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Ein Hoch auf alle Systemadministratoren!

27.07.2018 | 11:52 Uhr | Peter Müller

Heute ist ein SysAdmin-Tag! Wir wünschen unseren eigenen SysAdmis und allen weiteren Kollegen da draußen alles Gute!

Besonders aber all denen, die als Systemadministratoren tagaus, tagein und manchmal auch mitten in der Nacht dafür arbeiten, unsere Computersysteme und IT-Infrastrukturen aufrecht zu erhalten. Das ist weit schwieriger, als wir Nutzer meinen, denn der Satz "Never touch a running a system" ist so verkehrt, wie es nur sein kann. Kein Computer und kein Netz sind völlig ohne Fehler und Lücken und so permanent Gefahren ausgesetzt. Und sei es die Gefahr, dass wegen eines Stromausfalls, eines defekten Bauteils oder eines an der falschen Stelle abgebrochenen Programms die Systeme einfach mal für Stunden oder Tage still stehen.

Einen Systemadministrator bemerkt man in der Regel erst dann, wenn etwas kaputt ist und macht ihn daher entweder für den Fehler selbst oder für dessen zögerliche Behebung verantwortlich. Aber man lobt und preist ihn nicht, wenn alles funktioniert. Weil wir eben glauben, alles liefe von selbst und der SysAdmin könne ohnehin nur pfuschen.

Mit dieser Einstellung sollte Schluss sein, insbesondere heute. Der letzte Freitag im Juli ist der System Adminstator Appreciation Day und wurde als solcher im Jahr 2000 vom SysAdmin Ted Kekatos erfunden. Der Legende nach war es eine Anzeige des Druckerherstellers Hewlett-Packard, der Kekatos darauf brachte, auch den SysAdmin zu feiern: Auf der gedruckten Seite bedankten sich Mitarbeiter einer fiktiven Firma ihrem SysAdmin mit Blumen und Geschenkkörben bei diesem, da er einen HP-Drucker installiert hatte, für den die Anzeige werben sollte.

Unseren Systemadministratoren sind wir jedenfalls sehr dankbar dafür, dass sie uns mit Geräten von Apple ausstatten. iPhone, iPad, Macbook (Pro) und iMac - ohne das geht es bei der Macwelt natürlich nicht. Aber auch aus Eigennutz statten immer mehr IT-Abteilungen Firmenmitarbeiter mit Macs statt PCs aus. Wie der Spezialist für Systemadministration Jamf herausgefunden hat, ist die Wartungsanfälligkeit von Macs deutlich geringer als von PCs – und die Nutzer kommen in der Regel auch schneller von selbst auf die Lösung.

Leider hat Apple zuletzt Produkte veröffentlicht, mir deren Folgen selbst der beste Systemadministrator überfordert ist. Kaum ist das Macbook Pro 2018 heraus, muss man schon wieder ein Update erstellen. Oder die Macbook Pro von 2016 einschicken, damit sie eine neue Tastatur bekommen. Gut gemeint war das Design sicherlich, so flach und leicht wie das Macbook Pro ist kein vergleichbares Gerät. Aber offenbar zu flach für gewisse Anwendungen. Und das Trackpad ist dann auch noch zu groß – auch das war nur gut gemeint, wir erinnern uns, wie oft uns bei Drag-und-Drop der Platz ausgegangen ist. Dafür springt jetzt der Cursor unvermittelt in ganz andere Textbereiche, weil wir mit dem Handballen mal wieder auf das Trackpad gelangt haben. Apple sagt, wir müssen unsere Technik ändern und den Handballen gleich auflegen, dann würde das nicht passieren – schönen Dank auch!

Wobei über das Trackpad als solches überhaupt nichts einzuwenden ist. Heute ist es acht Jahre her, dass Apple mit dem Magic Trackpad ein Eingabegerät auf den Markt gebracht hat, das neue Welten auf dem Mac eröffnet. Touch fähig sind iMac und Co nach wie vor nicht, mit dem Trackpad kann man aber doch einige sinnvolle Funktionen nutzen, die Apple aus der iOS-Welt auf den Mac geholt hat. Schade eigentlich, dass das Magic Trackpad extra kostet, immerhin ist es im Apple Store auch in der für den iMac Pro konzipierten schwarzen Variante zu haben. Fragen wir mal in der IT-Abteilung nach, ob sie uns eines bestellen. Nachdem wir die Blumen und Geschenkkörbe vorbeigebracht haben, natürlich.

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