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Apple sammelt mit iOS 10.3 deutlich mehr persönliche Daten

31.01.2017 | 10:56 Uhr |

Um den eigenen Cloud-Service zu verbessern, startet Apple ab iOS 10.3 mit einer neuen Datenanalyse seiner Nutzer namens ”iCloud Analytics & Privacy”.

Bekanntlich ist Apple im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI oder AI) gegenüber den Mitbewerbern wie Google oder Amazon etwas ins Hintertreffen geraten. Hier möchte man durch verschiedene Initiativen wie dem Beitritt zur offenen Plattform Partnership on AI aufholen. Außerdem sollen zur Verbesserung des eigenen Angebots zukünftig Nutzerdaten umfangreicher erhoben werden.

Dazu will Apple laut einem Artikel von ZDNet.com mit iCloud Analytics unter anderem auf die Fotos, E-Mails, Kontakte, Kalender, Notizen, iCloud Drive, Schlüsselbund, iTunes und Find my iPhone zugreifen. Doch im Unterschied zu Google oder Facebook könne man diesem Ansinnen des iPhone-Herstellers auch widersprechen – wie es zumindest in der aktuellen Betaversion von iOS 10.3 von letzter Woche möglich ist. Dort bittet Apple unter dem Stichwort ”iCloud Analytics & Privacy” um die Mithilfe des Nutzers, indem es Daten des iCloud-Accounts nutzt und analysiert. Dies lässt sich aber nach der Beschreibung von Apple auch abstellen. Außerdem werde man die erhobenen Daten nach einem bestimmten Algorithmus auswerten, den Apple ”Differential Privacy” nennt. Offensichtlich sollen bestimmte statistische Techniken zur Anwendung kommen, die möglichst wenig persönliche Zuordnung der Daten erlaubt, und trotzdem den Service wie Siri oder Quicktype, Vorschläge von Emojis beim Tippen oder bei der Suche via Spotlight verbessert.

Apple betont, die persönlichen Daten nicht dazu zu nutzen will, um diese an Werbetreibende weiter zu verkaufen oder in anderer Weise kommerziell davon zu profitieren, außer, um das eigene Angebot attraktiver zu machen. Das entspreche nicht dem Geschäftsmodell Apples.

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