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HomeCourt: NBA interessiert sich für KI-App

17.10.2018 | 14:09 Uhr |

Vor fünf Wochen demonstriert, hat die App HomeCourt mit ihren selbst lernenden Algorithmen großes Interesse geweckt.

Was die KI des iPhone-Chips mit seinem neuronalen Netz in Verbindung mit den Dualkameras leisten kann, ließ Apple auf der Keynote zur Vorstellung des iPhone XS anhand der App HomeCourt zeigen. Business Insider geht nun ein wenig mehr ins Detail und lässt den Gründer des Herstellers Nex Team, dem ehemaligen Apple-Angestellten David Lee, über die Ursprünge erzählen. Entwickelt habe er die App aus Gründen der Eitelkeit: Seine Familie hatte ihm bei einem Freizeitspiel keinen einzigen Korb werfen sehen. Dass er dennoch beim Basketball punkten kann, wollte er mit einem Zusammenschnitt beweisen, die App sollte ursprünglich von selbst die Highlight aus dem Mitschnitt eines ganzen Spiels zusammenschneiden.

Dafür musste sie aber lernen, wann der Ball den Ring passiert und auch, wo die Drei-Punkte-Linie liegt. Die Idee haben Lee und seine Mitstreiter aber ausgebaut, HomeCourt vermisst nun eine Reihe von Metriken und protokolliert etwa, wie hoch man springt, in welchem Winkel der Ball die Hand verlässt und mit welcher Geschwindigkeit, wie viele Treffer man erzielt und wie viele Fehlversuche man hat. Die Basketballliga NBA ist längst auf HomeCourt aufmerksam geworden, Clubbesitzer wie Mark Cuban (Dallas Mavericks) wollen sie einsetzen, um Profis besser zu machen. So erhält Nex Team auch aus dem Profibasketball hohe Investitionssummen, insgesamt hat die junge Firma aus San Jose bereits 4 Millionen US-Dollar Risikokapital einsammeln können. Zu den Investoren zählen neben Cuban auch der Geschäftsführer der Philadelphia 76ers, Sam Hinkie, und der ehemalige Point Guard Steve Nash, der mit Lee vor fünf Wochen auf der Bühne des Steve Jobs Theaters stand.

HomeCourt nutzt das neuronale Netz des iPhone-Chips A12 Bionic, um aus mittlerweile drei Millionen Clips von Schüssen mit selbstlernenden Algorithmen zu Ergebnissen zu kommen. Mit der Verbreitung der App will man noch viel mehr Analysematerial gewinnen, nicht nur von Profispielen und -trainings sondern auch aus dem Amateurbereich weltweit.

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