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E-Bikes in der Übersicht: Die besten Elektrofahrräder

12.07.2018 | 16:30 Uhr |

E-Bikes und Pedelcs bestimmen immer mehr das Stadtbild. Was sie bringen, wer sie braucht und welche Modelle die Besten für die Stadt sind.

Boomende Großstädte sind dem Andrang der Zuzügler aus dem ländlichen Raum kaum noch gewachsen, vor allem die Verkehrsinfrastrukturen können mit gestiegenen Anforderungen nicht mithalten. Die Folge: Stau auf den Straßen, überfüllte Busse und Bahnen, Parkplatznot. Neue Verkehrskonzepte sind überfällig, Ideen dafür gibt es zuhauf. Ein wichtiger Aspekt dabei: Das Fahrrad. Es fehlt aber nicht nur an sicheren Wegen (und auch hier: Stellplätzen), sondern auch an Bequemlichkeit – wer will schon verschwitzt oder vom Regen völlig durchnässt am Arbeits- oder Ausbildungsplatz erscheinen?

Ein wesentlicher Vorteil des Elektrofahrrads: Entspannter ankommen.
Vergrößern Ein wesentlicher Vorteil des Elektrofahrrads: Entspannter ankommen.
© Fotolia.de, robo3000

Zumindest beim ersten Problem helfen Pedelecs und E-Bikes weiter: Mit Unterstützung eines Elektromotors strampelt es sich weit entspannter, vor allem kurze Steigungen und das Anfahren an der Ampel werden vom Stress zum Vergnügen. Gegenwind gibt es praktisch keinen mehr.

Pedelec, S-Pedelec und E-Bike: Der Unterschied

Waren Elektrofahrräder bis vor wenigen Jahren noch Exoten und meist recht teuer, gibt es immer mehr Hersteller, die auf den Zusatzantrieb setzen. Dadurch wird nicht nur das Angebot an verschiedenen Fahrradtypen immer breiter, es sinken auch die Preise. So wird der Einstieg in die Elektromobilität immer bezahlbarer. Leasingangebote, wie sie etwa das Unternehmen Jobrad vermittelt, tragen auch dazu bei, Hemmschwellen zu senken. Denn wenn man mit Hilfe seines Arbeitgebers und über eine Gehaltsumwandlung das Fahrrad finanziert, kann es auch gern eine Nummer größer sein, denn die Ersparnis ist aufgrund gesunkener Steuerlast wesentlich.

Eine wesentliche Unterscheidungslinie zwischen den Fahrradtypen verläuft entlang der Klassen "Pedelec", "S-Pedelec" und "E-Bike". Letzteres wird zwar oft für alle Fahrräder mit Elektromotor verwendet, das ist aber nicht korrekt. Denn ein E-Bike fährt von alleine und unterstützt nicht die Trittbewegung - es ist also technisch ähnlich einem Elektroroller und wird verkehrsrechtlich auch so angesehen.

Ein S-Pedelec ist ebenso versicherungspflichtig und gemäß Gesetzgeber ein Fahrrad, dessen Hilfsmotor bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h die Trittbewegung unterstützt. Die Konsequenz: E-Bikes und S-Pedelecs dürfen nicht mehr auf den Radweg (auch nicht auf solche mit "Mofas frei"-Schild), benötigen ein Versicherungskennzeichen und für den Fahrer besteht Helmpflicht. Auf Autostraßen oder gar Autobahnen hat das Fahrzeug natürlich auch nichts verloren.

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Pedelecs hingegen gelten als Fahrräder, mit allen Rechten und Pflichten. Der Grund: Die elektrische Unterstützung gibt nur bis 25 km/h zusätzliche Leistung auf die Kurbel, das Vorder- oder das Hinterrad. Damit ist die Benutzung von Radwegen gestattet, respektive sogar verpflichtend, falls ein entsprechendes Verkehrsschild den Weg als solchen ausweist und er zumutbar benutzbar ist. Helmpflicht besteht keine, ein Fahrradhelm ist aber angesichts der höheren Geschwindigkeiten unbedingt zu empfehlen. Im Folgenden meinen wir stets Pedelec, wenn wir von E-Bike sprechen. Denn letzterer Begriff wird immer mehr als Synonym zu allen Elektroradln benutzt. In unserer Übersicht gehen wir aber nur auf Fahrräder ein, die zusätzlichen Schub nur bis 25 km/h bekommen.

E-Bike: Zusatzschub von Elektromotoren

Wie erwähnt, macht sich der zusätzliche Schub vor allem bei geringeren Geschwindigkeiten bemerkbar. Sobald man in die Pedale tritt (und auch nur dann), verleiht der Elektromotor zusätzliche Leistung. Diese setzt bei besseren Modellen nicht sofort ein, sondern relativ sanft. Aber schon nach nur einer Umdrehung der Kurbel spürt man meist den zusätzlichen Schub, an der Ampel kommt man so recht zügig weg, selbst wenn man aus einem höheren Gang heraus anbremsen musste.

An ein anderes Schaltverhalten wird man sich aber gewöhnen müssen, vor allem, wenn man sonst mit Kettenschaltung und zwei Sätzen Zahnkränzen (etwa drei mal acht oder zwei mal zehn) hantiert und dann auf ein Modell mit Nabenschaltung umsteigt. Bei Testfahrten haben wir bemerkt, dass ein mittlerer Gang für die meisten Zwecke reicht, den eigentlichen Unterschied machen die Modi der Elektrounterstützung aus. Hier hat man in der Regel die Wahl zwischen drei bis fünf Einstellungen, die entweder sanfte Unterstützung geben und damit zu kaum mehr als Anfahrtshilfe taugen oder die auch in heftigen Steigungen kräftig zupacken. Den Berg hoch muss dann zwar weiter strampeln, man fällt aber kaum noch unter die 25 km/h zurück, auch wenn die Steigung sich der 10-Prozent-Marke nähert. Prinzipiell sind aber Pedelecs sowohl mit Naben- als auch mit Kettenschaltung zu bekommen. Bei ersterer muss man vor allem beim Runterschalten am Berg darauf achten, kurz das Treten einzustellen und für einen Moment den Motor auslaufen zu lassen, denn Nabenschaltungen darf man nicht unter Last schalten, sie könnten verklemmen. Bei Kettenschaltungen gilt zu beachten, dass der ansonsten zu bevorzugenden Mittelmotor einen größeren Verschleiß der Kette zur Folge hat. Diese muss man dann öfter wechseln - aber ohnehin sollte das Radl mindestens einmal im Jahr zur Inspektion und Wartung in die Werkstatt, macht man mit dem Auto ja auch.

Entspannte Fahrradtouren auch über Land
Vergrößern Entspannte Fahrradtouren auch über Land
© Fotolia.de, JiSign

Für den elektrischen Zusatzantrieb bestehen drei Möglichkeiten: Nabenmotoren in Vorder- oder Hinterrad sowie der Mittelmotor, der direkt an der Kurbel ansetzt. Dieser ist meist bei hochwertigeren und damit teureren Rädern verbaut, bringt aber vor allem wegen des tieferen Schwerpunkts Vorteile beim Fahren.

Je mehr zusätzlichen Schub man aber aus dem Elektromotor bekommt, umso mehr saugt dieser den Akku leer - logisch. So können Hersteller Reichweiten nur ungefähr angeben. Für die eine Fahrweise und Stadtstrecke sind etwa 120 Kilometer realistisch, fährt man aber eine Freizeittour in das bergige Hinterland, kann die Reichweite auch schnell auf die Hälfte abfallen.

Es ist also vorausschauendes Akku-Management gefragt. Natürlich gewähren die meisten Ausflugslokale ermatteten Pedelec-Fahrern und ihren leeren Akkus während der Rast den Zugang zu einer Steckdose, so teuer ist der Strom nicht. Doch heißt das, das oft recht schwere Ladegerät auch noch mit auf die Tour zu nehmen. Oder einen Ersatzakku, der ist aber nicht leichter und kostet extra, gerne einige hundert Euro.

Der Akku am Fahrrad sollte auf jeden Fall entnehmbar sein – man will sein Radl ja nicht immer neben einer Steckdose parken müssen – und auch absperrbar. Während des Bürotages kann man sich dann sicher sein, am Abend auch wieder mit einer noch halbwegs vollen Batterie nach Hause fahren zu können. Dort lädt man besser über Nacht auf, sieben Stunden sollte man bei einem großen Akku für eine volle Ladung kalkulieren.

E-Bike: Das fällt ins Gewicht

Anders als bei Elektrorollern ist ein leerer Akku aber keine Katastrophe, das Fahrrad fährt auch weiterhin. Nur eben ohne Zusatzschub und da Pedelecs bauartbedingt relativ schwer sind (ohne Akku meist um die 25 Kilogramm), hat man dann kräftig zu strampeln. Vor allem bei Gegenwind und bergauf.

Beim Gewicht des E-Bikes gibt es noch zwei weitere Dinge zu beachten. Fahrradtransportvorrichtungen an Autos sind unter Umständen pro Fahrrad nur auf 25 Kilogramm Ladung ausgelegt oder nehmen sogar noch weniger Huckepack. Im schlechtesten Fall wird also ein neuer Ständer fällig, steigt man auf das Elektrofahrrad um. Entscheidend ist auch das vom Hersteller angegebene maximale Gesamtgewicht. Prüfen Sie genau, ob Sie inklusive Akku, Aktentasche und Laptop dieses nicht überschreiten. Dann sollten Sie zur Not zu einem stabileren und damit womöglich teureren Modell greifen. Diese Zusatzausgaben lohnen sich aber.

E-Bikes: Das taugen sie

Im Zweifelsfall sollte es also das robustere Modell sein. Wobei das Angebot in den letzten Jahren an Qualität hinzu gewonnen hat. Noch vor wenigen Jahren waren manche Tester entsetzt über nicht ausreichend stabile Rahmen, die den höheren Geschwindigkeiten nicht stand hielten. Die Hersteller haben aber dazu gelernt: Es genügt eben nicht, ein einfaches Stadtfahrrad mit einem Elektromotor und einem Akku auszustatten, es gehört mehr dazu. Käufer sollten sich aber auch kritisch hinterfragen, ob sie den höheren Geschwindigkeiten (noch) gewachsen sind. Scheibenbremsen sind zwar von großem Vorteil und bei den sportlicheren Modellen üblich, reagieren aber auch deutlich stärker als herkömmliche V-Brakes, das Risiko eines unfreiwilligen Abflugs über den Lenker steigt. Den Einstieg in die Elektromobilität sollte man daher nicht zu spät wagen, aber wenn man das Vergnügen am Fahrrad verlängern will, ist ein Pedelec in der Tat eine sinnvolle Anschaffung auch für Senioren.

Doch vor allem helfen E-Bikes dabei, bequem, schnell und sicher an den Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu kommen, ohne dort völlig verschwitzt oder verspätet einzutreffen. Wer sich beim Radeln bisher eher auf die Sommermonate konzentrierte, wird feststellen, dass mit elektrischer Unterstützung auch Herbst und Winter gute Jahreszeiten sind, sofern die Bereifung stimmt.

E-Bikes für jeden Zweck

Elektroradl gibt es mittlerweile in jedem Segment. Als Rennräder (es gibt ja immer wieder Gerüchte, selbst bei der Tour de France kämen geheime Motoren zum Einsatz, natürlich verbotener Weise …), Mountainbikes, Lastfahrräder und vieles mehr. In unserer Marktübersicht konzentrieren wir uns aber auf Modelle aus dem City- und Trekkingbereich, also auf Fahrräder, die vor allem für Fahrten in der Stadt und für stadtnahe Freizeittouren taugen. Und eben auf solche, die sich ohne Versicherungspflicht auf dem Radwege bewegen lassen.

E-Bikes: Empfehlenswerte Modelle

Fischer ECU 1401-R1 Citybike

Fischer 1401
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© Fischer

Ein schlichtes Modell für den Einstieg und eher geringe Jahreskilometerleistung. Das 28-Zoll-Rad kommt mit niedrigem Einstieg, darf also als Damenrad gelten. Die 7-Gang-Nabenschaltung von Shimano (Nexus) wird durch einen in der Vorderradnabe eingebauten 250-Watt-Motor unterstützt, die Kapazität des auf dem Gepäckträger montierten Akkus gibt der Hersteller mit 522 Wh an. Das soll für bis zu 140 Kilometer reichen, nach siebeneinhalb Stunden ist die Batterie wieder voll geladen. Das Gewicht mit Akku beträgt rund 30 Kilogramm, das zulässige Gesamtgewicht 140 Kilogramm – das Rad ist also als Lastenrad durchaus geeignet, dank elektrischer Schiebehilfe unter Umständen sogar für einen größeren Einkauf. Allzu sportlich sollte man das Fischer ECU 1401-R1 aber nicht fahren, statt Scheibenbremsen sind V-Brakes verbaut.

Fischer ECU 1401-R1 bei Mediamarkt kaufen (1.299 Euro)

Prophete E-Bike 28" Navigator Flair

Navigator Flair
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© Prophete

Hilfe, das hat ja gefärbte Reifen! Ganz im Gegenteil – was wir bei Fahrrad, Motorrad und Auto als gegeben betrachten, ist in Wirklichkeit gefärbt: Ruß macht den Reifen erst schwarz. Das Naturprodukt Kautschuk sieht vulkanisiert dann doch etwas anders aus. Die Reifen sind aber nur ein Detail des Prophet E-Bike, das ebenso wie das obige von Fischer mit einem tiefen Einstieg, einem Vorderradmotor und dem Akku auf dem Gepäckträger kommt. Das Einsatzgebiet lässt sich also äquivalent definieren: Eher zum entspannten Fahren ins Büro oder in den Biergarten, als Einkaufshilfe, aber nicht für größere Touren ins Umland. Der Preis ist für den Einstieg in das Elektrovelozeitalter aber auf alle Fälle ein Argument.

Prophete E-Bike 28'' Navigator Flair bei Amazon kaufen (ab 1.269 Euro)

Fischer 1801-R1 Trekkingbike

Fischer 1801
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© Fischer

Derzeit zu einem fast unschlagbaren Preis von 999 Euro (statt 1.299 Euro) bei Mediamarkt zu haben: Das auch für die Stadt bestens geeignete Trekkingrad 1801-R1 von Fischer. Die technischen Daten laut Hersteller: 28-Zoll-Reifen, Hinterradantrieb mit 250 Watt Leistung, Shimano V-Brakes und 3x8-Gang-Schaltung, Akkukapazität 396 Wh, Rahmenhöhe 50 cm, Reichweite bis zu 100 Kilometer - je nach Strecke und Fahrweise.

Das Eigengewicht gibt Fischer mit 25 kg an (inklusive Akku), das zulässige Gesamtgewicht beträgt 135 kg. Das Fahrrad ist also eher für leicht gewichtige Einsteiger geeignet, die auch nicht zu viel Gepäck auf die Trekkingtour nehmen. Für den Einstieg in die elektrische Velomobilität und den ersten Umstieg aus der Blechkiste sollte das Fischer 1801 aber gut taugen, vor allem zu dem Preis.

Fischer 1801-R1 bei Mediamarkt kaufen (999 Euro)

KTM Macina Fun 9 SI-P5I

KTM Macina Fun
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© KTM

So akribisch und umfassend wie die von der Stiftung Warentest engagierten Institute können wir natürlich noch nicht testen, wir können aber auf die Ergebnisse der Kollegen vertrauen. Und im jüngsten Vergleichstest von Trekking-Pedelecs hat das KTM Macina Fun 9 SI-P5I mit einer Gesamtnote von 1,7 nun einmal am Besten abgeschnitten. Den Testern gefielen vor allem die Fahreigenschaften, bei der Reichweite landete das Modell nur im Mittelfeld. Positiv: Das KTM ist ab Werk für den Stadtverkehr ausgerüstet - etwa mit Gepäckträger. Kleiner Abstrich: Nimmt man zu den 25 Kilogramm Radgewicht (inklusive Akku) auch noch 25 Kilogramm Gepäck mit, darf man selbst nicht mehr als 74 Kilogramm wiegen, um nicht das Gesamtgewicht zu übertreffen. Ansonsten eine gute Wahl.

KTM Macina Fun 9 SI-P5I bei Rad Online kaufen (2.799 Euro)

Von KTM haben wir noch einige ähnliche Modelle gefunden, die diese Qualitäten mitbringen. Diese wollen wir Ihnen nicht vorenthalten:

Das KTM Macina Sport 10 CX5, derzeit für 2.579 Euro bei Amazon zu kaufen

das  KTM Macina Cross 11 CX5, ebenso zu einem Preis von 2.579 Euro bei Amazon

und das KTM Macina Cross 9 CX4, das nur 2.059 Euro bei Amazon kostet

Kreidler Vitality Eco 6 Edition

Kreidler
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© Kreidler

Ein dritter Platz ist in einem Test der Stiftung Warentest keine Schande – vor allem dann, wenn das Testfeld aus zwölf Modellen bestand und die Gesamtnote mit 1,9 immer noch gut ist und damit nur um eine Fünftelnote unter der des Testsiegers. Kritisiert haben die Tester allenfalls den Preis und den ungewohnt schmalen Lenker. Aber gerade der könnte ein großer Vorteil sein, da die Konstrukteure von Fahrradständern gerne außer Acht lassen, dass ein Radl weit breiter ist als sein Rahmen und die Lenker mehrerer Bikes noch nebeneinander Platz haben sollten. Dafür denkt der Hersteller beim zulässigen Gesamtgewicht von 140 Kilogramm auch an kräftigere Fahrer, hat dies aber offenbar bei der Sattelstütze nicht ausreichend berücksichtigt. Dennoch: Empfehlung für Radler, die etwas mehr auf die Waage bringen.

Kreidler Vitality Eco 6 Edition bei eBay kaufen (2.399 Euro)

Flyer T5 Deluxe

Flyer T5 Deluxe
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© Flyer

Die Stiftung Warentest hatte nach 2013 ihrem ersten Vergleichstest von Elektrofahrrädern gewarnt, dass viele Modelle mangelhaft seien. Die Gründe: Brechende Lenker, nicht entstörte Elektrik und schwache Bremsen. Das hatte den Testern viel Kritik von der Industrie eingebracht, die zu hohe Maßstäbe angesetzt sah. Doch schon beim ersten Test danach im Jahre 2014 wurde klar: Nicht die Tester waren zu streng, sondern die Räder zu schwach - denn im Jahr 2014 sah es schon ganz anders aus, vorwiegend bei den kritisierten Punkten. So waren auch gleich drei von neuen Rädern als gut bewertet, den Testsieg davongetragen hat mit einer Note von 2.0 das Flyer T5 Deluxe, das der Hersteller seither auch weiter verbessert hat. Das Pedelec wird von einem Mittelmotor angetrieben und arbeitet mit einer Nabenschaltung, eine Rücktrittbremse unterstützt. Ansonsten sind V-Brakes vorne wie hinten verbaut.

Flyer T5 Deluxe bei eBay kaufen (ab 2.699 Euro)

Pegasus Premio E8 F

Pegasus Premio E8 F
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© Pegasus

Im gleichen Test von Fahrrädern mit Wave-Rahmen (vulgo: Damenrad) landete das Pegasus Premio E8 F nur knapp geschlagen mit einer Note von 2,2 auf dem zweiten Platz. Anders als das Flyer T5 Deluxe hat es einen Leerlauf und damit keine Rücktrittbremse, was kein Nachteil sein muss. Auch heute ist das Rad noch im Handel erhältlich, zu einem deutlich niedrigeren Preis.

Pegasus Premio E8 F bei Fahrrad-Sale.de kaufen (2.290 Euro)

Das brandneue Modell Premio Evo 10 mit 10 Gang Kettenschaltung gibt es derzeit im Angebot (2.999 Euro)

Diamant Elan+

Diamant Elan+
Vergrößern Diamant Elan+
© Diamant

Aus eigener Erfahrung können wir das Diamant Elan uneingeschränkt empfehlen. Seit etwa einem Jahr dient es uns als Hauptverkehrsmittel zwischen Wohnung und Arbeitsplatz, einfache Strecke 20 Kilometer. Es ist leicht und elegant, die Reifen sind zwar recht dünn, weswegen wir bevorzugt auf der Straße fahren und uns auf so manchem Radweg leider etwas zurücknehmen müssen. Kleiner Haken an der Sache: Die Stiftung Warentest war mit der elektrifizierten Version weniger zufrieden, die Note 4,0 (ausreichend) verdient sich das Bike aufgrund eines Schadens an der Gepäckträgerbefestigung, die im Dauertest aufgetreten ist. Auch der Motor sei etwas zu laut gewesen. Derartige Qualitätsmängel hätten wir von der Manufaktur aus Chemnitz nicht erwartet, die wirklich hervorragende Räder für Stadt und Land baut. Vielleicht ist es aber nicht der korrekte Ansatz, auf ein bewährtes Modell einfach einen Elektromotor aufzusetzen, E-Bikes und Pedelecs sind nun einmal etwas anders als andere Räder. Am Elan+ erkennen wir aber, was die Elektrifizierung in etwa kostet: Gegenüber dem "analogen" Modell ist das Pedelec etwa 1000 Euro teurer. Das Fahrrad gibt es auch in anderen Rahmenformen neben dem abgebildeten Modell für Herren auch als Trapez und Wave (Tiefeinsteiger).

Diamant Elan+ für Damen bei Amazon kaufen (2.849 Euro)

Diamant Elan+ bei Elektrofahrrad24 kaufen (2.799 Euro)

Trek Dual Sport+

Trek Dual Sport+
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© Trek

Die auf eher sportliche Räder spezialisierte Marke Trek (die Trek Bicycle Corporation ist seit 2003 übrigens der Mutterkonzern der Diamant Fahrradwerke) setzt seit geraumer Zeit auch auf Pedelecs. Trek-Räder sind hochwertig, aber auch eher am oberen Ende des Preissegments zu finden. Dennoch bekommt man auch für unter 3000 Euro vom Hersteller hervorragende Pedelecs, wie etwas das Dual Sport+. Dieses ist im Prinzip ein Crossrad, also eines, das in der Stadt nicht übertrieben wuchtig daher kommt und sich daher immer ein wenig fehl am Platz fühlt wie ein Mountainbike, mit dem sich aber auch dank der breiteren Reifen auch abseits asphaltierter Straßen Touren unternehmen lassen. Was bei den Typen Crossbike und vor allem Mountainbike zu beachten ist: Planen Sie zusätzliche Investitionen für Zubehör wie Gepäckträger oder Ständer, sofern Sie wert darauf legen. Das Dual Sport+ ist mit einem Mittelmotor ausgestattet, der direkt an der Kurbel angreift.

Trek Dual Sport+ bei E-Bike only kaufen: 2.599 Euro

Haibike SDURO FullNine 5.0

Haibike: Mit 29 Zoll unterwegs
Vergrößern Haibike: Mit 29 Zoll unterwegs
© Haibike

Über Jahrzehnte schien klar: 28 Zoll ist die Reifengröße für erwachsene Männer, Frauen können je nach Körpergröße durchaus auch auf ein 26er steigen, kleinere Größen sind für Heranwachsende und drüber gibt es nichts. Falsch gedacht. Gerade bei Mountain- und Trekkingbikes ist seit einigen Jahren der 29-Zöller eine Option – und das nicht nur für groß gewachsene Männer. Denn schlussendlich kommt es auf die Rahmenhöhe an, ob der kleine Mann auf der Straße sein Rad besteigen kann oder auch die nicht allzu große Frau. Die größeren Reifen machen sich aber im Gelände ganz hervorragend, schlucken sie doch Unebenheiten deutlich besser weg als kleinere und dünnere Pneus. Das zahlt sich auch in der Stadt aus, denn meist sind die Radwege in einem weit schlechteren Zustand als die Autos vorbehaltenen Straßen.

Haibike hat das SDURO FullNine in der oberen Mittelklasse platziert, der Antrieb (Mittelmotor) stammt von Yamaha. Die Reifengröße ist wie gesagt bei allen Modellen gleich 29 Zoll, die Höhe des Rahmens geht von 40 cm über 44 cm und 48 cm zu 52 cm. Das ist dann die Maschine für lange Kerls.

Haibike SDURO FullNine 5.0 bei Amazon kaufen (ab 2.599 Euro)

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