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Experten: "Updates im Jahrestakt überfordern Apple"

14.12.2017 | 10:59 Uhr |

Die zuletzt überraschend häufigen Fehler in Apple-System kommen nicht von ungefähr, meinen Sicherheitsexperten.

Was ist denn da bloß bei Apple los, fragten sich viele in den letzten Wochen und Monaten angesichts der teils recht schweren Fehler in macOS und iOS, die in einer nicht gekannten Häufigkeit auftraten. Dem Thema geht auch das Magazin Wired nach und findet unter anderem die Erklärung des Sicherheitsforschers Pepijn Bruienne von Duo Security. Dieser ist der Ansicht, dass Apples Ansatz, die Entwicklung von macOS, iOS, tvOS und watchOS hinsichtlich gemeinsamer Vermarktung und Updates im Jahresrhythmus in einem großen Team voranzutreiben, diesen Preis zunehmender Fehler gekostet habe. Apples Sicherheitsansatz sei zwar nach wie vor der beste der Industrie, die hohe Geschwindigkeit fordere aber ihren Tribut.

Ähnlicher Ansicht ist Thomas Reed, Direktor bei Malwarebyte Labs. Es sei kein Zufall, dass sich die Fehler mit iOS 11 und High Sierra häuften, es gehe offensichtlich bei Apple etwas vor. Vermutlich hätte es für die Qualitätsüberprüfung entweder zu wenige Leute gegeben oder zu wenig Zeit. Wie im Falle von Snow Leopard werde sich Apple bei den nächsten Veröffentlichungen wieder auf die Behebung von Fehlern und Verbesserungen des zugrunde legenden Codes konzentrieren müssen und weniger auf neue Features. Der iOS-Entwickler Marin Todorov bekennt gegenüber Wired, dass er schon länger nicht mehr die jüngsten Softwareversionen aus Cupertino verwende, sondern länger bei Bewährtem bleibe, bis er aktualisiere. Das könnten sich auch viele Anwender zu Herzen nehmen.

Unsere Meinung : Die synchronen Updates von iOS, macOS und tvOS kommen nicht von ungefähr. Apple setzt seit 2012 verstärkt auf iCloud als eine Art Grundlage für Daten aller Art. Neue iCloud-Funktionen müssen gleichzeitig für alle Apples Plattformen veröffentlicht werden, sonst sind sie nicht nutzbar.

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