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Happy Birthday, Macintosh! Der Mac wird 34

24.01.2018 | 10:07 Uhr | Peter Müller

Heute vor 34 Jahren hat Steve Jobs ein Gerät aus der Tasche gezogen, das wahrlich die Technik-Geschichte geschrieben hat.

Kaum zu glauben, heute ist schon der 24ste, der Heilige Abend ist schon wieder einen Monat her. Oder nur noch elf Monate entfernt, man kann ja allmählich Wunschzettel schreiben. Seit gestern können wir auch den HomePod beruhigt drauf setzen, an diesem Freitag lässt er sich endlich in USA, UK und Australien bestellen, ab 9. Februar wird er ausgeliefert. Wenn wir unsere Freunde und Kollegen jenseits des Ärmelkanals um Unterstützung bitten oder selbst durch den Kanaltunnel für einen Shoppingtrip fahren, sollten wir den schlauen Lautsprecher nicht erst zu Weihnachten 2018 in Betrieb nehmen können, sondern schon zu Steve Jobs' Geburtstag, am 24. Februar. Etwa einen weiteren Monat später könnte er ja vielleicht sogar auch schon in den Apple Stores von Berlin, Hamburg, München und auch Paris stehen: Für das Frühjahr hat Apple den HomePod für Deutschland und Frankreich versprochen. Der 24. März wäre ein Samstag, womöglich bringt uns die Post ja an jenem Tag das Paket, das wir eine oder zwei Wochen zuvor auf Apples Store-Seiten geordert haben. Der 24ste ist und bleibt ein wichtiges Datum.

Vor allem aber – Sie ahnen es – der 24. Januar. Heute ist es nun exakt 34 Jahre her, dass unser erklärter Lieblingscomputer das Licht der Welt erblickte, in Apples Hauptquartier in Cupertino zog Steve Jobs den ersten Macintosh aus seiner unspektakulären Tasche. Dies war also das Gerät, das versprach, das noch junge Jahr 1984 nicht so werden zu lassen, wie das Jahr 1984 aus George Orwell's gleichnamiger Dystopie.

Denn der neuartige Computer sollte ein wirklich persönlicher werden, Individualisten sollten damit ihrer Kreativität einen neuen digitalen Rahmen verpassen können. Computer, das waren davor Maschinen, die von finsteren Mächten zentral vorgehalten wurden, an denen moderne Sklaven nur Daten eingeben konnten, wenig kreativ, absolut gleich geschaltet und farblos. So wollte es zumindest der von Ridley Scott gedrehte Werbespot suggerieren, der zwei Tage zuvor während der Übertragung des Superbowl XVIII zwischen den LA Rams und den Washington Redskins gezeigt worden war.

Für Superbowl-Spots legen sich alljährlich Werbeagenturen mächtig ins Zeug, dass aber Chiat/Day eine Werbung hat produzieren lassen, in der das Produkt nicht eine Sekunde zu sehen und nur im Abspann per Text und Offsprecher erwähnt worden war – das hatte es vorher nicht gegeben. Beinahe verweigerte Apples Aufsichtsrat unter CEO John  Sculley  die Ausstrahlung, nur war die teure Werbezeit bereits gebucht und nicht mehr zu stornieren. Das Unheil musste also seinen Lauf nehmen – fürchtete man in Cupertino. Dabei begann die Geschichte Apples damit eine weitere spektakuläre Wendung zu nehmen – der Mac ist auch heute noch, da er in sein 35sten Lebensjahr eintritt, ein wesentliches Produkt im Portfolio.

Zugegeben: iPhones verkauft Apple bis zu 20 mal so viele, selbst das iPad hat in Stückzahlen den Mac längst überholt und blieb auch in schwachen Quartalen deutlich vor dem legendären Rechner. Ohne den Mac wäre Apple aber nichts, respektive überhaupt erst nicht in die Lage gekommen, in der das Unternehmen heute ist. Insofern: Happy Birthday, Macintosh, auf die nächsten 24! Nein, 34 natürlich...

Mehr Fakten, Zahlen und Kuriositäten finden Sie in unserer Geschichte zum 32. Geburtstag des Macs .

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