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Forensiker verzweifeln an High Sierras APFS

13.03.2018 | 09:22 Uhr |

APFS hat im September seinen Vorgänger aus dem vergangenen Jahrhundert – HFS+ – abgelöst. Das neue Dateisystem hat nicht nur Vorteile.

Ausgebremst: Das neue Dateisystem für macOS High Sierra APFS ist schneller und sicherer als der gut zwanzig Jahre alte Vorgänger HFS+, sondern bringt für manche Softwarehersteller auch Nachteile, weil die Programme nicht mehr funktionieren. Besonders beklagen sich Daten-Forensiker über die zunehmende Verbreitung des Dateisystems auf Macs. Denn ihre Software ist nun nicht mehr in der Lage, Spuren von alten und gelöschten Daten zu finden, berichtet die australische "Financial Review". Forensiker interessieren sich nicht nur für die auf einen beschlagnahmten Computer gespeicherten Dateien, sondern auch für die, die dort einmal lagen oder darüber gemailt wurden. Oder für die Änderungen in Dateien und wann diese erfolgten. All das ist mit den etablierten Tools unter APFS nun nicht mehr möglich. Neue Tools, die dazu in der Lage sein werden, sind erst in der Entwicklung und es ist ungewiss, wann sie erscheinen. Wessen Computer auf eine richterliche Anordnung beschlagnahmt wurde, weil er etwa mit einem Verdächtigen kommunizierte, auf seinem iPhone zufällig ein Verbrechen fotografierte oder gar Opfer eines E-Mail-Betrugs wurde, kann unter Umständen lange warten, bis die Ermittler ihre Untersuchung abgeschlossen haben und das Gerät zurückgeben. Das Problem betrifft aber nicht nur Strafverfolger, die Computer von Verdächtigen untersuchen, sondern auch Datenretter, die verlorene Dateien wieder herstellen wollen.

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