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E-Message verklagt Apple wegen iMessage – angeblich Verwechslungsgefahr

22.10.2018 | 10:10 Uhr | Thomas Hartmann

Der Berliner Pager-Mobilfunkbetreiber E-Message klagt darüber, dass seine Kunden dessen Dienst öfter mit Apples iMessage verwechseln. Dem will man auf gerichtlichem Weg ein Ende bereiten.

Der Chef des Pager-Mobilfunkbetreibers E-Message Dietmar Gollnick will nach einer Meldung von t3n Apple verklagen, weil die Namensgebungen der beiden Dienste E-Message und iMessage zu ähnlich seien und vergleichbare Zielgruppen im Blick hätten. So verfügt E-Message laut dem Bericht über ein eigenes Funknetz mit 800 Sendestationen und verschickt darüber Alarme per Smartphone an beispielsweise Feuerwehrleute oder Ärzte, um diese über aktuelle Notfälle zu benachrichtigen. Aber auch Schulen oder Energieversorger sollen diesen Dienst nutzen. Und es ist nicht von der Hand zu weisen, dass diese Zielgruppen nebenher auch Apples iMessage auf dem iPhone im Einsatz haben könnten.

Nun gibt es ”E-Message” bereits seit 2000, Apple dagegen hat seine Marke ”iMessage” für den eigenen Instant-Messenger-Dienst erst 2011 eingeführt. Insofern lägen die älteren Rechte beim deutschen Mobilfunknetzbetreiber. t3n schätzt die Chancen für E-Message auch als gut ein, vor dem Braunschweiger Landgericht Recht zu bekommen, wo Gollnick die Anklage eingereicht hat. Die Verwechslungen würden seine Kunden verrückt machen, so Gollnick in einem Spiegel-Bericht (Spiegel Plus, der komplette Artikel ist zahlungspflichtig). Die Hotline von E-Message würde immer wieder von iMessage-Nutzern kontaktiert.

Gollnick will dem Bericht zufolge erreichen, dass Apple den Namen ”iMessage” nicht mehr für professionelle Anwendungen benutzen darf. Laut Spiegel habe das Landgericht Braunschweig dem Unternehmer bereits signalisiert, dass er Recht bekommen könnte, das Urteil wird im November erwartet. Gegenüber dem Spiegel wollte sich Apple wie zu erwarten nicht zum laufenden Verfahren äußern.

Soweit der Überblick zu diesen Meldungen. Ein kleiner Hinweis sei jedoch erlaubt, immerhin spricht man ”E-Message” korrekt ”i-messidsch“ aus, und ”iMessage” entsprechend mit einem ”ai” am Anfang, wie andere berühmte Apple-Produkte auch, und das im Fall wie dem iMac bereits seit 1999. Darf man so viel Englischkenntnisse von Ärzten und Feuerwehrleuten noch erwarten, dass sie das doch unterscheiden können? Man darf auf die Urteile und Begründungen des Gerichts gespannt sein und wohl davon ausgehen, dass eine Berufung durch Apple gegebenenfalls folgen dürfte.

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