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Fake-Kopf umgeht Gesichtserkennung von Android

17.12.2018 | 17:00 Uhr |

Gesichtserkennung ist fĂĽr viele der neue Standard zur Sicherung des eigenen Smartphones. Fast jedes neue High-End-Smartphone verfĂĽgt ĂĽber die Technologie. Doch nicht alle sind gleich sicher. Ein Redakteur des Forbes-Magazin lieĂź eine 3D-Maske seines Gesichts anfertigen und stellte die Software auf die Probe. Mit erstaunlichen Ergebnissen

Face ID, Trusted Face, Smart Lock, Face Unlock. Hinter den verschiedenen Namen steckt eine Idee, nämlich das Handy schnell und bequem nur mithilfe des eigenen Gesichts zu entsperren. Doch wie so oft ist der Feind der Bequemlichkeit die Sicherheit. Experten spekulieren schon lange, ob die Gesichtserkennung am Smartphone wirklich eine sichere Methode ist, das Smartphone zu entsperren. Ein Redakteur des Forbes-Magazin hat das jetzt mit einem kreativen Ansatz auf die Probe gestellt.

Methoden wie bei Geheimagenten

Bis vor kurzem noch Science-Fiction, inzwischen Realität. Im 3D-Drucker eine Maske des eigenen Gesichts herzustellen ist relativ unkompliziert. Dafür bedarf es nur jede Menge Kameras, die richtige Software, einen entsprechenden 3D-Drucker und jede Menge Gips. Thomas Brewster vom Magazin Forbes hat genau das machen lassen, und zwar im englischen Burningham. Das ganze kostete lediglich 300 Pfund. Mit dieser Maske versuchte der Redakteur, die Gesichtserkennung verschiedener Geräte auszutricksen.

Nur das iPhone hält stand

Insgesamt fünf Geräte wurden getestet, vier Android-Smartphones und ein iPhone. Das Ergebnis: Jedes der getesteten Android-Phones ließ sich mit der Maske täuschen, wenn auch manche einfacher als andere. Das One Plus 6 schnitt am schlechtesten ab und ließ sich schnell und problemlos mit der Maske entsperren. Das Samsung Galaxy S9 bietet verschiedene Einstellungsmöglichkeiten der Gesichtserkennung. Die vermeintlich sicheren hielten zwar etwas länger stand, ließen sich aber letztendlich mit dem Gipskopf trotzdem umgehen. Lediglich das LG G7 ThinQ ließ sich auf den höchsten Sicherheitseinstellungen nicht knacken. Wenn die Einstellungen aber auf schnelle statt sichere Gesichtserkennung gestellt ist gab auch das LG nach. 

Lediglich das iPhone erwies sich als komplett unnachgiebig. Egal in welchem Licht oder aus welchem Winkel, Face ID akzeptierte die Gipsattrappe nicht als echtes Gesicht. Die Technologie bestätigt damit ihren Ruf als sicherste Gesichtserkennungs-Software unter den Smartphone. Apple verwendet die eingebaute TrueDepth-Kamera sowie Infrarot um eine Tiefenkarte des Gesichts zu erstellen und in eine mathematische Gleichung umzuwandeln. Vor einem Jahr haben die Forscher von Bkav die Sperre mit Face ID angeblich erfolgreich ausgetrickst , doch die Vorgehensweise wurde angezweifelt. Seitdem gibt es keine erfolgreichen Versuche mehr, über die Face ID ins iPhone einzubrechen.

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