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Facetime-Bug: Apple mit erster Anklage konfrontiert

30.01.2019 | 12:29 Uhr | Thomas Hartmann

Ein US- Anwalt hat Apple vor dem Bundesgericht in Houston angeklagt, weil er bei einem vertraulichen Gespräch abgehört worden sei.

Apple sah sich genötigt, die Facetime-Funktion für Gruppengespräche und Konferenzen abzuschalten , weil ein schwerer Fehler der App unter iOS 12.1 dazu geführt hat, dass man über das Mikrofon des Angerufenen bereits Töne hören konnte, bevor dieser überhaupt herangegangen ist. Wurde der Anruf per Knopfdruck abgelehnt, wurde sogar ungewollt ein Video an den Anrufer geschickt. Apple hat Gruppen-Facetime auf den entsprechenden Servern abgeschaltet.

Nun aber hat dieser schwere Bug rechtliche Konsequenzen für Apple. So hat der Rechtsanwalt Larry Williams II sich über das Eindringen in seine Privatsphäre gerade bei einem so sensiblen Gespräch wie mit einem Klienten beschwert. Er ist seiner Klage zufolge auf diese Weise durch Facetime abgehört worden, als er im Beisein eines Klienten eine eidesstattliche Erklärung formulierte. Dies berichtet unter anderem 9to5Mac . Die Anklage wird durch den Anwalt erhoben wegen Produkthaftung, Fahrlässigkeit, Garantieverletzung und Falschdarstellung. Die Schadenersatzhöhe wurde nicht beziffert.

Wie erwartet hat sich Apple zu den Vorwürfen nicht geäußert, es könnten dem Konzern aber weitere derartige Anklagen ins Haus stehen. Informationen dazu, wann der Facetime-Bug bereinigt ist und wann die Gruppenfunktion wieder zur Verfügung stehen soll, gibt es bislang ebenfalls nicht.

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