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Externe SSD-Festplatten mit Thunderbolt 3 – eine Marktübersicht

25.01.2019 | 08:28 Uhr |

Immer mehr externe Speichermedien mit Thunderbolt-3-Schnittstelle sind im Angebot – und kostet nur einen Bruchteil von Apples internem Speicher.

Greift der Mac-Anwender zu externen Speicherlösungen, ist bisher die USB-Schnittstelle die beliebteste und günstigste Anschlussart. Das könnte sich aber bald ändern: Während Speichermedien mit Thunderbolt-1 und Thunderbolt-2-Verbindung auch auf der Mac-Plattform nie über ein teures Nischendasein hinaus kamen, wird das Angebot an Thunderbolt-3-Medien immer größer und interessanter: Kein Wunder, hat Intel doch 2018 auf Lizenzgebühren für die Nutzung verzichtet und neben Macs sind auch immer mehr Windows-Rechner mit der schnellen Thunderbolt-Schnittstelle ausgestattet . Für Hersteller externer Speichermedien ist der Markt dadurch weit interessanter geworden.

Warum Thunderbolt?

Die Schnittstelle Thunderbolt 3 ermöglicht gegenüber der aktuellen USB-3.1-Schnittstelle (bis zu 600 MB/s) weit höhere Datenraten: Mit modernen NVMe-SSDs sind Transferraten von bis zu 2800 MB/s möglich. Es gibt zwar bereits SSDs mit noch höheren Datenraten, gegenüber handelsüblichen externen SSDs mit USB-C (die aktuell meist nur bis zu 600 MB/s schaffen), wird Thunderbolt aber noch eine Weile die Nase vorn haben. Fast noch wichtiger als hohe Datentransferraten sind vielleicht sogar die hohen I/O-Raten aktueller NVMe-SSDs. Ein Nachteil: Bei länger Nutzung werden passiv gekühlte Geräte schnell heiß und kompatibel sind sie nur mit Thunderbolt: So kann man sie etwa an alten Macs oder dem 12-Zoll-Macbook nicht nutzen.

Unterteilen kann man die Thunderbolt-3-Speichergeräte in mehrere Kategorien: Besonders kleine und kompakte Lösungen, mobile Geräte ohne Lüfter und sehr teure Profi-Lösungen mit Lüfter. Interessant sind für die meisten Anwender aber unsere hier aufgelisteten mobilen Lösungen. Für Mac-Anwender sind sie eine interessante Alternative zu internem Speicher , den sich Apple ja teuer bezahlen lässt. Viele Video-Anwender müssen angesichts immens großer Videodateien sowieso auf externe Speichermedien zurückgreifen.

Patriot

Sehr kompakt und preiswert ist die Lösung Evlvr von Patriot , bekannt für RAM-Bausteine. Die interne SSD ist allerdings nur über zwei so genannte Lanes angeschlossen (PCIe gen 3x2 statt PCIe gen 3x4) was das Tempo auf maximal 1600 MB/s beim Lesen und 1000 MB/s beim Schreiben begrenzt.

Das Modell von Patriot ist sehr leicht.
Vergrößern Das Modell von Patriot ist sehr leicht.
© Patriot
  • Kapazität: 512 oder 1 TB

  • Kabel: abnehmbar

  • Gewicht: 88 Gramm

  • Abmessungen: 1,1/14,52/4,6 cm

Stardom iTank

Große Ähnlichkeit mit der Evlvr aber doch etwas abweichende Abmessungen hat die SSD von Stardom aufzuweisen. Die kompakte Lösung aus Taiwan ist allerdings nicht im deutschen Fachhandel verfügbar. Sie basiert auf einem Phison-Controller und soll laut Hersteller kaum unter Überhitzungsproblemen leiden – laut Messungen des Herstellers auch nach mehreren Stunden nicht. Das Tempo liegt bei maximal 1600 MB/s beim Lesen und 1000 MB/s beim Schreiben.

Auch die Version von Stardom ist sehr kompakt.
Vergrößern Auch die Version von Stardom ist sehr kompakt.
© Stardom
  • Kapazität:  1TB

  • Kabel: abnehmbar

  • Gewicht: 88 Gramm

  • Abmessungen: 1/4,8/14,4 cm

Dell Portable Thunderbolt™ 3 SSD

Auch Dell hat eine Thunderbolt-3-SSD im Angebot , die besonders kompakt ist. Hier stehen allerdings 4-Lanes und damit mehr Bandbreite zur Verfügung, beim Lesen schafft sie dadurch bis zu 2800 MB/s, beim Schreiben 1100 MB/s. Mit 338 Euro für 500 GB ist sie aber bei Dell selbst recht teuer.

Das Modell von Dell ist schnell und kompakt.
Vergrößern Das Modell von Dell ist schnell und kompakt.
© Dell
  • Kapazität:  500 GB, 1 TB

  • Kabel:

  • Gewicht: 61 Gramm

  • Abmessungen: 1,9/9,88/4,8 cm

HP P800

Ein fest mit dem Gehäuse verankertes Thunderbolt-Kabel hat die Lösung von HP zu bieten, eine der günstigsten Lösungen im Angebot. Kaum ein anderer Hersteller hat allerdings auch noch 256 GB-Versionen im Angebot. Die Leistung gibt HP mit bis zu 1200 MB/s im Schreiben und bis zu 2400 MB/s im Lesen an. Schon seit August 2018 ist das Gerät verfügbar, es gehört damit bereits zu den ältesten Geräten. Preis: ab 185 Euro.

Bei der SSD von HP beginnt der Preis bei 185 Euro.
Vergrößern Bei der SSD von HP beginnt der Preis bei 185 Euro.
© HP
  • Kapazität:  256 GB, 512 GB

  • Kabel: fest

  • Gewicht: 208 Gramm

  • Abmessungen: 1,8/14,1/7,2 cm

Freecom mSSD Celeritas

Gute Wärmeableitung soll bei der mSSD Celeritas von Freecom das auffällige Aluminiumgehäuse garantieren. Bis zu 2000 MB/s beim Schreiben und 2800 MB/s sollen möglich sein, nur eine Version mit 1TB ist im Angebot  – zum Listenpreis von 679 Euro. Es gibt sie aber bereits für knapp über 500 Euro im Fachhandel.

Die neur SSD von Freecom ist noch relativ teuer.
Vergrößern Die neur SSD von Freecom ist noch relativ teuer.
© Freecom
  • Kapazität: 1 TB

  • Kabel: beiliegend

  • Gewicht: 186 Gramm

  • Abmessungen: 12,6/6/1,9 cm

Samsung X5

In unserem ausführlichen Test konnte die Samsung X5 mit erstklassigen Performancewerten punkten, nach längerer Nutzung reduziert sie die Leistung aber aus thermischen Gründen. Bis zu 2800 MB/s im Lesen und bis zu 2300 MB/s im Schreiben verspricht der Hersteller, unsere Praxiswerte liegen aber etwas niedriger. Seit dem Erscheinen ist der „Straßenpreis“ recht niedrig geworden, das 500 GB-Modell gibt es bereits für knapp 230 Euro.

Die Samsung X5 ist eine der meistverkauften Thunderbolt-SSDs.
Vergrößern Die Samsung X5 ist eine der meistverkauften Thunderbolt-SSDs.
© Samsung
  • Kapazität: 500 GB, 1 TB, 2 TB

  • Kabel: beiliegend

  • Gewicht: 150 Gramm

  • Abmessungen: 11,9/6,2/2 cm

Sonnet Fusion

Das gerippte Aluminiumgehäuse zeigt, wie die Sonnet Fusion die Abwärme der SSD abführen will – durch das Gehäuse. Laut Hersteller soll dies einen Lüfter überflüssig machen. Ungewöhnlich ist auch das Kabel: Um zu verhindern, dass durch versehentliches Abziehen Daten verloren gehen, ist das Kabel im Gehäuse verankert. Ein defektes Kabel kann aber nach Öffnen des Gehäuses ausgetauscht werden. Bis zu 2600 MB/s werden laut Hersteller unterstützt. Kostenpunkt: 600 US-Dollar.

Auffällig ist der Fusion das Gehäuse mit Kühlrippen.
Vergrößern Auffällig ist der Fusion das Gehäuse mit Kühlrippen.
© Sonnet
  • Kapazität: 1 TB

  • Kabel: 50 cm (verankert, siehe Text)

  • Gewicht: 347 Gramm

  • Abmessungen: 3,1/10,3/7 cm

G-Drive Mobile Pro

Der Hersteller G-Drive (gehört zu WD) hat gleich eine ganze Serie an Thunderbolt-3-Produkten im Angebot, die günstigste Serie ist die G-Drive Mobile Pro . Die äußerlich wie eine herkömmliche externe Festplatte aussehende SSD ist mit 500 GB und 1 TB Kapazität zu haben, versprochen werden eine maximale Datentransferrate von bis zu 2800 MB/s und gute Wärmeableitung. Mit einem Gewicht von einem Kilo ist die G-Drive aber nur begrenzt für den mobilen Einsatz geeignet. Die kleine Version ist im Handel für knapp 350 Euro zu haben.

Die G-Drive richtet sich an Profi-Anwender
Vergrößern Die G-Drive richtet sich an Profi-Anwender
© G-Technology
  • Kapazität: 500 GB, 1 TB

  • Kabel: 50 cm

  • Gewicht: 204 Gramm (falsche Angabe im Datenblatt)

  • Abmessungen: 1,8/11,3/8 cm

OWC Envoy Pro

Die US-Firma Other World Computing hat schon länger Thunderbolt-3-Geräte im Angebot, wichtigste Neuerung der neuen OWC Envoy Pro EX (VE) sind aber aktuelle und schnellere SSDs sowie eine neue Schutzhülle aus Kunststoff, die vor Stößen schützen soll. Bis zu 2800 MB/s sollen sie erzielen.

Leicht zu verwechseln ist die Version VE oder „Video Edition“ mit der ebenfalls neuen SSD OWC Envoy Pro EX mit 500 GB  bis 2 TB Kapazität. Diese Version kostet ab 279 Dollar, die maximale Performance liegt bei 2500 MB/s.

Ein Bumper soll vor Stößen schützen.
Vergrößern Ein Bumper soll vor Stößen schützen.
© OWC
  • Kapazität: 1 oder 2 GB

  • Kabel: Fest (15 cm)

  • Gewicht: 300 Gramm

  • Abmessungen: 2,3/14,5/7,4 cm

Gehäuse: i-tec MySafe Thunderbolt

An mobilen Gehäusen für eine M.2-SSD gibt es im deutschen Fachhandel aktuell nur ein Angebot, ein Leergehäuse von der Firma i-tec . Das etwa bei Amazon und Cyberport verfügbare Gehäuse bietet ein Aluminiumgehäuse, das die Wärme der SSD ableiten soll. Dank 4-Lanes sind Transferraten von bis zu 2800 MB/s möglich. Die Montage soll nur „wenige Minuten“ dauern. Ab 120 Euro kostet das Gehäuse im Fachhandel. Es scheint übrigens auch die Grundlage für einige andere Angebote zu sein, etwa von Delock.

Das Gehäuse ist mit aktuellen SSDs kompatibel.
Vergrößern Das Gehäuse ist mit aktuellen SSDs kompatibel.
  • Kapazität: -

  • Kabel: Fest (20 cm)

  • Gewicht: 140 Gramm

  • Abmessungen: 6,6/10,8/1,8 cm

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