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Gebrauchte iPhones als Kassenschlager auf Kosten von Android

15.03.2018 | 09:19 Uhr | Peter Müller

iPhones, die nach einem oder zwei Jahren zurück an Apple gehen, gehören nicht zum Alteisen. Im Gegenteil.

Der am schnellstes wachsende Bereich im Smartphonemarkt ist laut Studien von Counterpoint Research weder der des High End (wenig überraschend) noch der billiger Android-Smartphones, wie es Google gerne hätte. Sondern gewissermaßen einer dazwischen: Wiederaufbereitete (refurbished) iPhones, die Apple als Gebrauchtgeräte herausbringt . Denn hier treffen zwei Attraktionen aufeinander: Eine renommierte Marke und ein bezahlbarer Preis. Im Jahr 2017 sei der Markt für gebrauchte Smartphones um 13 Prozent auf 140 Millionen Geräte gewachsen, neue Smartphones legten nur um drei Prozent zu und Apples Verkäufe neuer iPhones praktisch gar nicht mehr. Apple konnte aber immerhin noch ein Umsatzwachstum dank der teuren iPhone 8/Plus und iPhone X erzielen, während Hersteller günstiger Telefone mit ihren geringen Margen unter dem Erfolg der Gebrauchtgeräte besonders litten.

Apple nimmt in seinen Stores gebrauchte iPhones bei Kauf eines neuen Modells in Zahlung. Mobilfunkverträge laufen gerne zwei Jahre lang, doch gibt es auch Tarife, in denen man schon nach einem Jahr sein Smartphone gegen das neue Modell austauschen kann. An Geräten zur Wiederaufbereitung mangelt es Apple also gewiss nicht . Kritischstes Verschleißteil dürfte der Akku sein, mit einer frischen Batterie sind aber auch ältere iPhones fast wie neu – nur eben deutlich günstiger als neue Geräte. Im deutschen Store für "Generalüberholte Produkte" gibt es derzeit keine iPhones zu kaufen.

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