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Familienfreigabe: So nutzen Sie iCloud-Speicher gemeinsam

29.07.2022 | 15:30 Uhr |

Mit iOS, iPadOS und auch in macOS können Familien gemeinsam einen Speicher in der iCloud nutzen. So geht's.

Die Familienfreigabe von iOS, iPadOS und macOS hilft dabei, Fotos, Filme, Musik, Apps und andere Daten in einer Familie oder einer anderen kleinen Gruppe von bis zu sechs Mitgliedern gemeinsam zu nutzen. Jeder Anwender erhält seinen privaten Speicher, kann aber auch Daten mit anderen Familienmitgliedern schnell und unkompliziert teilen. Dazu kommt die Möglichkeit, dass bei Anforderung jedes Familienmitglied die Geräte der anderen Mitglieder über die „Wo ist?“-Funktion orten und finden kann. Es lohnt sich preislich und funktionell, die Familienfreigabe zu nutzen – die Privatsphäre der Mitglieder ist nicht in Gefahr. Auch Abonnements und App-Käufe lassen sich mit der Familienfreigabe innerhalb der Gruppe leicht teilen.

Zusätzlicher Speicher für die Familienfreigabe lässt sich auch in macOS in den Systemeinstellungen dazubuchen.
Vergrößern Zusätzlicher Speicher für die Familienfreigabe lässt sich auch in macOS in den Systemeinstellungen dazubuchen.

Jede Apple-ID kann 5 GB kostenlos nutzen – das ist arg wenig, unverändert seit 2011. Wer mehr Speicher benötigt, muss zusätzliche Gigabytes dazubuchen, um sie auch mit anderen gemeinsam zu nutzen. Der kleine 50-GB-Vertrag ermöglicht noch keine Verwendung des Datenspeichers als zentralen Familienspeicher. Wer diesen nutzen will, muss 200 GB oder 2 TB Speicher buchen. Die Änderung des Abos kann direkt in macOS über die Verwaltung der Apple-ID erfolgen. Es gehen dabei keine Einstellungen oder Daten verloren, sondern es stehen danach nur mehr Speicherplatz zur Verfügung.

In macOS und iOS steuern Sie die Familienfreigabe und den Zugriff der Benutzer
Vergrößern In macOS und iOS steuern Sie die Familienfreigabe und den Zugriff der Benutzer

Die Verwaltung der Familienfreigabe und des dazugehörigen Speichers nehmen Sie als „Organisator:in“ auf einem iPhone, iPad oder auf dem Mac vor. Alle Familienmitglieder bekommen dabei einen eigenen Speicherbereich. Nur das entsprechende Apple-Konto hat Zugriff auf seine Daten, genauso wie bei einem privaten Speicher ohne Familienfreigabe. Beim Umgang mit den Daten gibt es keinerlei Unterschiede. Freigaben für andere sind möglich, aber nicht einmal der Organisator der Familienfreigabe hat Zugriff auf die Daten der anderen Familienmitglieder. Erst dann, wenn ein Familienmitglied Daten freigibt, erhalten die Empfänger der Freigabe eine Nachricht und können auf die freigegebenen Daten zugreifen. Im Speicher der Familienfreigabe lassen sich Fotos, Videos, Dateien und natürlich iCloud-Backups speichern.

Familienfreigabe erstellen und Speicher zuweisen

Die Familienfreigabe steuern Sie zum Beispiel in den Einstellungen von iOS über die Apple ID und der Auswahl von „iCloud > Speicher verwalten“. Hier können Sie den Sparplan anpassen und die Familienfreigabe aktivieren. Über „Familiennutzung“ sehen Sie den verwendeten Datenspeicher und auch welche Benutzer diesen nutzen, inklusive des genutzten Speicherplatzes. Alternativ steuern Sie die Familienfreigabe in macOS über die Systemeinstellungen in macOS. Hier stehen im oberen Bereich die Einstellungen für die Apple-ID und die Familienfreigabe zur Verfügung.

Die Verwaltung der Familienfreigabe funktioniert in macOS, iOS und iPadOS. Das macht die Konfiguration sehr flexibel.
Vergrößern Die Verwaltung der Familienfreigabe funktioniert in macOS, iOS und iPadOS. Das macht die Konfiguration sehr flexibel.

Sobald ein Familienmitglied in den Optionen der Familienfreigabe eingeladen wird, hat es die Wahl, den gemeinsamen Familienspeicher zu nutzen oder seinen eigenen Speicher zu behalten.

In der Speicherübersicht auf dem iPhone oder iPad ist die Verwendung des Datenspeichers durch die einzelnen Familienmitglieder zu sehen. Auch in macOS sehen Sie in den Details der Benutzer, wie viel Speicher diese benötigen. An dieser Stelle laden Sie weitere Benutzer ein, oder entfernen Benutzer von der Freigabe. Dadurch erkennen Sie als „Organisator:in“ der Familienfreigabe, welches Familienmitglied wie viel Speicher benötigt. Auf dem iPhone/iPad ist das über den Bereich „Einstellungen\Apple-ID\iCloud\Speicher verwalten“ über „Familiennutzung“ am einfachsten.

Familienfreigabe nach der Erstellung auf dem iPhone/iPad oder Mac steuern

Wer nach Einladung der Familienmitglieder feststellt, dass 200 GB selbst nach allen Appellen zum Aufräumen und Vorlesen der Macwelt-Ratgeber zum Thema bald voll sind, kann weiteren Speicher aktivieren, die nächst höhere (und auch höchste) Stufe bietet mit 2 TB doch recht komfortablen Platz. 200 GB kosten 2,99 Euro im Monat, für die 2 TB berechnet Apple 9,99 Euro monatlich.

Ein Jahresabo zu reduziertem Preis gibt es nicht. Die Verwaltung des Kontos geschieht über die iCloud-Einstellung in iOS oder unter macOS in den Systemeinstellungen im Menüpunkt „Familienfreigabe“. Ab macOS 13 (Ventura) befinden sich die Einstellungen der Familienfreigabe prominenter direkt unterhalb der Verwaltung der eigenen Apple-ID in den Systemeinstellungen.

Über „iCloud-Speicher“ können Sie bei „Ändern“ den Speicherplan anpassen und sehen auch an dieser Stelle, welches Familienmitglied Speicherplatz verbraucht. Ab macOS Ventura finden Sie diese Einstellungen über die Apple-ID in den Systemeinstellungen über die Schaltfläche „Verwalten“ ganz oben. Noch einfacher ist es über das iPhone oder iPad. Hier sind die Einstellungen dazu über den Bereich „Einstellungen > Apple-ID > iCloud > Speicher verwalten“ über „Familiennutzung“ zu finden. An dieser Stelle lässt sich die Familienfreigabe auch beenden. Alle Mitglieder erhalten danach wieder ihren eigenen Speicher, der/die „Organisator:in“ erhält Zugriff auf das Speicherabo.

Die Einladung neuer Familienmitglieder erfolgt durch den/die „Organisator:in“ wie oben erwähnt über den Menüpunkt „Mitglied hinzufügen“ bei „Familienfreigabe“ in den Systemeinstellungen von macOS, iOS oder iPadOS. Die Einstellungen dazu sind bei der Apple-ID über „Familienfreigabe“ zu finden. Generell sind die Einstellungen der Familienfreigabe in iOS und iPadOS auch effektiver und einfacher als in macOS.

Verwalten der Familienfreigabe und deren Funktionen in den Einstellungen von iOS/iPadOS.
Vergrößern Verwalten der Familienfreigabe und deren Funktionen in den Einstellungen von iOS/iPadOS.

Hier sind die Mitglieder zu sehen und es lassen sich weitere Mitglieder hinzufügen. Durch das Antippen der vorhandenen Benutzer lassen sich deren Berechtigungsrolle ändern. Es stehen „Erwachsene:r“ und „Elternteil/Erziehungsberechtige:r“ zur Verfügung. Elternteile dürfen Konten in der Familienfreigabe für Kinder anlegen und deren Käufe freigeben. Erwachsene dürfen auf die einzelnen Funktionen der Familienfreigabe zugreifen und keine weiteren Freigaben durchführen.

Erziehungsberechtigte dürfen Kinder in die Familienfreigabe einladen, der Organisator darf Erwachsene und Elternteile verwalten.
Vergrößern Erziehungsberechtigte dürfen Kinder in die Familienfreigabe einladen, der Organisator darf Erwachsene und Elternteile verwalten.

Familienfreigabe aus Sicht der Benutzer

Eingeladene Personen bekommen die Einladung auf das iPhone, iPad oder den Mac. Diese kann man annehmen oder ablehnen. Beim erfolgreichen Beitritt zur Familie erhält der Organisator eine Benachrichtigung und das Familienmitglied erscheint in den verschiedenen Menüpunkten zur Steuerung der Familienfreigabe. Auch die weiteren Optionen der Familienfreigabe, wie zum Beispiel das Teilen des Standortes, die gemeinsamen App-Käufe und das Apple-Arcade-Konto kann flexibel gesteuert werden. In den Einstellungen des iCloud-Speichers eines Familienmitglieds kann jederzeit die Speicherung in der Familienfreigabe geändert werden.

Um Daten in der Familienfreigabe zu teilen, können die einzelnen Familienmitglieder die Teilen-Funktion auf dem iPhone oder iPad nutzen. Durch Auswahl von „Zu geteiltem Album hinzufügen“ und der Auswahl von „Familie“ bei „Geteiltem Album“ können auch andere Familienmitglieder auf die freigegebenen Fotos oder Videos zugreifen. Die Familienmitglieder erhalten dazu einen Hinweis auf ihre Geräte.

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