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Fünf Wünsche an iOS 12: Was an Nachrichten besser werden muss

16.03.2018 | 11:53 Uhr |

Nachrichten oder iMessage ist eine zentrale App von iOS. Mit der nächsten Version kommen bestimmt Änderungen. Diese würden wir uns wünschen.

iMessages oder Nachrichten ist in iOS beinahe ein System im System. So wird Apple beim Sprung zu iOS 12 mit Sicherheit auch die Kommunikationsanwendung anpassen und weiter entwickeln. Wir sind auf die am 4. Juni beginnende WWDC gespannt, wenn Apples Softwarechef Craig Federighi die Neuheiten und Verbesserungen zeigen wird. Das sollte in San Jose zu sehen sein:

1. Weniger Bugs

Glaubwürdigen, aber von Apple nicht bestätigten, Berichten zufolge werden die Betriebssystemupdates in diesem Jahr – iOS 12 und macOS 10.14 – sich vor allem auf Fehlerbereinigungen konzentrieren und weniger auf neue Features. Das ist auch notwendig, gerade die Nachrichten-App fiel in letzter Zeit unangenehm auf. In Erinnerung ist vor allem noch der Telugu-Bug, bei dem bestimmten Zeichen einer indischen Schrift die Anwendung zum Absturz brachten. In seinem Wartungsupdate iOS 11.2.5 hat Apple nach eigenen Angaben diesen Fehler zwar behoben, da der Telugu-Bug kein Einzelfall war, dürfte die Ursache des Problems tiefer liegen. Bleibt zu hoffen, dass Apple sie findet und beseitigt.

Die Fehler im Schriftsystem liegen wohl tiefer
Vergrößern Die Fehler im Schriftsystem liegen wohl tiefer
© Macworld, Leif Johnson

Bestehen bleibt aber nach wie vor ein Fehler, der einkommende Nachrichten falsch sortiert, Antworten sind dann vor den Fragen zu lesen. Auch das will Apple zuletzt behoben haben, doch tritt es immer noch in iOS 11.2.5 und in der Beta von iOS 11.3 auf. Grund dürften Probleme bei der Synchronisation über iCloud sein. Hartnäckige Fehler wie dieser schädigen den Ruf Apples. Von wegen "es funktioniert einfach".

2. Bessere Suche

Apple ist nicht Google, so verwundert es wenig, dass die Expertise Cupertinos in Sachen Suche nicht an die aus Mountain View heran reicht. Dennoch ist bei der Suche speziell in Nachrichten viel Luft nach oben, vor allem weil bloße Textsuche nicht so schwer sein dürften. Aber es ist nach wie vor schwierig bis beinahe unmöglich, bestimmte Passagen in Unterhaltungen zu finden. Tippt man etwa einen Begriff in die Suchleiste ein, zeigt Nachrichten eine einzige iMessage (pro Chat) als Fundstelle in der Vorschau an – in der Regel die zuletzt ausgetauschte.

Die Suche in Nachrichten ist von übel. Aber mit iOS 11 ein wenig besser geworden.
Vergrößern Die Suche in Nachrichten ist von übel. Aber mit iOS 11 ein wenig besser geworden.
© Macworld, Leif Johnson

Tauscht man sich etwa mit Gleichgesinnten über ein Thema wie Essen auf, wird man bei der Suche nach danach nicht alle wesentlichen Textstellen in einem Chat angezeigt bekommen, sondern womöglich nur die, die man erst vor wenigen Stunden getippt hat. Immerhin ist es zuletzt besser geworden, da der Link aus der Vorschau auf die Stelle verweist, unter iOS 10 ging es nur in den Chat, man musste dann selbst ewig scrollen, bis man an die gesuchte Stelle kam. Mit Spotlight kommt man weiter, zeigt die systemweite Suche doch immerhin bis zu drei Fundstellen in einem Chat an. Einen weit besseren Job macht aber die Mac-App Chatology bei der Suche, sie ist jedoch nicht über den Mac App Store erhältlich – Apple könnte sich hier aber ein Vorbild nehmen.

3. Verschicken nach Offlinezeiten

Das Problem kennen vor allem Pendler, die mit der Bahn durch Tunnel fahren, in denen keine Mobilfunkverbindung besteht. Verloren gehen kann der Internetzugang aber auch aus anderen Gründen. Nachrichten versucht dann vergeblich, eine getippte iMessage zu versenden und gibt recht bald auf. Ein solches Problem zeigt die App dann zwar mit einer rot geschriebenen Warnung an, doch muss man selbst tätig werden, um die Nachricht doch los zu werden, wenn man wieder Netz hat.

Nicht gesendet: Aber warum dann nicht automatisch bei Wiederherstellung der Verbindung?
Vergrößern Nicht gesendet: Aber warum dann nicht automatisch bei Wiederherstellung der Verbindung?
© Macworld, Leif Johnson

An sich sollte Nachrichten aber von alleine in der Lage sein, eine auf Halde liegende iMessage zu versenden, wenn das iPhone wieder online geht. Doch nutzen manche diesen Umstand auch dazu, Texte zu tippen, deren Versand sie später unter Umständen bereuen würden. Optimal wäre es daher, wenn man den Versand nach Wiederherstellung der Verbindung optional ein- und ausschalten könnte.

Nachrichten hat ein wunderbares Feature: Mit einem Tipp auf "i" im blauen Kreis rechts oben in jedem Chat bekommt man alle Bilder auf einen Blick angezeigt, die man darüber ausgetauscht hat. So finden sich die Dinge leichter als durch ewiges Scrollen. Warum aber gilt das nicht auch für Links? Diese sollten ebenso populäre Tauschobjekte in der Kommunikation sein. Hier könnte Apple in iOS 12 leicht nachlegen.

Warum nicht auch alle Links auf einen Blick und nicht nur alle Bilder eines Chats?
Vergrößern Warum nicht auch alle Links auf einen Blick und nicht nur alle Bilder eines Chats?
© Macworld, Leif Johnson

5. Textformatierungen

Sicher, mit diversen Formatierungsmöglichkeiten kann man auch einen Overkill herbeiführen, wir kennen das von unseren E-Mails, die wir sehr oft lieber in reiner Textdarstellung lesen. Warum aber nicht einmal einfachste Formatierungen in iMessages möglich sind etwa Worte zu fetten oder kursiv zu setzen, erschließt sich nicht unbedingt. Dabei wäre das womöglich viel hilfreicher in einer schriftlichen Kommunikation, könnte man einzelne Worte betonen als Spielereien wie schier unendlich viele Emojis oder lustige Sprechblaseneffekte.

Formatierungen würden Missverständnisse verringern helfen
Vergrößern Formatierungen würden Missverständnisse verringern helfen
© Macworld, Leif Johnson

6. Gruppenchats

Nutzt man auf dem seinem iPhone beide Apps – Whatsapp und Nachrichten – wird einem klar, wie schäbig Gruppen-Chats in Apples App funktionieren. Hat man den Fehler gemacht und in die eigenen Account-Infos mehrere E-Mail-Adressen eingetragen, unter denen man zu erreichen ist, wird die Sache  noch schwieriger. Nachrichten werden nur willkürlich zugestellt, Gruppen mit den gleichen Personen tauchen in der Historie mehrfach auf, dabei werden die verschickten Nachrichten in einem Chat-Verlauf der Gruppe, die eingegangenen Nachrichten in einem völlig anderen dargestellt. Eigentlich schade, denn eben diese Funktion macht Whatsapp so populär: Alle Beteiligten, aber nur diese, erhalten die nötigen Informationen sofort.

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