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Ebay trennt sich von Paypal, neuer Bezahldienst billiger

01.02.2018 | 14:40 Uhr |

Ebay schließt dazu eine Vereinbarung mit Adyen, Startup aus Holland, Kosten für Ebay-Verkäufer sollen sinken.

Der Zahlungsdienstleister Paypal war 15 Jahre enger Ebay-Partner, zwei Jahre nach dem Börsengang will sich Ebay nun von dem ehemaligen Tochterfirma trennen . Kunden können zwar weiter mit Paypal bezahlen, in Zukunft will Ebay seine Zahlungen aber über den niederländischen Konkurrenten Adyen abwickeln. An der Börse hat dies bereits zu einem kleinen Kursrutsch bei der Paypal-Aktie geführt, für den weniger bekannten Konkurrenten bedeutet der neue Kunde den Durchbruch.

Laut Ebay gibt es dafür mehrere Gründe: Ebay will damit unter anderem die Zahlungsvorgänge für Käufer und Verkäufer vereinfachen. So soll es möglich sein Zahlungen komplett über die Ebay-Seite abzuwickeln – ohne etwa zur Paypal-Seite zu wechseln. Ein Grund sei auch, sich mit der Hilfe von Adyen besser um die lokalen Bedürfnisse der über 190 Marktplätze kümmern zu können. Der neue Anbieter Adyen unterstützt 150 Währungen und über 200 Bezahlmethoden.

Das Startup Adyen ist wenig bekannt.
Vergrößern Das Startup Adyen ist wenig bekannt.
© Adyen

Die Käufer sollen dabei von dem besser in Ebay integrierten Bezahlvorgang und einer größeren Auswahl an Bezahloptionen profitieren. Den Verkäufern verspricht Ebay niedrigere Kosten, einfachere Preisstrukturen und bessere Zugriffsmöglichkeiten auf ihre Werte. Außerdem will Ebay den Anbietern eine zentrale Verwaltungsmöglichkeit für ihre Geschäfte bereitstellen. Zudem würden Käufer vom breiteren Angebot an Bezahlmöglichkeiten mit höheren Umsätzen profitieren.

Der Umbau wird allerdings Jahre dauern. Er startet Mitte 2018 in den USA, erst 2021 soll bei den meisten Verkäufern der Wechsel zum neuen Anbieter vollzogen sein.

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