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Enigma in München: Kryptographiesammlung für das Deutsche Museum

10.05.2017 | 08:57 Uhr |

Das Deutsche Museum bekommt spektakuläre Zugänge für seine Kryptographie-Sammlung, unter anderem eine Enigma.

Das Deutsche Museum in München, das größte Technikmuseum der Welt, hat prominente Neuzugänge ankündigen können. Aus dem Nachlass von Dr. h.c. Klaus-Peter Timmann, dessen Unternehmen Verschlüsselungsgeräte herstellte, bekommt das Deutsche Museum eine "einmalige Sammlung" von Kryptografiegeräten. Darunter ist vor allem eine Enigma zu finden, jene Verschlüsselungsmaschine der Wehrmacht, für deren Entschlüsselung der Mathematiker Alan Turing die Grundlagen der modernen Informatik schuf – der Film " The Imitation Game " erzählt die Geschichte, Simon Singhs Sachbuch " Geheime Botschaften. Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet " die weiteren Hintergründe.

Teil der von Timmanns Witwe gestifteten Sammlung ist zudem ein angeblich von Erich Honecker benutztes russisches Krypto-Telefon und ein Buch aus dem Jahr 1564, das Grundlagen der Verschlüsselung erklärt. Derzeit baut das Museum über mehrere Jahre hinweg seinen Stammsitz in München um, die Exponate werden ab 2019 in der Dauerausstellung "Bild – Schrift – Codes" zu sehen sein, berichtet das Stadtportal Muenchen.de . Die Museumsstücke waren laut der Stifterin bei Geheimdiensten, dem auswärtigen Amt, dem Militär und bei Firmen weltweit in Einsatz.

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