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Falsches USB-Kabel verursacht Ladeprobleme

07.08.2017 | 09:35 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Falsche USB-Kabel verursachen Ladeprobleme. Im Tipp erfahren Sie, wie Sie das Kabel entlarven und Smartphone und Co. schnell geladen kriegen.

Da muss man erst einmal draufkommen, wenn das Smartphone, die Digitalkamera oder sonst ein Ger├Ąt mit USB-Anschluss entweder gar nicht oder nur ├Ąu├čerst langsam aufgeladen wird. Denn das Problem muss nicht unbedingt an einem zu leistungsschwachen Ladeger├Ąt liegen, der Grund kann schlicht ein ÔÇ×schwachesÔÇť USB-Kabel sein: also eines, mit zu d├╝nnen Kupferleitungen, oder gar eines, dessen Dr├Ąhte statt aus gut leitendem Kupfer aus einer billigeren Legierung bestehen. Die Folge ist in beiden F├Ąllen die gleiche: Der Leitungswiderstand ist zu hoch und damit der Ladestrom zu niedrig, das Ger├Ąt l├Ądt deutlich langsamer als normal oder eben gar nicht, wenn die interne Regelelektronik einen Mindeststrom verlangt.

Die besten USB-Tipps und -Tools

Um das Ladeger├Ąt als Ursache auszuschlie├čen, gen├╝gt meist ein Blick auf das klein gedruckte Typenschild. Ist dort f├╝r die 5-Volt-Sekund├Ąrseite ein Ladestrom von ├╝ber 500 mA (0,5 A) aufgedruckt, liegt es nicht am Ger├Ąt. Tauschen Sie deshalb bei einem Netzteil mit der gew├Âhnlichen ÔÇ×gro├čenÔÇť USB-Buchse (USB A) einfach das vorhandene Kabel gegen ein anderes mit gleichen Steckern aus. Mit gro├čer Wahrscheinlichkeit funktioniert pl├Âtzlich alles, das Ladeproblem liegt also nur am Kabel.

Unser Rat: Werfen Sie das mangelhafte Exemplar gleich weg. Das erspart k├╝nftigen ├ärger durch st├Ąndiges Verwechseln, denn ├Ąu├čerlich muss das schlechte Exemplar nicht einmal d├╝nner sein als das funktionierende. Und ein Ersatzkabel mit dem f├╝r Smartphones und Kameras typischen Micro-USB-Anschluss an einem Ende bekommen Sie bei Ebay inklusive Versand schon f├╝r zwei Euro.

So laden Sie Ihr Smartphone ohne Kabel

Wenn Sie ein Ger├Ąt an den USB-Buchsen des PCs laden m├Âchten, kommt es auf den Anschlusstyp und dessen Spezifikation an: Herk├Âmmliches USB 2.0 l├Ądt mit maximal 500 mA, die blauen USB-3.0-Buchsen mit h├Âchstens 900 mA, beim neuen USB-Typ C ist der Ladestrom noch h├Âher. Das aber bedeutet, dass man ein Ger├Ąt ohne USB-C-Anschluss in aller Regel an einem externen Ladeger├Ąt (mit funktionierendem Kabel) schneller mit Energie versorgt als ├╝bers Anschlie├čen am PC. An einem Rechner mit mehreren USB-Buchsen oder auch an einem 12-Volt-USB-Adapter f├╝r den Zigarettenanz├╝nder im Auto erh├Âht ein ÔÇ×USB-Y-AdapterÔÇť f├╝r zwei Anschl├╝sse den Ladestrom auf das Doppelte. Solche Y-Adapter oder -Kabel gibt es schon f├╝r weniger als f├╝nf Euro im Elektronikhandel. Und wer es schlie├člich ganz genau wissen m├Âchte, kann sich den Ladestrom ├╝ber ein USB-Amperemeter auch anzeigen lassen. Was kompliziert klingt, ist nicht nur ganz einfach zu handhaben, sondern auch g├╝nstig zu bekommen. Der von uns in der Redaktion verwendete ÔÇ×Drok USB TesterÔÇť kostet bei Amazon in der Version f├╝r USB 2.0 gut zw├Âlf Euro, in der schnelleren Variante f├╝r USB 3.0 knapp 20 Euro.

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