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iOS 12: Apple begründet den USB Restricted Mode

10.07.2018 | 10:56 Uhr |

Apple führt den USB Restricted Mode bereits mit iOS 11.4.1 ein. Doch laut Sicherheitsexperten hat die Technik eine Lücke.

Update vom 10. Juli 2018: Bereist iOS 11.4.1 hat Apple auch den USB Restricted Mode eingeführt, der bisher nur in der Beta von iOS 12 enthalten war. Dieser soll verhindern, dass Hacker mit Brute-Force-Methoden den PIN des iPhone ermitteln können, indem nach einer Stunde Inaktivität sich per USB-Lightning-Verbindung nur noch Strom übertragen lässt. Dieser Counter lässt sich jedoch zurücksetzen, haben die Sicherheitsforscher von Elcomsoft herausgefunden . Alles, was man dazu braucht, ist ein Lightning-Accessoire, etwa Apples Kamera-Adapter. Steckt man diesen innerhalb der Stunde an, in der das iPhone noch aktive Datenverbindungen zulässt, springt der Counter auf null zurück. Greift der Mechanismus aber schon, lässt sich er USB Restricted Mode ohne Kenntnis der iPhone-PIN nicht mehr abschalten oder zurücksetzen.

Meldung vom 14. Juni 2018: iOS 12 bekommt den USB Restricted Mode, der verhindert, dass sich nach einer Stunde Inaktivität USB-Geräte mit dem gesperrten iPhone verbinden können. Das ist seit der WWDC bekannt und im Prinzip auch, warum Apple das macht.

Geräte wie der GrayKey , die unter Ausnützung nicht bekannter Lücken iPhones mit Brute-Force-Methoden knacken können, haben damit keine Chance mehr. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters hat Apple nun bestätigt , dass dies genau der Hintergrund der neuen Sicherheitsfunktion sei, man wolle diese Methoden von Polizeibehörden und Kriminellen unterbinden. Vor allem wolle man Kunden in Ländern schützen, in denen die Strafverfolger weniger strengen Restriktionen als in den USA unterliegen.

Neben den Behörden würden aber auch einfache Kriminelle, Spionen und andere skrupellose Leute derartige Techniken anbieten, Firmen wie GrayShift oder Cellebrite verkaufen ihre Geräte zu hohen Preisen oder entsperren für 50 US-Dollar einzelne Telefone. "Wir verbessern stets die Sicherheit in jedem Apple-Produkt, um unseren Kunden zu helfen, sich gegen Hacker, Identitäts-Diebe und Eindringen in ihre private Daten zu verteidigen," heißt es in einem Statement. Man habe aber höchsten Respekt vor der Strafverfolgung und gestalte die Techniken nicht so, um deren Arbeit in frustrierender Weise zu erschweren.

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