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Fotobuch-Erweiterungen mit Fotos für macOS

05.02.2019 | 15:45 Uhr | Thomas Armbrüster

Nachdem Apple im Herbst seinen Fotobuchdienst eingestellt hatte, machte sich bei etlichen Anwendern der Frust breit. Inzwischen gibt es aber brauchbaren Ersatz von Drittanbietern

Einer der großen Vorteile von Apples Fotobuchdienst war die nahtlose Integration in die Fotos-App . Man musste kein anderes Programm starten oder eine Webseite aufrufen, dann die Bilder aus Fotos importieren und sich anschließend mit einer manchmal etwas merkwürdigen Bedienung herumschlagen. Auch die Qualität der Fotobücher, Kalender und Karten war bei Apple gut. Die Anbieter Motif, Mimeo und Ifolor haben nun für Ersatz gesorgt und bieten ebenfalls in Fotos integrierte Fotobuchdienste an, die wir uns näher angeschaut und ausprobiert haben. Für den Test bestellen wir jeweils zwei Fotobücher bei den drei Anbietern und gestalten auch Kalender, ohne diese jedoch zu bestellen. Im Testzeitraum gab es für alle Erweiterungen ein oder auch mehrere Updates, die unter anderem Funktionen verbesserten und erweiterten.

Verfügbare Anbieter und Produkte
Fotobücher-Erweiterungen installieren und starten
Bilder aus Fotos übernehmen
Fotobuchgestaltung mit Motiv
Fotobuchgestaltung mit Mimeo
Fotobuchgestaltung mit Ifolor
Kalender gestalten
Produkte bestellen und bezahlen
Fotobücher im Vergleich
Fotobuch am Mac: Empfehlung

Anbieter und Produkte

Motif und Mimeo haben amerikanische Eltern. Motif stammt vom Druckdienstleister RR Donnelley , der Angaben im Netz zufolge auch schon die Apple-Fotobücher hergestellt haben soll, und Mimeo vom gleichnamigen amerikanischen Druckdienstleister , der unter anderem in Berlin eine Niederlassung hat. Gedruckt werden die Fotobücher aber nicht in den USA, sondern in Europa. Unsere Fotobücher kamen per UPS von Mimeo in Berlin und von RR Donnelley in Prag. Die Ifolor AG ist ein Schweizer Familienunternehmen , unsere Fotobücher wurden aus Konstanz verschickt. Ifolor hat einen Druckstandort in Kreuzlingen auf der anderen Seite der Grenze.

Bei den Produkten lehnen sich Motif und Mimeo eng an die früheren Apple-Produkte an: Es gibt die Fotobücher in den früher von Apple angebotenen Größen (Querformat und quadratisch), entweder mit Hard- oder mit Softcover, einen Kalender sowie Grußkarten, ebenfalls in mehreren Ausführungen. Gedruckt wird digital, die Papierqualität lässt sich nicht wählen und entspricht derjenigen, die früher bei Apple zu haben war. Bei beiden Anbietern haben wir jeweils zwei Hardcover-Fotobücher bestellt. Bei Ifolor lassen sich Fotobücher und Kalender, aber auch Tassen, Poster, iPhone-Hüllen und Einzelabzüge über die Erweiterung bestellen. Die Fotobücher gibt es in mehreren Quer- und Hochformaten (von A3 bis A6) sowie quadratische Produkte, bei der Bindung hat man die Wahl zwischen Hard- und Softcover und Spiralbindung. Bei den Hardcover-Büchern lässt sich zudem zwischen Fotopapier und der einer digital gedruckten Version (Deluxe) wählen. Wir haben jeweils ein Hardcover auf Fotopapier und ein digital gedrucktes Exemplar bestellt.

Sechs Fotobücher haben wir bei den drei Anbietern der Fotos-Erweiterungen bestellt.
Vergrößern Sechs Fotobücher haben wir bei den drei Anbietern der Fotos-Erweiterungen bestellt.

Erweiterungen installieren und starten

Voraussetzung für die Installation der Fotos-Erweiterungen ist entweder macOS High Sierra oder macOS Mojave . Die App von Ifolor funktioniert außer als Fotos-Erweiterung auch als eigenständiges Programm und kann als solches auch unter älteren Systemversionen (ab OS X 10.10 Yosemite) eingesetzt werden. Getestet haben wir aber nur die in Fotos integrierten Erweiterung. Die Funktionen der drei Erweiterungen unterscheiden sich nicht zwischen High Sierra und Mojave, mit zwei Ausnahmen: Nur unter Mojave lässt sich aus der Erweiterung heraus ein Bild an den Bearbeiten-Modus von Fotos übergeben und nach dem Bearbeiten automatisch aktualisieren. Und man kann Bücher, die man mit der alten Apple-Buchfunktion erstellt hat, in ein neues Projekt konvertieren. Bei Ifolor ändern sich dabei aber die Buchmaße, da die Erweiterung DIN-Formate verwendet. Außerdem lassen sich alte Fotobuchprojekte unter Mojave als PDF exportieren. Das ist aber unabhängig davon, ob eine der beiden Erweiterungen installiert ist.

Im App Store von Mojave gibt es eine eigene Seite für die Fotobuch-Erweiterungen.
Vergrößern Im App Store von Mojave gibt es eine eigene Seite für die Fotobuch-Erweiterungen.

Um eine Erweiterung unter macOS High Sierra zu installieren, klickt man auf das Plussymbol neben „Meine Projekte“, wählt im sich einblendenden Menü „Mehr“ aus und landet anschließend im App Store auf einer Seite, auf der die verfügbaren Erweiterungen zu finden sind. Von hier aus installiert man sie dann. Unter macOS Mojave klickt man ebenfalls auf das Plussymbol neben „Meine Projekte“ und gelangt entweder über „Weitere > App Store“ auf die Seite des App Stores mit den Erweiterungen, oder man wählt eine Projektart wie „Buch“ oder „Kalender“ und dann im Untermenü „App Store“ aus. Mit einem Klick auf „Laden“ unterhalb der Erweiterung im App Store-Fenster landet diese dann auf dem Mac.

Unter Mojave lassen sich alte Buchprojekte in das Format von Motif, Mimeo oder ifolor konvertieren.
Vergrößern Unter Mojave lassen sich alte Buchprojekte in das Format von Motif, Mimeo oder ifolor konvertieren.

Um eine der Erweiterungen unter High Sierra aufzurufen, klickt man in Fotos auf das Plussymbol neben „Meine Projekte“ und wählt die Erweiterung im Menü aus. Danach markiert man im sich einblendenden Fenster das Produkt, das man erstellen möchte, klickt auf „Nächste“, wählt dann aus, welche Art von Buch, Kalender oder Karte man gestalten möchte und klickt auf „Erstellen“. Beim ersten Aufrufen einer Erweiterung muss man dieser den Zugriff auf die Fotos-App erlauben. Diese Einstellung wird in der Systemerweiterung „Sicherheit“ unter „Privatsphäre“ eingetragen. Um nach der Installation einer Erweiterung unter Mojave ein Buch, einen Kalender oder Karten zu gestalten, klickt man ebenfalls auf das Plussymbol neben „Meine Projekte“, wählt dann im Menü das Produkt und erst im Untermenü die Erweiterung aus und landet dann direkt im Fenster mit der Auswahl der Formate und Eigenschaften. Man markiert eines der Objekte und klickt auf „Erstellen“. Beim ersten Aufruf einer Erweiterung muss man dieser ebenfalls den Zugriff auf Fotos erlauben, was in der Systemerweiterung „Sicherheit“ unter „Datenschutz“ festgehalten wird.

Unter High Sierra wählt man erst die Erweiterung und erst dann die Projektart aus.
Vergrößern Unter High Sierra wählt man erst die Erweiterung und erst dann die Projektart aus.
Bevor man eine Erweiterung verwenden kann, muss man den Zugriff auf die Fotos-App erlauben.
Vergrößern Bevor man eine Erweiterung verwenden kann, muss man den Zugriff auf die Fotos-App erlauben.

Bilder übernehmen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man Bilder in ein Projekt übernehmen kann. Eine Option besteht darin, zuerst ein leeres Fotobuch oder einen leeren Kalender anzulegen und die Bilder erst nachträglich hinzuzufügen. Um das Projekt anzulegen, darf in Fotos nichts markiert sein außer der Ordner „Meine Projekte“ in der Seitenleiste, auch keines der Projektsymbole rechts im Fenster. Dann klickt man auf das Plussymbol und wählt ein Projekt aus. Es wird dann mit leeren Seiten erstellt. Motif und Mimeo legen bei Fotobüchern die Mindestanzahl der Seiten an, die man bestellen kann. Das sind jeweils 20. Zusätzliche Doppelseiten lassen sich später hinzufügen. Ifolor erstellt dagegen mehr Seiten als die Mindestzahl. So hat ein A4-Querformat mit Fotopapier 60 Seiten, ein A4 quer mit Spiralbindung 36 Seiten und ein A4 Deluxe quer 48 Seiten. Das Minimum sind jedoch 26 Seiten und bei Spiralbindung 24 Seiten. Um die Seitenzahl zu ändern, klickt man rechts oben im Fenster auf das Symbol mit den drei Kreisen und legt eine andere Seitenzahl fest. Es gibt jedoch nicht wie bei Mimeo und Motif die Möglichkeit, jeweils nur eine weitere Doppelseite hinzuzufügen, sondern man kann nur aus den vorgegebenen Seitenzahlen auswählen und muss mindestens zehn beziehungsweise zwölf Seiten hinzufügen, wenn man mehr Seiten als die momentan gewählte Anzahl benötigt.

Um ein leeres Projekt anzulegen, dürfen in Fotos weder ein Album noch Bilder markiert sein.
Vergrößern Um ein leeres Projekt anzulegen, dürfen in Fotos weder ein Album noch Bilder markiert sein.

Um einem leeren Projekt Bilder hinzuzufügen, zieht man sie auf den Projektnamen in der Seitenleiste von Fotos. Man kann auch ein Album oder die Favoriten (das funktioniert nur unter Mojave) auf ein Projekt ziehen. Bei Ifolor muss man aber unbedingt darauf achten, das Projekt zu schließen, bevor man die Bilder hinzufügt, da sie sonst automatisch platziert werden. Unter High Sierra ist das einfach, da man sowieso per Klick auf „Fertig“ das Projekt schließen muss, um in Fotos die Seitenleiste zu sehen. Unter Mojave ist die Seitenleiste dagegen auch bei geöffnetem Projekt sichtbar, oder lässt sich im Vollbildmodus einblenden.

ifolor bietet nur eine feste Anzahl von Seiten an, die man als erstes in einem neuen Projekt auswählt.
Vergrößern ifolor bietet nur eine feste Anzahl von Seiten an, die man als erstes in einem neuen Projekt auswählt.

Um alle Bilder aus einem Album oder aus den Favoriten in ein neues Buch zu übernehmen, klickt man sie in der Seitenleiste von Fotos mit einem Sekundärklick (rechte Maustaste) an und ruft im Kontextmenü unter High Sierra „Erstellen“ und dann im Untermenü den Namen der Erweiterung auf. Anschließend legt man die Art des Projekts fest. Unter Mojave wählt man im Untermenü von „Erstellen“ zuerst die Projektart und dann im nächsten Untermenü die Erweiterung aus. Alternativ markiert man in Fotos mehrere Bilder und ruft im Kontextmenü „Erstellen“ auf.

Um alle Bilder eines Albums in ein Buchprojekt zu übernehmen, nimmt man den entsprechenden Befehl im Kontextmenü des Albums.
Vergrößern Um alle Bilder eines Albums in ein Buchprojekt zu übernehmen, nimmt man den entsprechenden Befehl im Kontextmenü des Albums.

Bei Ifolor werden bei diesem Vorgehen die Bilder aber immer automatisch platziert. Bei Motif und bei Mimeo hat man dagegen die Wahl. In Motif klickt man entweder auf „Autoflow Book“, um die Fotos automatisch zu platzieren, oder auf „Don‘t Autoflow“. Dann landen die Bilder nur in der Galerie. Bei Mimeo aktiviert man das Ankreuzkästchen vor „Meine Fotos automatisch befüllen“ rechts oben im Fenster, um die Bilder automatisch zu platzieren. Sonst werden sie nur in die Bildpalette übernommen. Beim automatischen Platzieren legen die Erweiterungen immer so viele Seiten, wie für die Bilder notwendig sind, wobei Ifolor auch hier nicht einzelne Doppelseiten hinzufügen kann. Motif blendet bei der automatischen Platzierung zuerst noch eine Informationsseite ein, auf der man die Anzahl der Seiten und der Bilder sowie den Preis sieht. Dabei bleiben automatisch Doppler oder zu niedrig auflösende Bilder unberücksichtigt. Man kann diese Empfehlungen übernehmen oder reduziert Seiten- oder Bilderzahl beziehungsweise den Preis. Die anderen Variablen passen sich dementsprechend an.

Bei der Auswahl des Buchformats blendet Mimeo auch den Preis für zusätzliche Seiten ein, jedoch nur für Einzelseiten, nicht für die Doppelseiten.
Vergrößern Bei der Auswahl des Buchformats blendet Mimeo auch den Preis für zusätzliche Seiten ein, jedoch nur für Einzelseiten, nicht für die Doppelseiten.

Buchgestaltung mit Motif

Man hat in Motif die Wahl zwischen drei quadratischen Formaten (zwei Hard- und ein Softcover) und vier Querformaten (jeweils zwei Hard- und Softcover). Nach der Auswahl des Buchformats muss man zuerst ein Thema wählen, es stehen 14 zur Auswahl. Unterhalb der Themen blendet sich jeweils eine Vorschau auf das markierte Thema ein. Man wählt ein Thema aus und klickt dann auf „Don‘t Autoflow“, wenn man die Bilder selbst platzieren möchte. Alle dem Projekt hinzugefügten Bilder werden unterhalb des Arbeitsbereichs in der Bildergalerie angezeigt, von wo aus man sie in die Bildrahmen zieht. Bilder lassen sich außer in die Rahmen auch in den freien Bereich einer Seite ziehen oder zwischen zwei schon vorhandene Bildrahmen, die dann automatisch verkleinert werden. Über das Aufklappmenü in der Fotogalerie kann man sich alle, nur die platzierten oder nur die noch nicht platzierten Bilder anzeigen lassen, sowie neu hinzugefügte. Bewegt man den Mauszeiger über ein Bild, wird es vergrößert eingeblendet, was bei der Auswahl hilfreich ist.

Nach der Auswahl des Themas kann man in Motif wählen, ob die Bilder automatisch platziert werden sollen oder nicht.
Vergrößern Nach der Auswahl des Themas kann man in Motif wählen, ob die Bilder automatisch platziert werden sollen oder nicht.

Um das Layout einer Seite zu ändern, klickt man auf das Symbol rechts beziehungsweise links unterhalb der Seite, wählt die Zahl der Bildrahmen aus und macht einen Doppelklick auf das gewünschte Layout. Hat man schon Bilder auf der Seite platziert, werden diese in der Vorschau der Layout-Optionen mit angezeigt, was die Auswahl erleichtert. Im Fenster zur Layoutwahl lässt sich auch die Hintergrundfarbe der Seite ändern und, sofern vorhanden, das Hintergrundmotiv.

Die Bildrahmen lassen sich sehr einfach vergrößern oder verkleinern. Dazu bewegt man den Mauszeiger neben ein Bild oder zwischen die Bilder und zieht an dem sich einblendenden Strich. Die anderen Bildrahmen passen sich automatisch an. Verkleinert man ein Bild mit gedrückter alt-Taste (⌥), verändern sich die anderen Rahmen nicht. Ein Bildrahmen lässt sich auch über eine ganze Doppelseite aufziehen, eventuell noch vorhandene andere Bildrahmen löscht man. Per Klick in ein Bild blenden sich die Optionen zum Bearbeiten ein. Ist die Lupe aktiviert, vergrößert man über den Schieberegler den Bildausschnitt und verschiebt mit dem Handwerkzeug das Bild im Rahmen. Aktiviert man das Kreuz, lässt sich der Bildrahmen auf der Seite verschieben. Auch um zwei Bilder auf einer Doppelseite zu vertauschen, zieht man eines davon am Kreuz auf das andere. Mit dem Drehwerkzeug lassen sich Bilder im Rahmen stufenlos drehen, und über das Icon mit dem Schachbrettmuster stellt man die Durchsichtigkeit des Bildes ein. Nur unter macOS Mojave gibt es den Button „Edit“, über den man in den Bearbeitenmodus von Fotos wechselt.

Das Fenster von Motif ist sehr aufgeräumt und übersichtlich, hilfreich ist die vergrößerte Bildvorschau.
Vergrößern Das Fenster von Motif ist sehr aufgeräumt und übersichtlich, hilfreich ist die vergrößerte Bildvorschau.

Textboxen fügt man per Klick auf das Textsymbol ein. Im Textrahmen blenden sich automatisch die Bearbeitungswerkzeuge ein. Klickt man auf das Kreuz, lässt sich der Textrahmen verschieben, und per Klick auf den Papierkorb wird er gelöscht. Drehen lassen sich Textrahmen nicht, und es gibt keine Möglichkeit, den Buchrücken zu beschriften.

Um sich einen Überblick über das gesamte Projekt zu verschaffen, klickt man rechts oben auf das Symbol mit den neun kleinen Rechtecken. In dieser Übersicht lassen sich die Doppelseiten per Maus und Trackpad verschieben. Unterhalb der markierten Doppelseite blendet sich auch ein Papierkorb ein, um sie zu löschen, und mit dem mittleren Symbol erstellt man eine Kopie. Die Mindestanzahl von 20 Seiten lässt sich aber nicht verringern. Ein Klick auf das Plussymbol oben rechts im Fenster fügt neue Doppelseiten nach der momentan aktivierten Doppelseite ein. Zurück zur Seitendarstellung gelangt man per Klick auf das Doppelseitensymbol rechts oben.

Wechselt man in Motif das Layout, blenden sich die schon platzierten Bilder in der Vorschau ein.
Vergrößern Wechselt man in Motif das Layout, blenden sich die schon platzierten Bilder in der Vorschau ein.

Über das Zahnradsymbol in der oberen Leiste ändert man nachträglich das Buchformat sowie das Thema. Mit „Reflow Book“ werden die Bilder automatisch neu platziert und die Anzahl der Bildrahmen auf den Seiten geändert, wobei bei manuell erstellten Büchern auch schon platzierte Bilder wieder entfernt werden, bei automatisch erstellten jedoch nicht. In Motif gibt es keine Option, Arbeitsschritte zurückzunehmen, gesichert wird automatisch. Ein Projekt lässt sich zudem jederzeit schließen und später erneut zur Weiterbearbeitung öffnen.

Motif bietet nach dem Update auf Version 1.9.5 nun auch die Möglichkeit, den Buchrücken bei Hardcovern zu beschriften. Außerdem wurden einige kleinere Fehler behoben und die Performance der Erweiterung verbessert.

Hat man beim Erstellen des Projekts keine Bilder ausgewählt, blendet Motif einen Hinweis ein.
Vergrößern Hat man beim Erstellen des Projekts keine Bilder ausgewählt, blendet Motif einen Hinweis ein.

Fotobuchgestaltung mit Mimeo

Bei den Fotobüchern hat man die Auswahl zwischen drei Querformaten und drei quadratischen Formaten (jeweils zwei Hardcover und ein Softcover). Anschließend legt man das Thema fest. Es gibt 53 Varianten, darunter auch ein Thema mit leeren Seiten ohne vordefinierte Bildrahmen. Den Großteil des Fensters von Mimeo nimmt die Fläche zum Bearbeiten der Seiten ein. Die Symbole am rechten Rand dienen dazu, die Paletten mit den Fotos, für die Textboxen, das Layout und die Hintergrundfarbe einzublenden. Klickt man rechts unten auf das Mimeo-Symbol und aktiviert dort die Option „Leinwand“, passt sich die zu bearbeitende Doppelseite automatisch in der Größe an, wenn man die Paletten ein- und ausblendet, sodass sie auch bei eingeblendeter Palette vollständig zu sehen ist. Über die Doppelseitensymbole am unteren Rand oder mit den Pfeiltasten wechselt man zwischen den Seiten, um sie zu bearbeiten. Nach einem Klick auf „Organisieren“ lässt sich die Reihenfolge der Doppelseiten ändern, über das Plus- und das Minussymbol fügt man weitere Doppelseiten hinter der markierten Doppelseite hinzu oder löscht die markierte Doppelseite. Die Mindestzahl von 20 Seiten lässt sich nicht unterschreiten.

Mimeo bietet sehr viele verschiedene Themen für die Fotobücher an.
Vergrößern Mimeo bietet sehr viele verschiedene Themen für die Fotobücher an.

Die Bilder zieht man aus der Palette „Meine Fotos“ in die Bildrahmen oder auf eine leere Seite. Man kann sich in der Palette alle Bilder, die schon genutzten oder die noch nicht verwendeten, anzeigen lassen. Klickt man in ein Bild im Layout, lässt es sich über das Handsymbol im Rahmen verschieben, über den Schieberegler vergrößert man den Bildausschnitt. Aktiviert man „Verändern“, kann man den Bildrahmen verschieben, vergrößern, verkleinern und drehen (dazu auf das Drehsymbol klicken und den Mauszeiger bewegen). Beim Verschieben blenden sich automatisch Hilfslinien ein, um die Bilder auszurichten. Mit „Hintergrund“ wird das Bild seitenfüllend platziert. Liegen Bilder übereinander, lässt sich die Überlagerung mit „Vorderseite“ und „Zurück“ ändern. Um zwei Bilder zu tauschen, zieht man ein momentan nicht markiertes Bild auf ein anderes Bild. Nur unter Mojave funktioniert die Übergabe eines Bildes zu Fotos, um es dort zu bearbeiten. Dazu macht man einfach einen Doppelklick auf das Bild.

Die Bilder blendet Mimeo in einer Palette am rechten Seitenrand ein.
Vergrößern Die Bilder blendet Mimeo in einer Palette am rechten Seitenrand ein.

Anzahl und Art der Bildrahmen auf einer Seite bestimmt man über „Layout“, wozu ein Objekt auf der Seite markiert sein muss. Man wählt dann zuerst die Anzahl der Rahmen und anschließend die Anordnung aus. Es stehen auch Vorlagen mit vorgefertigten Textboxen zur Auswahl. Mit den Layouts unter „Verbreitung“ lassen sich Bilder über den Bund hinaus platzieren beziehungsweise Layouts für Doppelseiten auswählen. Eigene Textboxen legt man über „Text“ an. Die Textrahmen lassen sich beliebig platzieren und auch drehen, standardmäßig gibt es bei Hardcovern auch eine Textbox für den Buchrücken. Für die Texte verwendet Mimeo eigene Zeichensätze, die Schriften des Systems lassen sich nicht verwenden.

Mimeo arbeitet mit eigenen Schriftarten, die Textboxen lassen sich beliebig platzieren und auch drehen.
Vergrößern Mimeo arbeitet mit eigenen Schriftarten, die Textboxen lassen sich beliebig platzieren und auch drehen.

Sehr praktisch ist die Möglichkeit, alle Arbeitsschritte rückgängig zu machen, wozu man das linke Symbol oben in der Symbolleiste verwendet. Mit dem anderen Pfeilsymbol wiederholt man den zuletzt gelöschten Arbeitsschritt. Schließt man zwischenzeitlich das Projekt, kann man danach aber keine alten Arbeitsschritte mehr rückgängig machen. Es gibt außerdem Werkzeuge zum Kopieren, Ausschneiden und Einsetzen von Objekten. Über das Symbol mit dem Pinsel lässt sich nachträglich das gewählte Thema ändern, und über das Buchsymbol ein anderes Buchformat auswählen. Für die Vorschau auf das fertige Projekt ist das Augensymbol zuständig. Dann kann man durch die Doppelseiten blättern. Um eine Übersicht über alle Seiten zu erhalten, klickt man links unten auf „Erweitern“. Das Diskettensymbol ist für das Sichern der Arbeit zuständig, das Rückgängigmachen bleibt davon aber unberührt. Mimeo sichert anscheinend aber auch automatisch, wenn man das Projekt schließt ohne vorher zu sichern, denn es geht dabei nichts verloren.

Die Layoutvorlagen werden von Mimeo wie die Fotos in der Palette auf der rechten Seite eingeblendet.
Vergrößern Die Layoutvorlagen werden von Mimeo wie die Fotos in der Palette auf der rechten Seite eingeblendet.

Fotobuchgestaltung mit Ifolor

Ifolor bietet nicht nur unterschiedliche Buchformate und Bindungen, sondern auch verschiedene Papierqualitäten an. Bei Fotopapier kann man zwischen vier und beim Fotobuch Deluxe (Digitaldruck) zwischen fünf Formaten wählen, jeweils mit Hardcover. Bei der Spiralbindung sind es ebenfalls fünf Varianten, das Softcover gibt es im A4 Hochformat. Nach dem Anlegen eines leeren Buches legt man zuerst über den Button mit den drei Kreisen die Anzahl der Seiten fest und wählt anschließend über den Button rechts daneben das Thema aus. Bei Fotopapier und den Deluxe-Formaten sind es 30 Themen, bei der Spiralbindung 13. Dann schließt man das Projekt und fügt die Bilder über die Seitenleiste von Fotos dem Projekt hinzu. Hat man schon Bilder hinzugefügt und wechselt erst anschließend das Thema, werden die Bilder automatisch platziert.

Ifolor bietet nicht nur Bücher im Digitaldruck an, sondern auch mit Fotopapier.
Vergrößern Ifolor bietet nicht nur Bücher im Digitaldruck an, sondern auch mit Fotopapier.

Um die Seiten zu bearbeiten und die Bilder hinzuzufügen, macht man einen Doppelklick auf eine Doppelseite. Über den Button „Vorlagen“ auf der rechten Seite des Fensters blendet man die Layoutoptionen für die aktuelle Doppelseite ein. Man klickt ein Layout an und wählt im sich einblendenden Menü die rechte oder die linke Seite aus. Die Layouts sind nach Anzahl der Bildrahmen angeordnet, jeweils mit oder ohne Text, außerdem stehen auch Layouts nur mit Text zur Auswahl. Es gibt aber keine Vorauswahl, um nur Layouts mit einer bestimmten Anzahl von Bildrahmen anzuzeigen, sondern man muss bei vielen unterschiedlichen Layouts oft durch alle Layouts scrollen, um zum Ziel zu gelangen. Für die Vor- und Rückseite bietet Ifolor spezielle Layouts mit der Möglichkeit, den Buchrücken zu beschriften. Selber Bild oder Textrahmen einer Seite manuell hinzuzufügen oder zu löschen ist nicht möglich, und die Bildrahmen lassen sich weder in der Größe noch in der Position verändern und auch nicht drehen. Zudem funktioniert im Test die Option „Rahmen“ nicht, um einen Rahmen um Bilder oder Texte hinzuzufügen. Diese Möglichkeiten bestehen dagegen in der eigenständigen Anwendung von Ifolor.

Das Thema für ein Fotobuch muss man vor dem Hinzufügen der Bilder wählen, denn sonst werden die Bilder automatisch platziert.
Vergrößern Das Thema für ein Fotobuch muss man vor dem Hinzufügen der Bilder wählen, denn sonst werden die Bilder automatisch platziert.

Im unteren Teil des Fensters blendet man die Bilder ein und kann sich dort wahlweise alle Fotos, die platzierten oder die nicht platzierten anzeigen lassen. Zudem hat man die Möglichkeit, zusätzlich zwischen Quer- und Hochformat zu wählen. Die Bilder zieht man per Maus in den jeweiligen Bildrahmen. Ist die Bildauflösung zu niedrig, blendet sich ein Warnhinweis ein. Nicht möglich ist es, Bilder auf einer Seite gegeneinander zu tauschen, indem man eines auf ein anderes zieht. Man muss sie erneut aus der Bildersammlung platzieren, das neue Bild ersetzt dann das alte, oder man löscht ein Bild mit der Rückschritttaste. Die Hintergrundfarbe lässt sich nach einem Klick auf das Kreissymbol unterhalb der jeweiligen Seite einstellen. Ein Klick auf den durchgestrichenen Kreis entfernt die Farbe wieder.

Bei der Auswahl eines Layouts legt man fest, ob man es für die rechte oder die linke Seite verwenden möchte.
Vergrößern Bei der Auswahl eines Layouts legt man fest, ob man es für die rechte oder die linke Seite verwenden möchte.

Unter High Sierra blenden sich bei Bildern nach dem Klick auf den Bleistift rechts im Fenster Optionen ein, um das Bild im Rahmen zu drehen und zu spiegeln sowie mit einigen Bildeffekten. Unter Mojave erscheint dagegen ein Button „Bild bearbeiten“, über den man das Bild an Fotos zum Bearbeiten übergibt. Ein Doppelklick in ein Bild blendet einen Schieberegler zum Verändern des Bildausschnitts und, unter Mojave, das Bleistiftsymbol ein, um in den Bearbeitenmodus von Fotos zu wechseln. Den Text in den vorgegebenen Textboxen überschreibt man nach einem Doppelklick, ein Klick auf das Bleistiftsymbol öffnet die Texteinstellungen. Nicht überschriebener Platzhaltertext wird nicht gedruckt.

Platzhaltertexte überschreibt man in ifolor, eigene Textboxen lassen sich nicht anlegen.
Vergrößern Platzhaltertexte überschreibt man in ifolor, eigene Textboxen lassen sich nicht anlegen.

Um Doppelseiten zu verschieben, klickt man links oben auf den nach links weisenden Pfeil, um in die Seitenübersicht zu gelangen. Dann lassen sich Doppelseiten mit der Maus verschieben. Um sich anzusehen, wie das Buch im Druck aussieht, klickt man auf das Symbol mit dem schwarzen Dreieck in der Symbolleiste. Dann werden auch alle Platzhaltertexte ausgeblendet. Mit cmd (⌘)-Z lassen sich beliebig viele Arbeitsschritte rückgängig machen. Das funktioniert auch, wenn man versehentlich das Thema gewechselt hat und dabei alle Bilder automatisch platziert wurden. Hat man ein Projekt geschlossen und öffnet es wieder, lassen sich alte Arbeitsschritte aber nicht mehr rückgängig machen.

Kalender gestalten

Motif und Mimeo bieten jeweils nur ein Kalenderformat in der Größe 33 cm x 25 cm an, das Layout entspricht demjenigen, das man auch bei Apple bekommen hatte. Bei Ifolor gibt es Wandkalender in mehreren Größen sowie Monatsplaner, Familienkalender und Tischkalender. Die Monatsplaner entsprechen im Design in etwa den Kalendern von Mimeo und Motif, es lässt sich aber nur jeweils ein Bild pro Kalenderblatt platzieren. Bei den Wandkalendern gibt es dagegen Layouts mit mehreren Bildrahmen pro Kalenderseite. Die Bildseiten der Kalender werden bei allen drei Erweiterungen genauso bearbeitet wie bei den Fotobüchern.

Bei den Kalendern von Motif lassen sich Bilder auch im Kalenderteil platzieren.
Vergrößern Bei den Kalendern von Motif lassen sich Bilder auch im Kalenderteil platzieren.

Das Jahr, den Anfangsmonat und den Wochenanfang sowie das Land für die Anzeige der Feiertage legt man in Motif und Mimeo auf der Startseite des Kalenderprojekts fest. Unter High Sierra gibt es bei der Wahl des Wochenanfangs in Motif jedoch einen Fehler. Wählt man Montag, beginnt die Woche am Dienstag. Man muss also für den Wochenbeginn am Montag den Sonntag einstellen. In Motif kann ein Kalender bis zu 24 Monate umfassen, und es lässt sich unabhängig von der Feiertagseinstellung eine Sprache für den Text festlegen. Nach den Grundeinstellungen wählt man jeweils das Thema aus (Motif 14, Mimeo 39). Bei Ifolor bestimmt man zuerst nur den Kalendertyp. Die Einstellungen für den Kalender blenden sich per Klick auf das zweite Symbol (Eigenschaften) oben rechts in der Symbolleiste ein, darunter das Jahr, der Startmonat, die Schrift, die Feiertage und die Sprache (Deutsch oder Englisch). Nach einem Klick auf das dritte Symbol lässt sich das Thema auswählen.

Über die Ereignispalette von Mimeo lässt sich jedem Tag ein Text und auch ein Bild hinzufügen.
Vergrößern Über die Ereignispalette von Mimeo lässt sich jedem Tag ein Text und auch ein Bild hinzufügen.

Beim Kalender von Ifolor kann man unter „Eigenschaften“ jeden Feiertag in der Liste ausschalten, wenn er nicht angezeigt werden soll. Eigene Ereignisse wie Geburtstage fügt man mit einem Klick auf das Plussymbol hinzu und legt Datum und Text fest. In den Wandkalendern werden Feiertage und Geburtstage rechts unten auf der Kalenderseite gedruckt, im Monatsplaner beim jeweiligen Tag. Direkt bearbeiten lassen sich die Texte im Layout nicht, auch kann man im Kalenderteil keine Bilder hinzufügen.

Bei Mimeo ist die Palette „Ereignisse“ für die Feiertage und Geburtstage zuständig. Feiertage, die nicht angezeigt werden sollen, löscht man mit einem Klick auf das Papierkorbsymbol. Nach einem Klick auf „Neues Ereignis hinzufügen“ blendet sich zuerst die jeweilige Monatsübersicht ein. Man klickt auf ein Datum, um den Tag in Großdarstellung einzublenden und fügt dann einen Text hinzu. Außerdem lässt sich ein Foto aus der Fotos-Palette in den Bildrahmen ziehen.

Im Wandkalender von ifolor werden die Feiertage und Ereignisse rechts unterhalb des Kalendertags angezeigt.
Vergrößern Im Wandkalender von ifolor werden die Feiertage und Ereignisse rechts unterhalb des Kalendertags angezeigt.

Bei Motif bearbeitet man die Feiertage direkt im Layout. Mit einem Doppelklick auf den Tag wird dieser vergrößert dargestellt, um den Text zu bearbeiten oder zu löschen. Man kann zudem jedem beliebigen Tag einen Text hinzufügen, indem man das Datum doppelt anklickt. Auch ein Bild lässt sich platzieren, man zieht es aus der Fotogalerie einfach auf einen Tag. Ist dort ein Text vorhanden, bleibt er automatisch vor dem Bild.

Produkte bestellen und bezahlen

Bei der Auswahl des Buchformats blenden sich bei allen Erweiterungen jeweils die Preise für die Mindestseitenzahl ein, ausgenommen bei Ifolor unter High Sierra, dort gibt es keine Preisanzeige (wohl ein Programmierfehler). Motif zeigt die Preise unter High Sierra in Dollar (die sind höher), unter Mojave dagegen in Euro an (die sind niedriger). Wohl ebenfalls ein Programmierfehler. Abgerechnet wird aber letztendlich in Euro. Mimeo blendet bei Büchern auch den Preis für eine zusätzliche Buchseite ein. Da man jedoch nur Doppelseiten hinzufügen kann, ist jeweils der doppelte Preis fällig. Auch bei allen anderen Produkten wird bei der Produktauswahl jeweils der Basispreis angezeigt, wiederum ausgenommen Ifolor unter High Sierra. Nach dem Erstellen eines Projekts wird bei allen Erweiterungen oben im Fenster der aktuelle Preis angezeigt. Ändert man bei Büchern die Seitenzahl, wird die Preisanzeige angepasst. Bei Motif kann man zudem auf den Preis klicken und sieht dann den Grundpreis und den Preis für die zusätzlichen Seiten. Bei keinem der Anbieter wird der Versandpreis aufgeführt, ihn erfährt man erst bei der Bestellung. Ifolor informiert aber auf seiner Webseite über alle Preise, inklusive der Versandkosten, Mimeo nur über die Produktkosten. Bei Motif findet man gar keine Preisangaben auf der Webseite.

Die Höhe der Versandkosten sieht man erst bei der Bestellung, Motif bietet zwei Varianten an.
Vergrößern Die Höhe der Versandkosten sieht man erst bei der Bestellung, Motif bietet zwei Varianten an.

Mit „Checkout“ geht es bei Motif zur Bestellung, wobei das Projekt zuerst auf Probleme wie zu geringe Bildauflösung oder abgeschnittener Text hin untersucht wird. Dann muss man bei der ersten Bestellung ein Konto anlegen und sich registrieren und dazu Name, E-Mailadresse und ein Passwort eingeben. Danach tippt man die Versandadresse ein und wählt die Versandoptionen aus. Es gibt zwei Preise, je nach Versandzeit. Zur Bezahlung ist die Angabe einer Kreditkarte notwendig, andere Bezahlmethoden gibt es nicht. Erst mit „Place Order“ wird die Bestellung abgeschickt, bis hierher kann man sie jederzeit per Klick auf „Cancel“ abbrechen. Über das Konto kann man sich auf der Webseite von Motif anmelden und seine Bestellungen einsehen und die Daten verwalten. Bestellt man ein weiteres Produkt, loggt man sich als erstes ein. Auch in diesem Fall muss man die Kreditkartendaten eintippen, sie werden anscheinend nicht im Konto gespeichert, was löblich ist. Hält man die Tasten Shift (⇧)-alt (⌥)-cmd (⌘) beim Klick auf „Checkout“ gedrückt, lässt sich das Projekt als PDF speichern, eine gute Kontrollmöglichkeit, bevor man das Buch bestellt.

Bei der Auswahl des Buchformats blendet Mimeo auch den Preis für zusätzliche Seiten ein, jedoch nur für Einzelseiten, nicht für die Doppelseiten.
Vergrößern Bei der Auswahl des Buchformats blendet Mimeo auch den Preis für zusätzliche Seiten ein, jedoch nur für Einzelseiten, nicht für die Doppelseiten.

In Mimeo klickt man auf den Kaufen-Button, um das Projekt in den Warenkorb zu legen, wobei die Bilder überprüft werden. Hat ein Foto eine zu geringe Auflösung, erfolgt eine Warnung. Danach gibt man seine Kontaktdaten und anschließend ein Kreditkartenkonto an. Andere Zahlungsmethoden stehen wie bei Motif nicht zur Verfügung. Nach dem Klick auf „Bestellen“ wird das Projekt hochgeladen. Bei der nächsten Bestellung muss man die Kontaktdaten nicht erneut eintippen, Mimeo hat sie sich gemerkt, die Daten der Kreditkarte werden aber nicht gespeichert und müssen neu eingetippt werden.

Bei den Fotobüchern von ifolor lässt sich noch eine Geschenkbox sowie ein eBook dazu bestellen.
Vergrößern Bei den Fotobüchern von ifolor lässt sich noch eine Geschenkbox sowie ein eBook dazu bestellen.

Bei ifolor wird man nach dem Klick auf „Bestellen“ zuerst gefragt, ob ifolor auf das Adressbuch zugreifen darf. Erlaubt man dies, werden die Angaben aus der eigenen Visitenkarte bei der Bestellung übernommen. Anschließend gibt es eine Übersicht über die Kosten, außerdem kann man noch ein eBook sowie eine Geschenkbox hinzufügen. Danach wählt man die Bezahlmethode aus und kann zwischen Lastschrift, Kreditkarte, Rechnung und Paypal wählen. Bei der Wahl von Paypal gibt es im Test jedoch nur eine Fehlermeldung, der Bestellvorgang wird abgebrochen. Die Bestellung per Rechnung funktioniert dagegen und das Projekt wird hochgeladen.

ifolor

Mimeo

Motif

Fotobücher

Mindestanzahl der Seiten Hardcover

26

20

20

Grundpreis Digitaldruck Hardcover 22 cm x 28 cm bzw. DIN A4 quer

29,95 €

29,99 €

26,99 €

Zusätzliche Doppelseite

Nicht verfügbar

1,98 €

1,78 €

Grundpreis Fotopapier DIN A4 quer

39,95 €

Nicht verfügbar

Nicht verfügbar

Kalender/Monatsplaner

19,95 €

19,99 €

19,99 €

Wandkalender A4 hoch

14,95

Nicht verfügbar

Nicht verfügbar

Versandkosten

3,95 €

11,99 €

7,95 € oder 10,95 €

Die Fotobücher im Vergleich

Die bei Motif und Mimeo bestellten Fotobücher gleichen sich auf den ersten Blick wie ein Ei dem anderen. Wie schon die Fotobücher von Apple sind sie in einem Schuber und in eine Klarsichtfolie verpackt. Nur das auf dem Schuber aufgedruckte Logo ist anders. Die Bildqualität ist sehr gut, sichtbare Unterschiede zwischen den beiden Herstellern sind nicht zu finden. Sie sehen so aus, als ob sie von derselben Druckmaschine stammen würden. Die Fotobücher im Format 22 cm x 28 cm haben auch den von Apple gewohnten bedruckten Schutzumschlag. Nur auf den zweiten Blick sind kleine Unterschiede zu erkennen. Die Bücher von Motif haben keine Beschriftung auf dem Buchrücken, und Mimeo druckt ein dezentes Logo auf die graue Innenseite hinten im Buch.

Die Fotobücher von Mimeo und Motif gleichen sich, man kann sie nur an kleinen Details wie das Mimeo-Logo voneinander unterscheiden.
Vergrößern Die Fotobücher von Mimeo und Motif gleichen sich, man kann sie nur an kleinen Details wie das Mimeo-Logo voneinander unterscheiden.

Die Bücher von Ifolor erkennt man am anderen Format, da der Hersteller DIN-Formate verwendet. Die von uns bestellten Bücher haben A4-Querformat. Zudem verzichtet Ifolor auf einen Schutzumschlag sowie auf einen Schuber. Das erste Fotobuch verwendet Fotopapier, Rasterpunkte wie beim Digitaldruck gibt es darum nicht. Die Seiten sind wesentlich dicker als beim Digitaldruck, und eine spezielle Bindung ermöglicht es, dass die Doppelseiten flach nebeneinander liegen. Das zweite Buch hat das gleiche Format, ist aber digital gedruckt. Die Druckqualität entspricht derjenigen von Mimeo und Motif, ebenso wie die Papierqualität und die Art der Bindung. Weniger dezent als Mimeo ist das Logo von Ffolor angebracht, es ist rechts unten auf der Rückseite aufgedruckt.

Bei den Büchern mit Fotopapier von ifolor liegen die Doppelseiten durch eine spezielle Bindung plan nebeneinander.
Vergrößern Bei den Büchern mit Fotopapier von ifolor liegen die Doppelseiten durch eine spezielle Bindung plan nebeneinander.

Fotobuch: Empfehlung

Bei allen drei Herstellern bekommt man eine gute Qualität, relevante Qualitätsunterschiede sind beim Digitaldruck nicht festzustellen. Wer jedoch Fotopapier haben möchte, wird nur bei Ifolor fündig. Einen Schutzumschlag gibt es dagegen nur bei Motif und Mimeo. Große Unterschiede sind jedoch bei der Software zu finden. Die Erweiterung von Ifolor ist im Vergleich zu den beiden anderen Erweiterungen unflexibel und bietet keine manuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Hier müssen die Programmierer nochmals deutlich zulegen, damit man auch mit der Erweiterung so arbeiten kann wie in der eigenständigen Programmversion von Ifolor. Bei der Seitenzahl der Bücher ist man zudem an vorgegebene Seitenzahlen gebunden und kann nicht bei Bedarf einzelne Doppelseiten hinzufügen.

Die Integration in Fotos ist sowohl bei Mimeo als auch bei Motif gut gelungen. Wobei sich der Ansatz der beiden Hersteller deutlich unterscheidet. Motif hat sich weitgehend am Schema von Apple orientiert, mit der Bilderleiste am unteren Rand. Gut gefallen uns zudem das interaktive Werkzeug zum Verändern der Bildgrößen, die Vergrößerung der Bildansicht, wenn man den Mauszeiger über die Fotogalerie bewegt sowie die schnell einschaltbare Übersicht über das komplette Buch. Mimeo setzt auf eine einblendbare Palette für die Bilder und Werkzeuge, was dazu führt, dass sich der Bereich zum Bearbeiten der Buchseiten jeweils anpassen muss oder etwas verdeckt wird, wenn man die Palette ein- und ausblendet. Dafür lassen sich die Arbeitsschritte zurücknehmen, der Buchrücken beschriften und es gibt mehr Themen zur Auswahl. Was wiederum fehlt ist eine Zoomfunktion im Bearbeiten-Modus. Den gibt es dagegen in Motif. Da sich die Buchqualität zwischen Motif und Mimeo nicht unterscheidet, kann man beide ausprobieren und dann entscheiden, mit welchem Werkzeug man lieber hantiert. Uns gefällt die Bedienung in Motif etwas besser, trotz der fehlenden Lokalisierung. Zudem ist der Preis bei Motif etwas günstiger.

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