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In Safari ohne Google suchen und alles finden

18.09.2017 | 10:44 Uhr | Thomas Armbrüster

Safari bietet die Möglichkeit, verschiedene Suchmaschinen zu verwenden, außerdem lässt sich die Datenübermittlung an Apple ausschalten.

Ändert man an den von Apple für Safari vorgegebenen Einstellungen nichts, verwendet der Browser Google als Suchmaschine. Neben den Vorschlägen dieser Suchmaschine listet Safari zusätzlich unter anderem passende Ergebnisse aus der Wikipedia, dem iTunes Store sowie Vorschläge für passende Webseiten im Aufklappmenü auf. Diese als „Safari-Vorschläge“ bezeichneten Suchergebnisse werden von Apple anhand der Suchbegriffe und der Nutzerdaten generiert. Darüber hinaus sucht Safari im Verlauf und in den Lesezeichen. Auch ortsbezogene Ergebnisse erscheinen in den Suchvorschlägen, wenn die Ortungsdienste in der Systemeinstellung „Sicherheit“ sowie dort unter „Details“ die Option „Ortsbasierte Vorschläge“ aktiviert sind.

Sind die Ortungsdienste aktiviert, macht Safari auch ortsbezogene Vorschläge für die Suche.
Vergrößern Sind die Ortungsdienste aktiviert, macht Safari auch ortsbezogene Vorschläge für die Suche.

Um für eine Suche eine andere der in Safari integrierten Suchmaschine zu verwenden, klickt man vor der Eingabe des Suchbegriffs auf das Lupensymbol links im Suchfeld oder drückt die Leertaste und wählt dann aus dem sich einblendenden Menü alternativ Bing, DuckDuckGo oder Yahoo aus. Hat man schon einen Begriff eingetippt, muss man diesen zuerst löschen, bevor man die Suchmaschine wechseln kann.

Bevor man einen Suchbegriff eintippt, kann man zwischen den eingebauten Suchmaschinen wechseln.
Vergrößern Bevor man einen Suchbegriff eintippt, kann man zwischen den eingebauten Suchmaschinen wechseln.

Vorgaben ändern

Möchte man bei der Suche keine Vorschläge von Apple angezeigt bekommen und dazu Daten an Apple senden, deaktiviert man in den Vorgaben von Safari unter „Suchen“ die Option „Safari-Vorschläge einbeziehen“. Schaltet man „Suchmaschinenvorschläge einbeziehen“ aus, listet Safari auch keine Vorschläge der Suchmaschine im Aufklappmenü auf, die Safari-Vorschläge werden dabei automatisch mit ausgeschaltet.

Außer den Suchergebnissen der Suchmaschine gibt es bei unveränderten Werkseinstellungen auch Ergebnisse von Apple.
Vergrößern Außer den Suchergebnissen der Suchmaschine gibt es bei unveränderten Werkseinstellungen auch Ergebnisse von Apple.

Um an den Standardvorgaben für die Suche etwas zu verändern, aktiviert man in den Einstellungen von Safari den Bereich „Suchen“. Hier kann man alternativ zu Google zwischen Bing, DuckDuckGo und Yahoo als Standardsuchmaschine wählen. Anders als die anderen Suchmaschinen speichert und übermittelt DuckDuckGo laut eigenen Angaben keine Nutzerdaten und keine IP-Adressen. Personalisierte und damit vorgefilterte Suchergebnisse wie bei Bing, Google und Yahoo gibt es also nicht, jeder Anwender bekommt für denselben Suchbegriff dieselben Suchergebnisse angezeigt. DuckDuckGo verwendet aber nicht nur eigene Suchverfahren, sondern greift unter anderem auch auf Bing und Yahoo zu und listet Ergebnisse aus der Wikipedia auf. Die Suchmaschine ist damit ein Zwischending zwischen einer eigenständigen Suchmaschine wie Google und einer Meta-Suchmaschine, die auf die Ergebnisse anderer Suchmaschinen zugreift. Über die auf den Ergebnisseiten der Suche angezeigte und als solche gekennzeichnete Werbung finanziert sich die Suchmaschine.

Weitere Suchmaschinen

Möchte man andere Suchmaschinen mit Safari verwenden, installiert man – sofern verfügbar – jeweils eine Erweiterung, die man auf der entsprechenden Webseite findet und dann per Doppelklick im Finder auf das Dateisymbol installiert. Oder man macht die Suchseite des Anbieters in den Vorgaben von Safari in der Rubrik „Allgemein“ zur Startseite. Bei diesen Alternativen handelt es sich aber in der Regel um Metasuchmaschinen, die auf die Suche anderer Suchmaschinen zugreifen. Recht populär ist beispielsweise das aus den Niederlanden stammende Startpage ( https://www.startpage.com ). Diese Suchmaschine verwendet zwar die Google-Suche, übermittelt aber nach eigenen Angaben keine IP-Adressen und andere Informationen über den Anwender wie Browser und Betriebssystem an Google und speichert diese auch nicht. Man bekommt also keine auf persönlichen Daten basierende, vorgefilterte Ergebnisse angezeigt. Wie bei DuckDuckGo wird auf der Seite jeweils zum Suchbegriff passende, aber nicht personalisierte Werbung angezeigt. Über Klicks auf diese Anzeige finanziert sich die Suchmaschine.

Weitere Suchmaschinen wie beispielsweise Startpage lassen sich über Erweiterungen zu Safari hinzufügen.
Vergrößern Weitere Suchmaschinen wie beispielsweise Startpage lassen sich über Erweiterungen zu Safari hinzufügen.

Andere Suchmaschinen wie etwa Ecosia ( https://www.ecosia.org ) haben ein anderes Geschäftsmodell. Ecosia verwendet Bing als Suchmaschine, reicht aber Informationen zur IP-Adresse, zum Browser und der Sprache an Bing weiter. Durch Klicks auf die auf der Suchseite angezeigte Werbung generiert Ecosia die Einnahmen, die zum Großteil in verschiedene Aufforstungsprojekte investiert werden. Auch die personalisierte Werbung unterstützt Ecosia, wozu zusätzliche Daten an Bing weitergegeben werden. Sie lässt sich aber in den Einstellungen auf der Ecosia-Suchseite ausschalten, die man rechts oben über das Symbol mit den drei Querstrichen einblendet.

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