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Innenminister einig: WhatsApp wird überwacht

14.06.2017 | 17:23 Uhr |

Die Innenministerkonferenz hat beschlossen, dass Sicherheitsbehörden künftig WhatsApp und Co. überwachen dürfen.

Die Innenminister des Bundes und der Länder haben am Mittwoch auf der Innenministerkonferenz in Dresden eine Ausweitung der Überwachung auf Messenger-Dienste zugestimmt, die eine Verschlüsselung verwenden. Dazu zählen beispielsweise WhatsApp oder Telegram. Künftig sollen die Sicherheitsbehörden Instrumente wie Onlinedurchsuchung und Quellen-Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) nutzen können, um die Kommunikation von Verdächtigen noch vor der Verschlüsselung abhören zu können.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziére hatte am Wochenende in einem Interview einen Zugriff auf WhatsApp-Daten gefordert. In dem Interview begrüßte de Maiziére die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Messenger, weil sie eine ungestörte und sichere Kommunikation unbescholtener Bürger garantiere. Er erklärte aber auch, dass die TKÜ auch bei Messengern das Mitlesen laufender Kommunikation von Verdächtigen ermöglichen müsse.

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