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Face ID lässt sich von Familienmitgliedern austricksen

15.11.2017 | 16:38 Uhr |

Eine Mutter und ihr Sohn beweisen in einem YouTube-Video, dass sich Apples Face ID auch von Familienmitgliedern austricksen lässt.

Laut Apple ist die Gesichtserkennung des iPhone X so genau, dass es nur in einem von einer Million Fälle zu einem False Positive kommen kann. Dieser Fall scheint nun eingetreten zu sein. In der vergangenen Woche bewiesen die Sicherheitsexperten von Bkav Corp, dass sich die neue Gesichtserkennung im iPhone X mit einer Maske aushebeln lässt , ließen dabei aber offen, ob sie die Face ID nicht mit eben dieser Maske eingerichtet hatten. In Zwillingstests konnte das iPhone X bisher beweisen, dass die Gesichtserkennung sich nicht so leicht irritieren lässt, eine Mutter und ihr zehnjähriger Sohn zeigen aber nun, dass sich ähnlich sehende Verwandte durchaus den angeblich einen Fehler unter der einen Million Fälle auslösen können.

Wie Attaullah Malik, Director of Technology Operations bei Taskstream, in einem LinkedIn-Artikel erklärt , hätten seine Frau und er ihre neuen iPhone-X-Geräte Anfang November erhalten. Als beide gerade damit fertig waren, die neuen Smartphones mit Face ID einzurichten, sei ihr zehnjähriger Sohn ins Zimmer gekommen. Er schnappte sich eines der Geräte und konnte es auf Anhieb mit seinem Gesicht freischalten. Wie genau das funktioniert, stellen die Mutter und ihr Sohn in einem YouTube-Video noch einmal gemeinsam nach. Auch hier funktioniert die Freischaltung mit dem Gesicht des zehnjährigen Jungen wieder.

Obwohl zwischen Mutter und Sohn ein erheblicher Altersunterschied besteht, scheinen die 30.000 Punkte, mit denen die True-Depth-Kamera die Gesichtszüge der Mutter erfasst hat, in diesem Fall nicht auszureichen, um ihr Gesicht eindeutig von dem ihres Sohnes zu unterscheiden. Wie " Wired" jedoch berichtet , hängt die Erkennung auch davon ab, in welchem Licht die Mutter ihre Face ID einrichtete. Ursprünglich erledigte sie das bei schlechten Lichtverhältnissen, nach einer zweiten Einrichtung bei Tageslicht war es ihrem Sohn nicht mehr möglich, das iPhone X mit ihrem Gesicht zu entsperren. Ein dritter Versuch – wieder bei Konfiguration im Dunklen – öffnete dem Nachwuchs wieder Tür und Tor der Face ID.

Apple hat bislang noch keine Stellungnahme zu dem Vorfall bezogen. Selbst wenn die Freischaltung nur durch Familienmitglieder möglich sein sollte, die dem iPhone-X-Besitzer sehr ähnlich sehen, will ein Großteil der Eltern sicherlich nicht, dass der Nachwuchs Zugriff auf ihr Smartphone erhält. In jedem Fall sollte man bei der Konfiguration der Face ID aber auf das Umgebungslicht achten.

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