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Facebook-Datenskandal größer als gedacht: Profile an weitere Firmen verkauft

12.04.2018 | 15:28 Uhr | Halyna Kubiv

Mark Zuckerberg, CEO von Facebook, musste sich in den vergangenen Tagen vor dem US-Senat verantworten.

Während der letzten Anhörung gestern Abend vor dem US-Senat hat Mark Zuckerberg zugegeben, dass der Forscher Alexandr Kogan von der Universität zu Cambrigde die Daten seiner App "This is Your Digital Life" nicht nur an Cambridge Analytica verkauft. In der Anhörung von vorgestern hat Zuckerberg eine Firma namens Eunoia Technology erwähnt , die Daten von rund 80 Mio. Facebook Nutzern von Kogan erwarb. Auf die Frage der Senatorin aus Illinois hat Zuckerberg aber erstmals die Größenordnung aller Firmen genannt, die die Daten der App gekauft haben. Demnach soll "eine Handvoll" der Firmen in Besitz der Daten gewesen sein. Um welche Firmen genau es sich dabei handelt und welche Tätigkeiten diese ausüben, ist bis jetzt nicht bekannt. Eunoia Technology beispielsweise stammt aus Großbritannien und ist im öffentlichen Sektor tätig. Laut Profil der Firma helfen die Mitarbeiter den Regierungen in Afrika und auf dem Balkan, Reformen auf den Weg zu bringen.

Laut Aussagen von Zuckerberg hat Facebook bereits 2015 alle Firmen inklusive Cambridge Analytica gebeten, die Facebook-Profile zu löschen. Nachdem bekannt wurde, dass die Profile doch noch nicht vernichtet und im US-Wahlkampf eingesetzt wurden, führt nun Facebook eine interne Untersuchung und prüft bei jeder Firma nach, ob sie die gesammelten Daten auf eigenen Servern und Systemen tatsächlich gelöscht hatten. Weitere Einzelheiten hat Zuckerberg der Senatorin Schakowski nach der Untersuchung versprochen.

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