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EU will Steuern für Tech-Firmen senken

05.03.2018 | 10:25 Uhr | Peter Müller

Länder wie Frankreich, Deutschland und Italien wollen in der EU eine Steuerreform vorantreiben.

Steuerreform: In einem Interview mit der französischen Zeitung  "Le Journal du Dimanche" verrät der französische Finanzminister Bruno Le Maire, dass die EU neue Wege zur Besteuerung von Tech-Unternehmen gehen will. Diese sollen künftig zwischen zwei und sechs Prozent Steuern zahlen, vermutlich werde der Satz aber nahe am unteren Ende der Spanne liegen. Künftig will aber die EU nicht mehr Gewinne besteuern, die international agierende Unternehmen gerne von Land zu Land verschieben, sondern den Umsatz. Die Neue Direktive werde in den nächsten Wochen veröffentlicht. Entscheidend werde fortan sein, wo das Unternehmen seine Umsätze mache und nicht, wo es seinen EU-Sitz unterhalte.

Nach der Aussage von Le Maire wird die neue Direktive innerhalb weniger Wochen veröffentlicht werden. Die EU-Mitgliedstaaten wie Frankreich, Deutschland und Italien wollen die Steuerreform für die internationalen Tech-Giganten schneller voranbringen. Es gibt jedoch Gegenwind seitens kleinerer Staaten wie Irland. Diese befürchten, die neue Steuerreform könnte der eigenen Wirtschaft schaden. Die neue Besteuerung der Tech-Firmen, wie von Frankreich vorgeschlagen, wird ein Steuerkonstrukt wie zuletzt bei Apple und Irland unmöglich machen.

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