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Hinter den Kulissen der Homepod-Entwicklung

07.02.2018 | 09:54 Uhr | Peter Müller

Rund sieben Jahre wurde der Homepod in geheimen Laboren Apples entwickelt. Jim Dalrymple durfte nun die Entwicklungsstätte besuchen.

Alles neu: Der renommierte Apple-Experte Jim Dalrymple durfte den ab Freitag in den USA, UK und Australien ausgelieferten Homepod bereits näher in Augenschein nehmen und teilt auf seinem Blog "The Loop" seine Erkenntnisse aus Apples Soundlaboren. Apple verwende keinerlei Komponenten von Dritten, die schon in anderen Lautsprechern ihre Dienste tun, lautet die zentrale Botschaft, die Apples Marketingchef Phil Schiller Dalrymple vermittelt: Apple baue alles von Grund auf neu.

Die Forschung und Entwicklung in den Soundlabors sei aber nicht nur auf das eine Produkt ausgerichtet, ganz im Gegenteil entstünden hier auch die Lautsprecher für iPhone und iPad – das hatte Schiller bereits in anderen Interviews betont. Für den Homepod, der als Seitenprodukt begonnen habe, brauchte man sechs Jahre der Entwicklung, der Tests und der ständigen Feinabstimmung, erklärt Apples Vice Preisdent Hardware Engineering Kate Bergeron weiter. Die Ausgangsfrage sei gewesen: Wie entwickle man einen Lautsprecher, der in jedem Raum gut klinge, weil die Umgebung den Sound nicht negativ beeinflusse? In der Tat habe man zuerst am Klang gearbeitet und erst dann das Projekt an das höhere Management herangetragen, damit andere Apple-Teams sich einbringen konnten, um etwa die Sensoren, das Wärmemanagement oder die drahtlose Verbindung mit zu entwickeln.

Erste Homepod-Tests: Klang exzellent, Siri enttäuscht

Beeindruckend in Dalrymples Bericht sind auch die reflexionsarmen Räume, in denen Apple den Klang des Lautsprechers testet, vor allem dessen Rundumqualitäten. Eine spezielle Kammer musste Apple eigens schaffen, denn Siri soll ja auch dann Kommandos verstehen, wenn der Homepod laut dudelt. Auch wichtig: Wenn der HomePod nicht in Betrieb ist, soll er so leise wie möglich sein, niemand mag ein brummendes Gerät auf seinem Nachttisch stehen haben. Selbst für diesbezügliche Tests hat das Soundlabor eigene Räume.

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