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iOS 12: Objekte mit Augmented-Reality-Maßband messen

28.01.2019 | 08:35 Uhr |

Mit iOS 12 hat Apple eine eigene AR-App als Ersatz für Maßband vorgestellt. Damit kann man in etwa Gegenstände ausmessen.

In dem kommenden iPhone 2019 wird womöglich eine dritte Kamera eingebaut , diese soll nach Einschätzungen der Experten gezielt Tiefen-Informationen bzw. die Entfernungen zu den Objekten messen und so sich besonders für die AR-Anwendungen eignen. Damit wird die "Maßband"-App noch genauer, aber schon jetzt liefert sie sehr gute Dienste: "Maßband" soll dem Nutzer die Vorteile von Augmented Reality nahe bringen und Gegenstände nur mit der iPhone-Kamera ausmessen. Obwohl dies nach einer komplizierten Technologie und viel Know How klingt, ist die App recht simpel und bietet auf der Oberfläche nur wenige Schaltflächen.

Gleich nach dem Start weist die App den Nutzer darauf hin, das iPhone einige Male hin und her bewegen, als ob man gerade ein Panorama-Foto aufnimmt. Wir vermuten, dass das ARKit in iOS anhand der Daten des Beschleunigungssensors besser die Umgebung bzw. Flächen erkennen kann. Und tatsächlich, nachdem man das  iPhone kurz kalibriert hat, kann die Kamera ziemlich genau die Ecken eines Monitors oder rechteckigen Verpackung erkennen und selbstständig einen möglichen Startpunkt für die Messung festlegen, der Nutzer muss nur noch mit dem Tipp auf den Plus-Button diese Vermutung der App bestätigen. Neuere iPhones wie das iPhone X geben dabei noch ein haptisches Feedback, falls die Kamera einen Messpunkt gefunden hat.

Hat man den ersten Punkt festgelegt, verwandelt sich der digitale Sucher auf dem Bildschirm in eine gelbe Punktlinie, nun gilt es diese bis zum den gedachten Endpunkt zu führen. Ist dieser auf dem Bildschirm erreicht, tippt man nochmals auf den Plus-Button in der unteren Ecke des Bildschirmes, das iOS verwandelt die gestrichene Linie in eine durchgehende, genau in der Mitte erscheint nun eine Anzeige mit dem ermittelten Maß. Tippt man noch darauf, blenden die Maßband-App zusätzliche Infos wie etwa Länge in Zoll und die Möglichkeit, die Maße zu kopieren. Noch schneller geht das, wenn die App gesamte Oberfläche erkennt, dies funktioniert zuverlässiger mit den horizontalen als vertikalen Objekten.

Die Genauigkeit der App hängt sehr an der Genauigkeit der gesetzten Start- und End-Punkte des digitalen Maßbandes. Unser Macbook Pro hat die App richtigerweise auf 13 Zoll Bildschirmdiagonale geschätzt, die Bildschirmdiagonale von unserem ViewSonic-Display hat die Maßband-App mit 25,5 Zoll gemessen, obwohl das Display tatsächlich 27 Zoll umfasst. Hier würden wir vermuten, dass die App nur den sichtbaren Bereich vermessen hat und die Rahmen nicht berechnete. Das heißt also, für die ersten Schätzungen der Breite, Höhe etc. ist die App gut genug, bei einer maßgeschneiderte Einbauküche würden wir zu professionelleren Tools bzw. Dienstleistern greifen.

Bei DIN-A3- und DIN-A4-Blättern hat sich die App um fast einen Zentimeter geirrt. Bei dem DIN A3 Blatt (29,7 x 42 cm) hat sie 29 x 41 cm gemessen, bei dem DIN A4 Blatt (21 x 29,7 cm) kam das iOS-Maßband auf 20 x 29 cm.

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