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InEar-Hörer: Plantronics Backbeat Fit 3100 im Test

15.10.2018 | 08:28 Uhr | Peter Müller

Für den Sport konzipiert und dafür gut geeignet: Beim Klang hätten wir uns bei den Ohrhörern aber mehr erwartet.

Schön sehen sie aus, keine Frage, wie sie da in ihrer Aufladebox liegen. Die glatte Oberfläche der Ohrstecker schimmert perlmuttartig mal in grün, mal in blau, je nach Lichteinfall. In ihrer Box sind sie auch bestens aufgeräumt, der rechte Hörer links, der linke rechts - nun ja, nur ein kleiner Schönheitsfehler.

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Gebaut sind die InEar-Hörer des kalifornischen Soundspezialisten für den Sport, im Büro sind sie nur bedingt einsetzbar. Der Halt ist  mehr als passabel, anders als die Airpods fallen sie uns nicht aus den Ohren, was vor allem am Bügel um die Ohrmuscheln liegt. Der Tragekomfort ist gut - aber nicht jedem gefällt ein Knopf im Ohr und natürlich drücken die Stöpsel irgendwann einmal, doch bei diesem Modell kommt das unangenehme Gefühl erst nach Stunden. Da hatten wir schon Schlimmeres in den Gehörgängen.

Klang könnte besser sein

Kein Vorteil aber ohne Nachteil: Die Plantronics Backbeat Fit 3100 sitzen einfach nicht tief genug in unseren Ohren. So lässt sich über den Sound nicht fair urteilen. Denn entweder klingen die Hörer in unseren Ohren leise und hohl – oder wir halten sie tiefer in die Gehörgänge gedrückt, dann können sie dumpf klingen.

Der Klang ist sicher anders gemeint, mit den Backbeat Fit des gleichen Herstellers haben wir keine Probleme mit dem Sitz und sind daher mit dem Sound stets zufrieden. Bauartbedingt lässt sich leider nichts mit alternativen Aufsätzen justieren, anprobieren kann man InEars im Laden aber schlecht.

Der etwas lockere Sitz ist aber durchaus auch so gewollt. Denn anders als bei anderen InEars – inklusive der Airpods, sofern diese richtig sitzen – hört man noch viel von der Umgebung. Bei Sportkopfhörern, die man draußen zum Joggen verwendet, kein unwichtiges Feature. Beinahe würden wir die Stecker sogar zum Radfahren einsetzen, aber besser gewöhnen wir uns erst gar nicht daran, im Straßenverkehr Musik zu hören.

Mit einem Tipp auf den rechten Ohrstecker aktivieren wir Siri – das macht aber nicht besonders viel Spaß, der digitale Assistent des iPhones versteht uns praktisch gar nicht. Unsere Kollegin, mit der wir ein Testtelefonat führen, hört auch nicht viel besser – zum Telefonieren gibt es bessere Lösungen, es würde nur für den Notfall reichen, wenn man wirklich laut sprechen kann.

Den Knopf des linken Ohrsteckers können wir über die App Backbeat konfigurieren, einer oder zwei Taps lösen bestimmte Aktionen aus. Entweder auch hier Siri, oder eine definierte Spotify- oder Apple-Music-Playlist beginnt zu spielen. Wahlweise können wir auch die Uhrzeit erfahren, einen vorher festgelegten Timer starten oder eine Stoppuhr – für Sportler also eine feine Lösung.

Fazit

Die Backbeat Fit 3100 sitzen angenehm locker, in manchen Fällen vielleicht zu locker. Weshalb in unseren Ohren die Klangqualität ein wenig nachlässt, auch das Mikrofon begeistert nicht gerade. Für den Sport sind die InEars mit ihrem Bügel und den Earwings aber eine Empfehlung wert. Mit dem Preis ist so eine Sache: Solange die InEars gut passen, sind die 150 Euro gut angelegt. Aber dass die Ohrhörer schick aussehen, steht außer Frage.

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