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Experiment: WebKit will JavaScript in Safari begrenzen

04.02.2019 | 11:19 Uhr | Peter Müller

Computer werden immer schneller und Leitungen immer dicker: Webseiten laden aber nicht schneller als vor 20 Jahren. Die Entwickler von WebKit wollen nun einen Riegel gegen zu viele Skripte vorschieben.

Um zu viele und zu nervige Werbeanzeigen und Trackingpixel auf Websites zu reduzieren, überlegen sich die Entwickler der Safari zugrunde liegenden Engine WebKit, die Menge der von einer Website geladenen Javascripts zu begrenzen, berichtet ZDnet . Dies hätte zur Folge, dass sich Publisher genau überlegen müssten, welche Skripte wichtig sind – für Werbung und Analyse – und auf welche man eher verzichten könnte. Die Folge wären dann unter Umständen weniger überladene Seiten, die auch nicht mehr gefühlte Ewigkeiten brauchen, um komplett zu laden – aber auch weniger Einnahmen oder weniger präzise Kenntnisse über den Erfolg von bestimmten Seiten. Entwickler wären aber zumindest zur Optimierung des Codes aufgefordert. Auch das Chrome-Team arbeitet an ähnlichen Konzepten , hier sollen auch Bilder und CSS-Stylesheets limitiert sein.

Die Entwicklung hat erst letzte Woche begonnen , bis das Feature in einer Vorabversion von Safari der breiten Öffentlichkeit zum Testen angeboten werden kann, wird es noch einige Monate dauern. Was die Funktion aber behindern könnte: Es gäbe ein weiteres Popup, das etwa nach Erreichen des Limits auftaucht und darauf hinweist, dass der Browser nicht mehr weiter lädt. Vom Wegklicken der von der DSGVO geforderten Informationen käme man gleich zu einer nächsten potentiell nervenden Einheit.

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