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E-Bikes: Die besten City- und Trekkingräder

12.03.2019 | 16:45 Uhr | Peter Müller

Die Fahrrad-Saison 2019 steht vor der Tür. Wir klären auf, was E-Bikes bringen und welche Modelle die besten für die Stadt und für sportliche Touren sind.

E-Bikes: Empfehlenswerte Modelle

Auch in diesem Jahr wird es wieder einen großen Andrang auf E-Bikes geben. Doch welche Modelle sind geeignet? Wir geben Kaufempfehlungen für unterschiedliche Fahrtypen und Einsatzbereiche. Zur Auswahl stehen E-Bikes für Damen, Herren und Unisex-Räder. In unserer Marktübersicht konzentrieren wir uns auf Modelle aus dem City- und Trekkingbereich, also auf Fahrräder, die vor allem für Fahrten in der Stadt und für stadtnahe Freizeittouren taugen.

Prophete ENTDECKER e8.6

Prophete Entdecker e8.6
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© prophete

Für seinen relativ geringen Preis kann das Trekking Rad durchaus mit sportlicheren Modellen mithalten. In Damen- und Herrengrößen erhältlich, erreicht das Prophete Entdecker eine Geschwindigkeit bis 25 km/h. Laut Herstellerinformationen hält es einer hohen Belastung stand und ist für ein Gewicht von bis zu 150 kg geeignet. Das E-Trekking-Bike ist mit einem Nabenmotor und einer 24-Gang Shimano Kettenschaltung ausgestattet. Das mit 24 Kilogramm recht leichte Prophete schafft durchaus größere Touren. Der Lenker ist ergonomisch etwas zum Fahrer geneigt, was ein angenehmes Greifen ermöglicht. In Tests wird vor allem der Komfort gelobt: Eine Stahl-Federgabel und eine Federsattelstütze federn härtere Schläge ab.      

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KTM Macina Fun 9 CX5 Bosch 2019

KTM Macina Fun
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© KTM

So akribisch und umfassend wie die von der Stiftung Warentest engagierten Institute können wir natürlich noch nicht testen, wir können aber auf die Ergebnisse der Kollegen vertrauen. Und im jüngsten Vergleichstest von Trekking-Pedelecs hat das KTM Macina Fun 9 SI-P5I (das Vorgängermodell von 2018) mit einer Gesamtnote von 1,7 nun einmal am Besten abgeschnitten. Den Testern gefielen vor allem die Fahreigenschaften, bei der Reichweite landete das Modell nur im Mittelfeld. Positiv: Das KTM ist ab Werk für den Stadtverkehr ausgerüstet - etwa mit Gepäckträger. Kleiner Abstrich: Nimmt man zu den 25 Kilogramm Radgewicht (inklusive Akku) auch noch 25 Kilogramm Gepäck mit, darf man selbst nicht mehr als 74 Kilogramm wiegen, um nicht das Gesamtgewicht zu übertreffen. Ansonsten eine gute Wahl.

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Kettler Traveler E Gold

Kettler E Gold
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© Kettler

Das Kettler E Bike ist im Testbericht von Stiftung Warentest 2018 als knapper zweiter Sieger hervorgegangen. Es schloss mit einer Note von 1,8 ab. Hervorzuheben sind die hohe Stabilität und Sicherheit des Fahrrads. Der Performance Line CX Motor von Bosch gibt einen kraftvollen und gleichmäßigen Schub. Ursprünglich wurde der leistungsstarke Motor für E-Mountainbikes entwickelt. Mit dem  starken Akku mit 500 Wh Energie ist das E-Bike Kettler Traveler E Gold ein zuverlässiges Tourenrad, das auch schwersten Bedingungen standhält.

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Prophete E-Bike 28" Navigator Flair

Navigator Flair
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© Prophete

Hilfe, das hat ja gefärbte Reifen! Ganz im Gegenteil – was wir bei Fahrrad, Motorrad und Auto als gegeben betrachten, ist in Wirklichkeit gefärbt: Ruß macht den Reifen erst schwarz. Das Naturprodukt Kautschuk sieht vulkanisiert dann doch etwas anders aus. Die Reifen sind aber nur ein Detail des Prophet E-Bike, das ebenso wie das obige von Fischer mit einem tiefen Einstieg, einem Vorderradmotor und dem Akku auf dem Gepäckträger kommt. Das Einsatzgebiet lässt sich also äquivalent definieren: Eher zum entspannten Fahren ins Büro oder in den Biergarten, als Einkaufshilfe, aber nicht für größere Touren ins Umland. Der Preis ist für den Einstieg in das Elektrovelozeitalter aber auf alle Fälle ein Argument.

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Kreidler Vitality Eco 6 Edition

Kreidler
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© Kreidler

Ein dritter Platz ist in einem Test der Stiftung Warentest keine Schande – vor allem dann, wenn das Testfeld aus zwölf Modellen bestand und die Gesamtnote mit 1,9 immer noch gut ist und damit nur um eine Fünftelnote unter der des Testsiegers. Kritisiert haben die Tester allenfalls den Preis und den ungewohnt schmalen Lenker. Aber gerade der könnte ein großer Vorteil sein, da die Konstrukteure von Fahrradständern gerne außer Acht lassen, dass ein Radl weit breiter ist als sein Rahmen und die Lenker mehrerer Bikes noch nebeneinander Platz haben sollten. Dafür denkt der Hersteller beim zulässigen Gesamtgewicht von 140 Kilogramm auch an kräftigere Fahrer, hat dies aber offenbar bei der Sattelstütze nicht ausreichend berücksichtigt. Dennoch: Empfehlung für Radler, die etwas mehr auf die Waage bringen.

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Fischer 1801-R1 Trekkingbike

Fischer 1801
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© Fischer

Derzeit zu einem fast unschlagbaren Preis von 959 Euro (statt 1.249 Euro) bei Mediamarkt zu haben: Das auch für die Stadt bestens geeignete Trekkingrad 1801-R1 von Fischer. Die technischen Daten laut Hersteller: 28-Zoll-Reifen, Hinterradantrieb mit 250 Watt Leistung, Shimano V-Brakes und 3x8-Gang-Schaltung, Akkukapazität 396 Wh, Rahmenhöhe 50 cm, Reichweite bis zu 100 Kilometer - je nach Strecke und Fahrweise.

Das Eigengewicht gibt Fischer mit 25 kg an (inklusive Akku), das zulässige Gesamtgewicht beträgt 135 kg. Das Fahrrad ist also eher für leicht gewichtige Einsteiger geeignet, die auch nicht zu viel Gepäck auf die Trekkingtour nehmen. Für den Einstieg in die elektrische Velomobilität und den ersten Umstieg aus der Blechkiste sollte das Fischer 1801 aber gut taugen, vor allem zu dem Preis.

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Diamant Elan+

Diamant Elan+
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© Diamant

Aus eigener Erfahrung können wir das Diamant Elan uneingeschränkt empfehlen. Seit fast zwei Jahren dient es uns als Hauptverkehrsmittel zwischen Wohnung und Arbeitsplatz, einfache Strecke 20 Kilometer. Es ist leicht und elegant, die Reifen sind zwar recht dünn, weswegen wir bevorzugt auf der Straße fahren und uns auf so manchem Radweg leider etwas zurücknehmen müssen. Kleiner Haken an der Sache: Die Stiftung Warentest war mit der elektrifizierten Version weniger zufrieden, die Note 4,0 (ausreichend) verdient sich das Bike aufgrund eines Schadens an der Gepäckträgerbefestigung, die im Dauertest aufgetreten ist. Auch der Motor sei etwas zu laut gewesen. Derartige Qualitätsmängel hätten wir von der Manufaktur aus Chemnitz nicht erwartet, die wirklich hervorragende Räder für Stadt und Land baut. Vielleicht ist es aber nicht der korrekte Ansatz, auf ein bewährtes Modell einfach einen Elektromotor aufzusetzen, E-Bikes und Pedelecs sind nun einmal etwas anders als andere Räder. Am Elan+ erkennen wir aber, was die Elektrifizierung in etwa kostet: Gegenüber dem "analogen" Modell ist das Pedelec etwa 1000 Euro teurer. Das Fahrrad gibt es auch in anderen Rahmenformen neben dem abgebildeten Modell für Herren auch als Trapez und Wave (Tiefeinsteiger).

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Trek Dual Sport+

Trek Dual Sport+
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© Trek

Die auf eher sportliche Räder spezialisierte Marke Trek (die Trek Bicycle Corporation ist seit 2003 übrigens der Mutterkonzern der Diamant Fahrradwerke) setzt seit geraumer Zeit auch auf Pedelecs. Trek-Räder sind hochwertig, aber auch eher am oberen Ende des Preissegments zu finden. Dennoch bekommt man auch für unter 3000 Euro vom Hersteller hervorragende Pedelecs, wie etwas das Dual Sport+. Dieses ist im Prinzip ein Crossrad, also eines, das in der Stadt nicht übertrieben wuchtig daher kommt und sich daher immer ein wenig fehl am Platz fühlt wie ein Mountainbike, mit dem sich aber auch dank der breiteren Reifen auch abseits asphaltierter Straßen Touren unternehmen lassen. Was bei den Typen Crossbike und vor allem Mountainbike zu beachten ist: Planen Sie zusätzliche Investitionen für Zubehör wie Gepäckträger oder Ständer, sofern Sie wert darauf legen. Das Dual Sport+ ist mit einem Mittelmotor ausgestattet, der direkt an der Kurbel angreift.

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Haibike SDURO FullNine 5.0

Haibike: Mit 29 Zoll unterwegs
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© Haibike

Über Jahrzehnte schien klar: 28 Zoll ist die Reifengröße für erwachsene Männer, Frauen können je nach Körpergröße durchaus auch auf ein 26er steigen, kleinere Größen sind für Heranwachsende und drüber gibt es nichts. Falsch gedacht. Gerade bei Mountain- und Trekkingbikes ist seit einigen Jahren der 29-Zöller eine Option – und das nicht nur für groß gewachsene Männer. Denn schlussendlich kommt es auf die Rahmenhöhe an, ob der kleine Mann auf der Straße sein Rad besteigen kann oder auch die nicht allzu große Frau. Die größeren Reifen machen sich aber im Gelände ganz hervorragend, schlucken sie doch Unebenheiten deutlich besser weg als kleinere und dünnere Pneus. Das zahlt sich auch in der Stadt aus, denn meist sind die Radwege in einem weit schlechteren Zustand als die Autos vorbehaltenen Straßen.

Haibike hat das SDURO FullNine in der oberen Mittelklasse platziert, der Antrieb (Mittelmotor) stammt von Yamaha. Die Reifengröße ist wie gesagt bei allen Modellen gleich 29 Zoll, die Höhe des Rahmens geht von 40 cm über 44 cm und 48 cm zu 52 cm. Das ist dann die Maschine für lange Kerle.

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>> Tipp der Redaktion: Restposten E Bikes bei Mediamarkt

Pedelec, S-Pedelec und E-Bike: Der Unterschied

Waren Elektrofahrräder bis vor wenigen Jahren noch Exoten und meist recht teuer, gibt es immer mehr Hersteller, die auf den Zusatzantrieb setzen. Dadurch wird nicht nur das Angebot an verschiedenen Fahrradtypen immer breiter, es sinken auch die Preise. So wird der Einstieg in die Elektromobilität immer bezahlbarer. Leasingangebote, wie sie etwa das Unternehmen Jobrad vermittelt, tragen auch dazu bei, Hemmschwellen zu senken. Denn wenn man mit Hilfe seines Arbeitgebers und über eine Gehaltsumwandlung das Fahrrad finanziert, kann es auch gern eine Nummer größer sein, denn die Ersparnis ist aufgrund gesunkener Steuerlast merklich.

Eine wesentliche Unterscheidungslinie zwischen den Fahrradtypen verläuft entlang der Klassen "Pedelec", "S-Pedelec" und "E-Bike". Letzteres wird zwar oft für alle Fahrräder mit Elektromotor verwendet, das ist aber nicht korrekt. Denn ein E-Bike fährt von alleine und unterstützt nicht die Trittbewegung - es ist also technisch ähnlich einem Elektroroller und wird verkehrsrechtlich auch so angesehen.

Ein S-Pedelec ist ebenso versicherungspflichtig und gemäß Gesetzgeber ein Fahrrad, dessen Hilfsmotor bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h die Trittbewegung unterstützt. Die Konsequenz: E-Bikes und S-Pedelecs dürfen nicht mehr auf den Radweg (auch nicht auf solche mit "Mofas frei"-Schild), benötigen ein Versicherungskennzeichen und für den Fahrer besteht Helmpflicht. Auf Autostraßen oder gar Autobahnen hat das Fahrzeug natürlich auch nichts verloren.

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Pedelecs hingegen gelten als Fahrräder, mit allen Rechten und Pflichten. Der Grund: Die elektrische Unterstützung gibt nur bis 25 km/h zusätzliche Leistung auf die Kurbel, das Vorder- oder das Hinterrad. Damit ist die Benutzung von Radwegen gestattet, respektive sogar verpflichtend, falls ein entsprechendes Verkehrsschild den Weg als solchen ausweist und er zumutbar benutzbar ist. Helmpflicht besteht keine, ein Fahrradhelm ist aber angesichts der höheren Geschwindigkeiten unbedingt zu empfehlen. In diesem Artikel meinen wir stets Pedelec, wenn wir von E-Bike sprechen. Denn letzterer Begriff wird immer mehr als Synonym zu allen Elektroradln benutzt. In unserer Übersicht gehen wir aber nur auf Fahrräder ein, die zusätzlichen Schub nur bis 25 km/h bekommen.

E-Bike: Zusatzschub von Elektromotoren

Wie erwähnt, macht sich der zusätzliche Schub vor allem bei geringeren Geschwindigkeiten bemerkbar. Sobald man in die Pedale tritt (und auch nur dann), verleiht der Elektromotor zusätzliche Leistung. Diese setzt bei besseren Modellen nicht sofort ein, sondern relativ sanft. Aber schon nach nur einer Umdrehung der Kurbel spürt man meist den zusätzlichen Schub, an der Ampel kommt man so recht zügig weg, selbst wenn man aus einem höheren Gang heraus anbremsen musste.

An ein anderes Schaltverhalten wird man sich aber gewöhnen müssen, vor allem, wenn man sonst mit Kettenschaltung und zwei Sätzen Zahnkränzen (etwa drei mal acht oder zwei mal zehn) hantiert und dann auf ein Modell mit Nabenschaltung umsteigt. Bei Testfahrten haben wir bemerkt, dass ein mittlerer Gang für die meisten Zwecke reicht, den eigentlichen Unterschied machen die Modi der Elektrounterstützung aus. Hier hat man in der Regel die Wahl zwischen drei bis fünf Einstellungen, die entweder sanfte Unterstützung geben und damit zu kaum mehr als Anfahrtshilfe taugen oder die auch in heftigen Steigungen kräftig zupacken. Den Berg hoch muss dann zwar weiter strampeln, man fällt aber kaum noch unter die 25 km/h zurück, auch wenn die Steigung sich der 10-Prozent-Marke nähert. Prinzipiell sind aber Pedelecs sowohl mit Naben- als auch mit Kettenschaltung zu bekommen. Bei ersterer muss man vor allem beim Runterschalten am Berg darauf achten, kurz das Treten einzustellen und für einen Moment den Motor auslaufen zu lassen, denn Nabenschaltungen darf man nicht unter Last schalten, sie könnten verklemmen. Bei Kettenschaltungen gilt zu beachten, dass der ansonsten zu bevorzugenden Mittelmotor einen größeren Verschleiß der Kette zur Folge hat. Diese muss man dann öfter wechseln - aber ohnehin sollte das Radl mindestens einmal im Jahr zur Inspektion und Wartung in die Werkstatt, macht man mit dem Auto ja auch.

Entspannte Fahrradtouren auch über Land
Vergrößern Entspannte Fahrradtouren auch über Land
© Fotolia.de, JiSign

Für den elektrischen Zusatzantrieb bestehen drei Möglichkeiten: Nabenmotoren in Vorder- oder Hinterrad sowie der Mittelmotor, der direkt an der Kurbel ansetzt. Dieser ist meist bei hochwertigeren und damit teureren Rädern verbaut, bringt aber vor allem wegen des tieferen Schwerpunkts Vorteile beim Fahren.

Je mehr zusätzlichen Schub man aber aus dem Elektromotor bekommt, umso mehr saugt dieser den Akku leer - logisch. So können Hersteller Reichweiten nur ungefähr angeben. Für die eine Fahrweise und Stadtstrecke sind etwa 120 Kilometer realistisch, fährt man aber eine Freizeittour in das bergige Hinterland, kann die Reichweite auch schnell auf die Hälfte abfallen.

Es ist also vorausschauendes Akku-Management gefragt. Natürlich gewähren die meisten Ausflugslokale ermatteten Pedelec-Fahrern und ihren leeren Akkus während der Rast den Zugang zu einer Steckdose, so teuer ist der Strom nicht. Doch heißt das, das oft recht schwere Ladegerät auch noch mit auf die Tour zu nehmen. Oder einen Ersatzakku, der ist aber nicht leichter und kostet extra, gerne einige hundert Euro.

Der Akku am Fahrrad sollte auf jeden Fall entnehmbar sein – man will sein Radl ja nicht immer neben einer Steckdose parken müssen – und auch absperrbar. Während des Bürotages kann man sich dann sicher sein, am Abend auch wieder mit einer noch halbwegs vollen Batterie nach Hause fahren zu können. Dort lädt man besser über Nacht auf, sieben Stunden sollte man bei einem großen Akku für eine volle Ladung kalkulieren.

E-Bike: Das fällt ins Gewicht

Anders als bei Elektrorollern ist ein leerer Akku aber keine Katastrophe, das Fahrrad fährt auch weiterhin. Nur eben ohne Zusatzschub und da Pedelecs bauartbedingt relativ schwer sind (ohne Akku meist um die 25 Kilogramm), hat man dann kräftig zu strampeln. Vor allem bei Gegenwind und bergauf.

Beim Gewicht des E-Bikes gibt es noch zwei weitere Dinge zu beachten. Fahrradtransportvorrichtungen an Autos sind unter Umständen pro Fahrrad nur auf 25 Kilogramm Ladung ausgelegt oder nehmen sogar noch weniger Huckepack. Im schlechtesten Fall wird also ein neuer Ständer fällig, steigt man auf das Elektrofahrrad um. Entscheidend ist auch das vom Hersteller angegebene maximale Gesamtgewicht. Prüfen Sie genau, ob Sie inklusive Akku, Aktentasche und Laptop dieses nicht überschreiten. Dann sollten Sie zur Not zu einem stabileren und damit womöglich teureren Modell greifen. Diese Zusatzausgaben lohnen sich aber.

E-Bikes: Das taugen sie

Im Zweifelsfall sollte es also das robustere Modell sein. Wobei das Angebot in den letzten Jahren an Qualität hinzu gewonnen hat. Noch vor wenigen Jahren waren manche Tester entsetzt über nicht ausreichend stabile Rahmen, die den höheren Geschwindigkeiten nicht stand hielten. Die Hersteller haben aber dazu gelernt: Es genügt eben nicht, ein einfaches Stadtfahrrad mit einem Elektromotor und einem Akku auszustatten, es gehört mehr dazu. Käufer sollten sich aber auch kritisch hinterfragen, ob sie den höheren Geschwindigkeiten (noch) gewachsen sind. Scheibenbremsen sind zwar von großem Vorteil und bei den sportlicheren Modellen üblich, reagieren aber auch deutlich stärker als herkömmliche V-Brakes, das Risiko eines unfreiwilligen Abflugs über den Lenker steigt. Den Einstieg in die Elektromobilität sollte man daher nicht zu spät wagen, aber wenn man das Vergnügen am Fahrrad verlängern will, ist ein Pedelec in der Tat eine sinnvolle Anschaffung auch für Senioren.

Doch vor allem helfen E-Bikes dabei, bequem, schnell und sicher an den Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu kommen, ohne dort völlig verschwitzt oder verspätet einzutreffen. Wer sich beim Radeln bisher eher auf die Sommermonate konzentrierte, wird feststellen, dass mit elektrischer Unterstützung auch Herbst und Winter gute Jahreszeiten sind, sofern die Bereifung stimmt.

Empfehlung: Lesen Sie auch unseren Artikel zu den Top-5 Gadgets für das Fahrrad: Rad-Computer, smartes Fahrradschloss, Handy-Halterung und mehr.

Bezugsquellen: www.ebike.de ; Stiftung Warentest 2018; www.testberichte.de

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