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Gravur für iPad und iPhone: Warum man es besser sein lässt

23.05.2017 | 15:30 Uhr |

Beim Kauf des neuen iPad ist eine kostenlose Gravur möglich, allerdings kann die nett gemeinte Geste schnell zum Ärgernis werden.

Eigentlich ist es jedem klar: Eine beim Kauf beauftragte Gravur wie „Ich liebe Dich. Gesagt. Graviert“ oder „SG Wattenscheid 09“ steigert nicht gerade den Wiederverkaufswert des neuen iPad.

Da Apple bei der Bestellung eine kostenlose Gravur anbietet, ist bei einem Geburtstags- oder Jubiläums-Geschenk die Versuchung  groß, das Geschenk etwas zu individualisieren. Ist der Empfänger ein kühl kalkulierender Kaufmann, sollte man die Gravur aber lieber bleiben lassen: Es ist eine nette Geste, niemand behält sein iPad aber ewig. Die Minderung des Werts ist überraschend hoch – vor allem wenn man später einmal das Gerät bei einer Ankauf-Seiten wie Wirkaufens.de oder rebuy verkaufen will. Bei einem sonst hervorragend erhaltenen iPad Pro 12,9 sinkt der Restwert beispielsweise bei wirkaufens.de von 677,06 Euro auf 303,28 Euro, bei Rebuy von 657,36 Euro sogar auf enttäuschende 184,06 Euro. Der Grund: Bei beiden Diensten sinkt die Wertung des Zustand durch eine personalisierte Gravur auf den niedrigsten Wert. Etwas höher kann der Verkaufspreis beim Veräußern per Ebay aussehen, aber auch hier ist eine persönliche Widmung ein Makel. Gravuren sind wohl wirklich nur etwas für Geräte, die sehr lange genutzt werden, nicht für Arbeitsgeräte, die man in zwei Jahren eh wieder austauscht.

Natürlich gibt es auch gelungene Gravuren, wie hier von Brand Devil.,
Vergrößern Natürlich gibt es auch gelungene Gravuren, wie hier von Brand Devil.,

Kein Wunder also, dass Apple die kostenlose Gravur nur für iPod und iPad anbietet, wechselt doch dank Mobilfunk-Vertrag ein Smartphone sicher noch häufiger den Besitzer als iPad und iPod. Eine echte Mode waren Gravuren eigentlich ja nur beim heiß geliebten iPod, den viele Anwender ewig nutzten. Zwar gibt es  Dienste, die das Gravieren eines iPhone anbieten, wir würden aber davon abraten. Sie sind eigentlich eine schöne Geste, aber vielleicht ist eine Gravur bei einem Smartphone oder Tablet nicht doch etwas deplatziert? Als Alternative bleibt schließlich immer noch das Gravieren der Handy-Hülle als Entschädigung.

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