des Namens aufrufen, auch die Spezifikationen gefallen. Das Trekkingrad wird von einem Mittelmotor von Bosch angetrieben, der tiefe Schwerpunkt des Gefährts garantiert so eine gute Straßenlage – auch auf holprigen Wegen. Immerhin 118 Kilogramm kann man auf das Damenrad noch aufladen, das reicht für jede Menge Gepäck und Transportgut. Der Preis liegt gerade noch unter der 3.000-Euro-Marke.

KTM Macina Tour P510H (2021) bei Radonline (2.999 Euro)

Die Variante für Herren haben wir in einem anderen Shop gefunden, hier gelten die gleichen technischen Daten:

KTM Macina P510 H  (2021) - Diamantrahmen - bei Fahrrad Lagerverkauf (2.999 Euro)

KTM Macina Sport Pro

Macina Sport Pro
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© KTM

Wer es etwas sportlicher mag und auf hohe Reichweiten Wert legt, findet im Macina Sport Pro von KTM die passende Maschine. Der Akku fasst 625 Wh Energie, der Bosch-Performance-Motor der dritten Generation stellt bis zu 65 Nm an unterstützendem Drehmoment bereit. Elf Gänge an der Kettenschaltung gewährleisten hohe Flexibilität. Zwei Farbkombinationen stehen zur Auswahl: grau/gelb und Schwarz/orange sowie drei Rahmengrößen mit 51 cm, 55 cm und 60 cm zwischen der Mitte des Tretrohrs und der Oberkante des Sitzrohrs. Großer Vorteil des Anbieters Luck Bike sind seine bundesweit 29 Filialen, in denen man Service bekommen kann – oder eine Probefahrt.

KTM Macina Sport Pro bei Lucky-Bike.de (3.199 Euro)

Cube Touring Hybrid One 500 (2021)

Cube Touring Hybrid One 500 (2021)
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© Cube

Beim gleichen Anbieter sind wir noch über das schicke Cube gestolpert, das in seinem Türkis-Ton nun auch eindeutig eine schöne Maschine ist. Mit etwas weniger sportlichen Anspruch, für die maximal 50 Nm zusätzlichen Schub genügt hier eine Energie von 500 Wh im Akku. Neun Gänge tun es für das auf Komfort ausgerichtete E-Bike auch. In Rahmengrößen von 58 oder 62 Zentimetern lieferbar, jeweils mit 28-Zoll-Rädern ausgestattet, Schwalbe Range Cruiser sind aufgezogen. Der Preis ist für den Einstieg in das E-Biken gedacht, das Cube sollte aber einiges aushalten.

Cube Touring Hybrid One 500 (2021) bei Lucky-Bike.de (2.249 Euro)

Cube Reaction Hybrid Performance 500 Allroad (2021)

Cube
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© Cube

Aber auch Cube kann es etwas sportlicher, mit dem Hybrid Performance 500 Allroad, dessen Mittelmotor Bosch Performance Line 65 bis zu Nanometer Drehmoment zuliefert. Mit 23 Kilogramm ist das Rad eher ein Leichtgewicht und vor allem für den Sport gedacht und weniger für den Alltag. Mehrere Varianten bezüglich Rahmenform und -höhe stehen zur Auswahl. Vor allem aber machen die Farben der flotten Cubes Laune.

Cube Reaction Hybrid Performance 500 Allroad (2021) bei Idealo (ab 2.349 Euro)

Haibike SDURO Trekking 4.0

Haibike
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© Haibike

Ein schlankes, elegantes Rad, eher für schlanke und elegante Herren mit nicht allzu viel Gepäck, denn das zulässige Gesamtgewicht beträgt gerade einmal 130 Kilogramm, recht viel mehr als 100 Kilo bekommt man also nicht in den Sattel und auf den Gepäckträger.

Haibike SDURO Trekking 4.0 bei Idealo (ab 2.799 Euro)

Es gibt auch ein Modell mit Wave-Rahmen für Damen:

Haibike SDURO Trekking 4.0 Wave bei Idealo (ab 2.689 Euro)

Chrisson Trekking und City E-Bike für Damen - E-Lady

Chrisson
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© Chrisson

Von dem bei Amazon für unter 1000 Euro angebotenen E-Bike darf man nicht allzu viel erwarten. Als Zweitrad für kurze Wegstrecken erfüllt das günstige Damenrad jedoch sicherlich seinen Zweck. Der Nabenmotor macht es zwar leicht und günstig, aber die Fahreigenschaften einer solchen Konstruktion mit dem Zusatzschub im Vorderrad sind nicht die besten.

Chrisson Trekking und City E-Bike für Damen - E-Lady (999 Euro)

Allegro E MTB M-Cross Mountainbike

Allegro E-Bike
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© Allegro

Zum Abschluss noch ein besonderes Angebot: Das E-Mountainbike mit der etwas ungewöhnlichen Reifengröße von 27,5 Zoll gibt es bei Saturn derzeit deutlich günstiger als anderswo.

Allegro E MTB M-Cross Mountainbike (1.999 Euro)

Sushi Bikes         

Sushi Bimes Maki und California Roll
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© Sushi Bikes


Pedelec, S-Pedelec und E-Bike: Der Unterschied

Waren Elektrofahrräder bis vor wenigen Jahren noch Exoten und meist recht teuer, gibt es immer mehr Hersteller, die auf den Zusatzantrieb setzen. Dadurch wird nicht nur das Angebot an verschiedenen Fahrradtypen immer breiter, es sinken auch die Preise. So wird der Einstieg in die Elektromobilität immer bezahlbarer. Leasingangebote, wie sie etwa das Unternehmen Jobrad vermittelt, tragen auch dazu bei, Hemmschwellen zu senken. Denn wenn man mithilfe seines Arbeitgebers und über eine Gehaltsumwandlung das Fahrrad finanziert, kann es auch gerne eine Nummer größer sein, denn die Ersparnis ist aufgrund gesunkener Steuerlast merklich.

Eine wesentliche Unterscheidungslinie zwischen den Fahrradtypen verläuft entlang der Klassen "Pedelec", "S-Pedelec" und "E-Bike". Letzteres wird zwar oft für alle Fahrräder mit Elektromotor verwendet, das ist aber nicht korrekt. Denn ein E-Bike fährt von alleine und unterstützt nicht die Trittbewegung - es ist also technisch ähnlich einem Elektroroller und wird verkehrsrechtlich auch so angesehen.

Ein S-Pedelec ist ebenso versicherungspflichtig und gemäß Gesetzgeber ein Fahrrad, dessen Hilfsmotor bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h die Trittbewegung unterstützt. Die Konsequenz: E-Bikes und S-Pedelecs dürfen nicht mehr auf den Radweg (auch nicht auf solche mit "Mofas frei"-Schild), benötigen ein Versicherungskennzeichen und für den Fahrer besteht Helmpflicht. Auf Autostraßen oder gar Autobahnen hat das Fahrzeug natürlich auch nichts verloren.

Pedelecs hingegen gelten als Fahrräder, mit allen Rechten und Pflichten. Der Grund: Die elektrische Unterstützung gibt nur bis 25 km/h zusätzliche Leistung auf die Kurbel, das Vorder- oder das Hinterrad. Damit ist die Benutzung von Radwegen gestattet, respektive sogar verpflichtend, falls ein entsprechendes Verkehrsschild den Weg als solchen ausweist und er zumutbar benutzbar ist. Helmpflicht besteht keine, ein Fahrradhelm ist aber angesichts der höheren Geschwindigkeiten unbedingt zu empfehlen. In diesem Artikel meinen wir stets Pedelec, wenn wir von E-Bike sprechen. Denn letzterer Begriff wird immer mehr als Synonym zu allen Elektroradln benutzt. In unserer Übersicht gehen wir aber nur auf Fahrräder ein, die zusätzlichen Schub nur bis 25 km/h bekommen.

E-Bike: Zusatzschub von Elektromotoren

Wie erwähnt, macht sich der zusätzliche Schub vor allem bei geringeren Geschwindigkeiten bemerkbar. Sobald man in die Pedale tritt (und auch nur dann), verleiht der Elektromotor zusätzliche Leistung. Diese setzt bei besseren Modellen nicht sofort ein, sondern relativ sanft. Aber schon nach nur einer Umdrehung der Kurbel spürt man meist den zusätzlichen Schub, an der Ampel kommt man so recht zügig weg, selbst wenn man aus einem höheren Gang heraus anbremsen musste.

An ein anderes Schaltverhalten wird man sich aber gewöhnen müssen, vor allem, wenn man sonst mit Kettenschaltung und zwei Sätzen Zahnkränzen (etwa drei mal acht oder zwei mal zehn) hantiert und dann auf ein Modell mit Nabenschaltung umsteigt. Bei Testfahrten haben wir bemerkt, dass ein mittlerer Gang für die meisten Zwecke reicht, den eigentlichen Unterschied machen die Modi der Elektrounterstützung aus. Hier hat man in der Regel die Wahl zwischen drei bis fünf Einstellungen, die entweder sanfte Unterstützung geben und damit zu kaum mehr als Anfahrtshilfe taugen oder die auch in heftigen Steigungen kräftig zupacken. Den Berg hoch muss dann zwar weiter strampeln, man fällt aber kaum noch unter die 25 km/h zurück, auch wenn die Steigung sich der 10-Prozent-Marke nähert. Prinzipiell sind aber Pedelecs sowohl mit Naben- als auch mit Kettenschaltung zu bekommen. Bei ersterer muss man vor allem beim Runterschalten am Berg darauf achten, kurz das Treten einzustellen und für einen Moment den Motor auslaufen zu lassen, denn Nabenschaltungen darf man nicht unter Last schalten, sie könnten verklemmen. Bei Kettenschaltungen gilt zu beachten, dass der ansonsten zu bevorzugenden Mittelmotor einen größeren Verschleiß der Kette zur Folge hat. Diese muss man dann öfter wechseln - aber ohnehin sollte das Radl mindestens einmal im Jahr zur Inspektion und Wartung in die Werkstatt, macht man mit dem Auto ja auch.

Entspannte Fahrradtouren auch über Land
Vergrößern Entspannte Fahrradtouren auch über Land
© Fotolia.de, JiSign

Für den elektrischen Zusatzantrieb bestehen drei Möglichkeiten: Nabenmotoren in Vorder- oder Hinterrad sowie der Mittelmotor, der direkt an der Kurbel ansetzt. Dieser ist meist bei hochwertigeren und damit teureren Rädern verbaut, bringt aber vor allem wegen des tieferen Schwerpunkts Vorteile beim Fahren.

Je mehr zusätzlichen Schub man aber aus dem Elektromotor bekommt, umso mehr saugt dieser den Akku leer - logisch. So können Hersteller Reichweiten nur ungefähr angeben. Für die eine Fahrweise und Stadtstrecke sind etwa 120 Kilometer realistisch, fährt man aber eine Freizeittour in das bergige Hinterland, kann die Reichweite auch schnell auf die Hälfte abfallen.

Es ist also vorausschauendes Akku-Management gefragt. Natürlich gewähren die meisten Ausflugslokale ermatteten Pedelec-Fahrern und ihren leeren Akkus während der Rast den Zugang zu einer Steckdose, so teuer ist der Strom nicht. Doch heißt das, das oft recht schwere Ladegerät auch noch mit auf die Tour zu nehmen. Oder einen Ersatzakku, der ist aber nicht leichter und kostet extra, gerne einige hundert Euro.

Der Akku am Fahrrad sollte auf jeden Fall entnehmbar sein – man will sein Radl ja nicht immer neben einer Steckdose parken müssen – und auch absperrbar. Während des Bürotages kann man sich dann sicher sein, am Abend auch wieder mit einer noch halbwegs vollen Batterie nach Hause fahren zu können. Dort lädt man besser über Nacht auf, sieben Stunden sollte man bei einem großen Akku für eine volle Ladung kalkulieren.

E-Bike: Das fällt ins Gewicht

Anders als bei Elektrorollern ist ein leerer Akku aber keine Katastrophe, das Fahrrad fährt auch weiterhin. Nur eben ohne Zusatzschub und da Pedelecs bauartbedingt relativ schwer sind (ohne Akku meist um die 25 Kilogramm), hat man dann kräftig zu strampeln. Vor allem bei Gegenwind und bergauf.

Beim Gewicht des E-Bikes gibt es noch zwei weitere Dinge zu beachten. Fahrradtransportvorrichtungen an Autos sind unter Umständen pro Fahrrad nur auf 25 Kilogramm Ladung ausgelegt oder nehmen sogar noch weniger Huckepack. Im schlechtesten Fall wird also ein neuer Ständer fällig, steigt man auf das Elektrofahrrad um. Entscheidend ist auch das vom Hersteller angegebene maximale Gesamtgewicht. Prüfen Sie genau, ob Sie inklusive Akku, Aktentasche und Laptop dieses nicht überschreiten. Dann sollten Sie zur Not zu einem stabileren und damit womöglich teureren Modell greifen. Diese Zusatzausgaben lohnen sich aber.

E-Bikes: Das taugen sie

Im Zweifelsfall sollte es also das robustere Modell sein. Wobei das Angebot in den letzten Jahren an Qualität hinzu gewonnen hat. Noch vor wenigen Jahren waren manche Tester entsetzt über nicht ausreichend stabile Rahmen, die den höheren Geschwindigkeiten nicht stand hielten. Die Hersteller haben aber dazu gelernt: Es genügt eben nicht, ein einfaches Stadtfahrrad mit einem Elektromotor und einem Akku auszustatten, es gehört mehr dazu. Käufer sollten sich aber auch kritisch hinterfragen, ob sie den höheren Geschwindigkeiten (noch) gewachsen sind. Scheibenbremsen sind zwar von großem Vorteil und bei den sportlicheren Modellen üblich, reagieren aber auch deutlich stärker als herkömmliche V-Brakes, das Risiko eines unfreiwilligen Abflugs über den Lenker steigt. Den Einstieg in die Elektromobilität sollte man daher nicht zu spät wagen, aber wenn man das Vergnügen am Fahrrad verlängern will, ist ein Pedelec in der Tat eine sinnvolle Anschaffung auch für Senioren.

Doch vor allem helfen E-Bikes dabei, bequem, schnell und sicher an den Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu kommen, ohne dort völlig verschwitzt oder verspätet einzutreffen. Wer sich beim Radeln bisher eher auf die Sommermonate konzentrierte, wird feststellen, dass mit elektrischer Unterstützung auch Herbst und Winter gute Jahreszeiten sind, sofern die Bereifung stimmt.

Empfehlung: Lesen Sie auch unseren Artikel zu den Top-5 Gadgets für das Fahrrad: Rad-Computer, smartes Fahrradschloss, Handy-Halterung und mehr.

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