2357765

Garageband 10.3: Neue Sounds und kostenlose Kurse

22.06.2018 | 11:52 Uhr |

Nach einem Jahr hat Apple seinem Musikprogramm Garageband wieder ein Update spendiert. Der Download ist über 1 GB groß, lohnt sich aber.

Nach einem Jahr hat Apple sein Musikproduktionsprogramm für Einsteiger Garageband wieder auf eine neue Version gehoben. Nachdem mit Garageband 10.2 die Touchbar-Unterstützung kam und die Möglichkeit, Projekte zwischen iOS und macOS auszutauschen, kommen mit dem Update auf Garageband 10.3 auch wieder einige wesentliche Neuerungen. Zunächst fällt ein umgestalteter und etwas aufgeräumterer Startbildschirm auf, das "Leere Projekt" steht nun prominenter vor Augen.

Der neue Startbildschirm von Garageband 10.3
Vergrößern Der neue Startbildschirm von Garageband 10.3

Doch hat Apple auch an den Klängen gearbeitet und 1000 frische Loops sowie 400 neue Soundeffekte (Stimmen, Maschinen, Tiergeräusche) hinzugefügt. Die neuen Loops bringen drei neue Genres mit ein, Reggaeton, Future Bass und Chill Rap – sind also vor allem für die Produktion elektronischer Musik und DJ-Mixe interessant. Faxgeräusche und Katzenmiauen können wir uns nicht nur für Podcasts vorstellen, sondern auch für bestimmte Musikstile.

Auch Instrumentalmusiker, die einen Schlagzeuger zur Begleitung brauchen, kommen mit zwei neuen Drummern auf ihre Kosten, die auch gleich ihre Drumkits mitbringen. Apple nennt die beiden Austin und Tyrell, ihre Besonderheit sind die Besen. So lassen sich diese beiden virtuellen Drummer für Jazz, Fusion oder Jazz-Pop einsetzen. Insgesamt stehen nun 33 virtuelle Drummer für sieben unterschiedliche Musikstile zur Verfügung, die ihr Spiel an andere Spuren anpassen – fast so wie Schlagzeuger aus Fleisch und Blut. Die Anpassung ihres Spiels gelingt über Schieberegler, will man einen Beat aber exakt und nach den eigenen Wünschen oder eventuell nach vorgegebenen Noten einspielen, muss man zu einem virtuellen Instrument greifen und einem passenden Eingabegerät. Tipp: Die Touchbar zeigt die Instrumentenbelegung an, hat man ein Drumset als Softwareinstrument ausgewählt.

Auf diese Art und Weise kann man auch drei neue asiatische Instrumente nutzen, die in der Sektion "World" der Softwareinstrumente warten. Unter Percussion die japanischen Taiko Drums und unter den Saiteninstrumenten die Koto (Japan) und die Guzheng (China). Mit "Vintage Mellotron" ist eine neue Sektion hinzugekommen, mit fünf neuen Instrumenten. Vor allem der gemischte Chor gefällt uns ganz gut, aber auch die neuen asiatischen Instrumente haben ihren Charme. Wir haben das auch gleich mal ausprobiert, ersparen Ihnen aber die Hörprobe. Versuchen Sie's lieber selbst.

Projekt mit neuen Instrumenten und Soundeffekte. Wir ersparen Ihnen aber die Klangprobe
Vergrößern Projekt mit neuen Instrumenten und Soundeffekte. Wir ersparen Ihnen aber die Klangprobe

Komplett kostenlos sind jetzt die Künstlerlektionen, die Apple im Jahr 2009 eingeführt hatte und die bis auf wenige Ausnahmen bisher jeweils fünf Euro per In-App-Kauf kosteten. In diesen Lektionen erklären bekannte Musiker wie Alex Lifeson ("Rush") oder Norah Jones, wie man einen ihrer Songs auf Gitarre oder Klavier spielen kann. Neue Lehrvideos gibt es jedoch nicht, Apple macht gewissermaßen nur alte Inhalte gratis, dabei gingen sogar einige verloren. Wir vermissen etwa John Fogerty ("Proud Mary") und Sting ("Roxanne").

Apple nennt in den Realeasenotes zudem in üblicher Weise Verbesserungen und Fehlerbehebungen, Kompatibilität mit der aktuellen Garageband-Version von iOS sei zudem gegeben.

Macwelt Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2357765