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Elon Musk kifft: NASA überprüft SpaceX auf Drogen

21.11.2018 | 15:14 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die NASA wird die Arbeitsplatzsicherheit bei SpaceX und Boeing überprüfen. Anscheinend weil Elon Musk kifft.

Der kiffende Elon Musk bereitet nicht nur Tesla, sondern jetzt auch SpaceX Ärger. Denn die US-Weltraumbehörde NASA hat eine Sicherheitsüberprüfung von SpaceX und Boeing angeordnet, wie die Washington Post berichtet. Diese Sicherheitsüberprüfung sei Voraussetzung, damit die beiden Unternehmen ab 2019 Astronauten ins Weltall transportieren dürfen. Die NASA wolle damit die größtmögliche Sicherheit für ihre Astronauten sicherstellen.

Ein Anlass für diese jetzt neu angesetzte Überprüfung scheint Elon Musks legendärer Joint bei einem Podcast zu sein. Denn die NASA begründet gegenüber The Verge die Sicherheits-Uberprüfungen damit, dass sie kontrollieren wolle, ob die Partnerunternehmen die NASA-Voraussetzungen für die Arbeitsplatzsicherheit erfüllen, wozu auch eine Drogen-freie Umgebung gehöre. SpaceX arbeitet beim Transport von Astronauten für die Bundesbehörde NASA und beim Transport von Spionagesatelliten zudem für das US-Militär. Beide Einrichtungen verbieten Drogen.

Tesla-Chef Elon Musk hatte im September 2018 bei einem Podcast Marihuana geraucht. Der Podcast wurde in Kalifornien aufgenommen, dort ist der Genuss von Marihuana erlaubt; in vielen anderen Bundesstaaten sowie auf Bundesebene sind Joints dagegen verboten. Prompt handelte sich Musk massive Kritik mit seinem öffentlichen Drogengenuss ein. Der Verdacht liegt nahe, dass die NASA Musks öffentlichen Drogengenuss zum Anlass für ihre neu angesetzte Sicherheitsüberprüfung nahm. Die NASA nannte allerdings Musk nicht beim Namen.

Die Sicherheitsüberprüfung soll Monate dauern und Hunderte von Gesprächen umfassen. Ob diese Überprüfung zu einer Verschiebung der geplanten bemannten Raketenstarts führen könnte, ist noch unbekannt. SpaceX hat bereits mitgeteilt, dass es davon ausgehe, dass es alle Anforderungen der NASA an die Arbeitsplatzsicherheit erfüllen werde, inklusive der Drogen-Freiheit. Ähnlich äußerte sich auch Boeing.

Beide Unternehmen sollen ab 2019 Astronauten zur ISS bringen und entwickeln dafür die nötigen Raketen und Transportkapseln. Die NASA besitzt selbst derzeit nicht die dafür nötigen Transportmittel. Boeing baut NASAs nächste Rakete für Flüge tief ins All: Das Space Launch System. SpaceX wiederum ist für die Versorgungsflüge zur ISS verantwortlich und soll bald auch Astronauten zur ISS fliegen. Die dafür vorgesehene Transportkapseln, die Crew Dragon, soll im Januar 2019 ihren ersten Testflug unternehmen. Sofern dieser erfolgreich verläuft soll im Juni 2019 ein bemannter Testflug mit der Crew Dragon folgen. Boeing wiederum will im März 2019 einen unbemannten Testflug mit dem CST-100 Starliner unternehmen. Bei dessen erfolgreichen Verlauf soll im August 2019 ein bemannter Testflug folgen.

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