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Gesetzentwurf: Kalifornien bekommt Recht auf Reparatur

08.03.2018 | 15:42 Uhr |

Im Rahmen des neuen „Right of Repair“-Gesetzes müssen Hersteller Gerätedaten und Ersatzteile zur Verfügung stellen.

Im US-Bundesstaat Kalifornien soll ein Gesetz zum Recht auf Reparatur verabschiedet werden. Senatorin Susan Talamantes Eggman hat in dieser Woche dazu den „California Right to Repair Act“ vorgestellt . Das Gesetz zwingt Elektronik-Hersteller, ihren Kunden und Reparatur-Shops sowohl detaillierte Reparatur-Informationen als auch Diagnose-Tools für ihre Produkte zur Verfügung zu stellen. Die Unternehmen müssen außerdem Ersatzteile und Reparatur-Equipment bereitstellen. 

Das Gesetz würde Kunden laut Eggman die Freiheit zurückgeben, selbst zu entscheiden, wo sie ihr defektes Gerät reparieren lassen. Was vor zehn Jahren noch selbstverständlich war, sei im Zeitalter der geplanten Obsoleszenz inzwischen eine Seltenheit geworden, so Eggman. Menschen, die sich den teuren Reparaturdienst der Hersteller nicht leisten können, seien inzwischen gezwungen, TV-Geräte oder Smartphones aufgrund kleiner Defekte wegzuwerfen. Das Gesetz solle die heimische Reparatur-Wirtschaft stärken, anstelle von Produktionsstätten in Niedriglohnländern. 

Das Recht auf Reparatur wurde in den USA mittlerweile in 17 Bundesstaaten eingeführt, darunter Washington, Massachusetts, Vermont, New York, Hawaii, Illinois, Iowa, Kansas, Minnesota, Missouri, North Carolina, Nebraska, New Hampshire, New Jersey, Oklahoma, Tennessee und Virginia.

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