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IBM stellt ersten kommerziellen Quantencomputer "Q System One" vor

09.01.2019 | 14:38 Uhr | Thomas Hartmann

Auf der CES in Las Vegas hat IBM den ersten Quantencomputer präsentiert, der direkt an Unternehmen und Forschungsinstitute verkauft werden soll.

Die Mainframes, also die riesigen Computer, durch die IBM einst berühmt wurde, kehren gewissermaßen zurück. Denn der zum kommerziellen Verkauf gedachte Quantencomputer IBM Q SystemOne  verfügt in seinem luftgeschützten Glaskasten über die beeindruckenden Ausmaße von 2,7 × 2,7 Metern. Und erinnert damit tatsächlich an die schrankartigen Großrechner vor allem der fünfziger und sechziger Jahre, bevor auch IBM das Geschäft mit den Personal Computern entdeckte. Natürlich gibt es auch heute noch Mainframe-Computer, aber diese werden in der Regel nicht kommerziell verkauft, sondern stehen etwa in Serverfarmen oder leisten Dienste als Supercomputer.

In seiner Pressemitteilung  spricht IBM beim  IBM Q System One vom ersten integrierten universalen Annäherungs-Quantencomputersystem ("the world's first integrated universal approximate quantum computing system"), das speziell für wissenschaftliche und kommerzielle Zwecke entwickelt wurde. Entsprechend soll auch ein erstes IBM Q Quantum Computation Center für kommerzielle Kunden 2019 in  Poughkeepsie, New York eröffnen.

Wie Futurezone schreibt , handelt es sich beim IBM Q System One mit einer Rechenleistung von 20 Qubit um ein verhältnismäßig leistungsschwaches Modell, die Kosten dafür sind aber noch nicht bekannt. Dafür will IBM Unternehmen und Wissenschaftler bis hin zu Partnern wie dem CERN über die eigene Quantencomputer-Plattform "IBM Q Network" miteinander vernetzen. Es scheint also so, als ob das Zeitalter der Quantencomputer nun in der Breite beginnt und "Big Blue" mit seinen Quanten-Mainframes dabei ganz vorne mitspielen will.

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