2386445

Forscher mahnen: Bitcoin heizen der Erde ein

30.10.2018 | 11:20 Uhr | René Resch

Forscher haben errechnet, dass mit einer steigenden Popularität der Kryptowährung auch die Erde nachhaltig gefährdet werden könnte.

Ein Forscherteam der University of Hawaii hat in einer Studie, die im „Nature Climate Chance“-Fachmagazin publiziert wurde, herausgefunden, dass unter bestimmte Voraussetzungen, Bitcoin in Zukunft der Erde noch nachhaltig schaden könnte. Dies berichtet Cnet.

Das Schürfen sowie Transaktionen von Bitcoin ist nicht an Bargeld gekoppelt, jedoch an große Mengen Strom. Falls die Akzeptanzrate und Popularität von Bitcoin in der Zukunft ansteigt, so die These, könnte auch die Umwelt stark belastet werden.

So rechneten die Forscher aus, dass der mit Bitcoin-Transaktionen verbundene steigende Stromverbrauch die globalen Temperaturen bis zum Jahr 2048 um 2 Grad Celsius anheben könnten: „Unsere Analyse deutet darauf hin, dass wenn die Akzeptanzrate für Bitcoin steigt, ein Strombedarf entstehen könnte, der in der Lage ist, in nur wenigen Jahrzehnten genügend Emissionen zu erzeugen, um die globale Erwärmung um 2 Grad Celsius anzuheben."

„Die Umweltbedenken bezüglich der Bitcoin-Nutzung ergeben sich aus dem großen CO2-Fußabdruck für einen so geringen Anteil an globalen bargeldlosen Transaktionen und dem Potenzial für eine breitere Nutzung mit aktuellen Technologien“, so die Forscher.

Bereits im vergangenen Jahr sollen für die Herstellung von Bitcoins, also nur das Schürfen und Transaktionen ausgenommen, geschätzt 69 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre emittiert worden sein. Das entspricht durchschnittlich den jährlichen Emissionen von etwa 7,7 Millionen Menschen in Deutschland.

Auch interessant: Haft für Bitcoin-Miner: Strom war abgezapft


Macwelt Marktplatz

2386445