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iOS 12: So wird das iPhone noch sicherer

09.07.2018 | 16:24 Uhr | Stephan Wiesend

In der kommenden Version von iOS verbessert Apple die Sicherheit, so werden Angriffe per Lightning-Anschluss erschwert.

Vor allem Verbesserungen und Optimierungen hat Apple bei dem kommenden iOS 12 geplant, dazu geh├Âren auch zahlreiche Neuerungen im┬á Bereich Sicherheit.

Zugriff per Lightning wird besser gesch├╝tzt

F├╝r viel Aufsehen hatte die Firma Greyshift mit ihrer Lightning-Box GrayKey gesorgt: Per Lightning-Kabel greift das Ger├Ąt auf ein gesperrtes iPhone zu und kann den Anmeldecode bestimmen. Mit einer neuen Sicherheitsfunktion schiebt hier Apple einen Riegel vor: F├╝r den Datenzugriff per Lightning ist am iPhone die Eingabe des Anmeldecodes erforderlich. Diese ÔÇ×FreischaltungÔÇť gilt f├╝r eine Stunde, man kann diese Sperre in der aktuellen iOS 12 Beta und iOS 11.4 Beta deaktivieren. Einstellungen > Touch ID & Code > USB-Zubeh├Âr.

Komfortableres 2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung)

Immer mehr Onlinedienste empfehlen die Technologie 2FA zu verwenden, ├╝ber die man seine Onlinekonten absichert. Vor der ├änderung wichtiger Daten muss man dann erst einen Zahlencode eingeben, den man per SMS erh├Ąlt. Das verhindert, dass ein Hacker verlorene Eingabedaten nutzt oder diese ausprobiert. Die aktuelle Methode ist aber unkomfortabel, da man doch relativ oft auf Zahlencodes warten, sich diese merken oder in die Zwischenablage kopieren muss. Das wird mit der neuen Funktion Security Code AutoFill am iPhone einfacher:┬á Erh├Ąlt man einen Code per SMS, wird dieser automatisch ├╝bernommen und man bei seinem Onlinedienst angemeldet. Das sollte die Akzeptanz von 2FA doch etwas erh├Âhen. Allerdings gibt es auch Sicherheitsforscher , die diese neue Funktion kritisch sehen und potentielle Sicherheitsl├╝cken vermuten.

iOS 12 ÔÇô Das ist neu

In unserem ausf├╝hrlichen Ratgeber zu iOS 12 haben wir alle Neuigkeiten und Funktionen zusammengefasst:

iOS 12: Das ist neu

Tracking durch Social Media

Zum Thema Sicherheit geh├Ârt auch Privatsph├Ąre und hier bringt vor allem Safari viele Verbesserungen. Neu ist die Versch├Ąrfung der Ma├čnahmen gegen Tracking. So geht jetzt Apple erstmals auch gegen Social-Media-Funktionen von Firmen wie Facebook vor. Der Hintergrund: ├ťber einen Sharing-Button auf einer Webseite kann ein Unternehmen wie Facebook verfolgen, ob ein Surfer bestimmte Seiten besucht. Das kann man unter iOS 12 verhindern: ├ľffnet man eine Seite mit einem Facebook-Button, wird man gefragt, ob man Facebook die Identifizierung erlauben will. Die Hintergr├╝nde haben wir hier noch ausf├╝hrlicher erkl├Ąrt .

Identifizierung eines Surfers wird erschwert

Werbebetreiber nutzen zahlreiche raffinierte Methoden um einen Surfer zu identifizieren ÔÇô┬áeine Grundlage f├╝r zielgruppengerechte Werbung. Beim Aufruf einer Webseite kann ein Webseitenbetreiber beispielsweise Systemdaten und installierte Plug-ins auslesen und zur Identifikation nutzen.┬á Apple will dieses Tracking in iOS 12 erschweren, beim Zugriff auf eine Webseite werden deshalb nur allgemeine Informationen ├╝ber ein iPhone oder iPad ├╝bermittelt.

In der Präsentation wurde Facebook als Beispiel angeführt.
Vergr├Â├čern In der Pr├Ąsentation wurde Facebook als Beispiel angef├╝hrt.

Bessere Passw├Ârter

Bei einer erstmaligen Anmeldung schl├Ągt Safari wie bisher ein individuelles und sicheres Passwort vor. Laut Apple werden unter iOS 12 noch sicherere Passw├Ârter vorgeschlagen. Eine weitere Neuerung: Nutzt man das gleiche Passwort f├╝r mehrere Accounts, zeigt das System jetzt eine Warnung. Gilt dies doch als Sicherheitsrisiko, da bei einem Datenraub eines Diensteanbieters wie Yahoo der Hacker auch die Anmeldedaten f├╝r weitere Accounts des Nutzers erh├Ąlt.

Verschl├╝sselte Face Time-Gruppen

Eine neue Funktion von iOS 12 sind Gruppen-Chats mit Face Time. Wie alle Chats sind auch diese Kommunikationen durchgehend verschl├╝sselt.

Automatische Ortung bei 911 (nur USA)

Eigentlich eher dem Bereich Gesundheit zuzuordnen: In Zusammenarbeit mit RapidSOS gibt es eine neue Funktion bei Notrufen: In den USA wird bei einem Anruf bei den meisten Notrufzentralen automatisch der aktuelle Standort mit ├╝bertragen.

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