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Heute vor zehn Jahren: Erster Apple Store in Deutschland

06.12.2018 | 10:12 Uhr |

Just zu Nikolaus vor zehn Jahren hat Apple den ersten Apple Store in Deutschland eröffnet. Der Ort war strategisch gewählt.

Wer wirklich eine "staade Zeit" genießen will, der kann das in der Vorweihnachtszeit ja mal auf einem der Christkindl-, Weihnachts-, Winter- oder Lichtermärkte versuchen. Oder im Kaufhaus daneben. Oder gleich im Apple Store.

Dass man mit gleichgesinnten Freunden der Marke mit dem Apfel und engagierten Kundenberatern bei voller Lautstärke dicht an dicht stehen darf und nur mit Mühe das Wort versteht, dass der Promoter des heutigen Seminars an die Zuhörer richtet, dieses Vergnügen kennt man in Deutschland nun seit exakt zehn Jahren. Wir wollen nicht unfair sein, nicht an jedem Tag ist der Apple Store ein lauter, überfüllter und wenig einladender Ort, meist bekommt man doch in einer halbwegs entspannten Atmosphäre die Produkte und Informationen, wegen derer man den Store aufgesucht hat.

Am 6. Dezember 2008 war der Apple Store in der Rosenstraße zu München aber so ein Ort, den man definitiv nicht besuchen sollte, wenn man auch nur den leisesten Ansatz von Klaustrophobie hat. Um den ersten Laden seiner Art hatte es ja schon monate- und jahrelang Spekulationen gegeben, wann würde Apple endlich die erste Filiale seiner erfolgreichen Kette in Deutschland eröffnen und wo genau? Die Wahl fiel nicht von ungefähr auf München – die Fußgängerzone rund um Kaufinger-, Neuhauser-, Sendlinger- und auch Rosenstraße gilt als eine der lukrativsten Einkaufsmeilen der Republik. Eine 1A-Lage. Und damit ideal für Apple.

Nur ist die Ecke zwischen Marienplatz, Kaufhof und Sport Schuster schon ohne Eröffnung eines Flaggshipstores einer Weltmarke an den Samstagen vor Weihnachten hoffnungslos überlaufen, am Nikolaustag vor zehn Jahren war schon Stunden vor dem Öffnen der Tore kein Durchkommen mehr - spätere iPhone- und iPad-Verkaufsstart liefen trotz des Hypes vergleichsweise gesittet ab. Man darf aber nicht vergessen: Zu Schaden gekommen ist niemand, nur so mancher wird ein bisschen mehr gekauft haben, als ursprünglich geplant.

Der Kollege Chris Möller war vor zehn Jahren vor Ort und hat die Eröffnung mit folgenden Worten geschildert: "Die Menschenschlange erstreckt sich bis zum südlich gelegenen Rindermarkt. In Serpentinen aufgestellte Absperrgitter halten die Menschen im Zaum. Eigens engagiertes Sicherheitspersonal sorgt dafür, dass es keine Tumulte gibt. So etwas kennt man eigentlich nur von großen Veranstaltungen, Fußballspiele oder Rockkonzerte beispielsweise." Den ganzen Artikel gibt es hier nachzulesen .

Auch Bilder von damals hatten unzählige Restrukturierungen der Seite überdauert, die Impressionen der Eröffnung haben wir unten verlinkt.

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