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iOS 12 ist bereits verfügbar – Das ist neu

25.09.2018 | 09:50 Uhr |

Bei der Nutzung von iOS 12 tauchen immer wieder neue Funktionen auf, die noch nirgends erwähnt wurden.

Update vom 25.09.2018:

In die richtige Richtung: Erst mit iOS 12 lässt Apple Kartenanwendungen von Drittanbietern für Carply zu. Google hat seine Maps schon gleich in der letzten Woche für das System angeboten, nun zieht auch Waze nach. Die Kombination aus hervorragendem Kartenmaterial und einer von Informationen der Community gestützten Navigation ist bei vielen Autofahrern beliebt, Waze in Carplay daher eine gute Nachricht.

Update vom 19.09.2018:

Apple hat auf der Ankündigungsseite nebenbei erwähnt, dass für Siri-Übersetzung nun 40 zusätzliche Sprachpaare zur Verfügung stehen. Diese Sprachpaare sind nirgends dokumentiert, aber Siri ist gesprächig genug, um diese selbst zu verraten. Fragt man auf einem iOS-12-Gerät: "Hey, Siri. In welche Sprachen kannst du übersetzen?", nennt die digitale Assistentin neben dem Englischen noch das Französische, Spanische, Italienische, Russisch, Portugiesisch und Hochchinesisch. Die Anfrage für Übersetzung ist selbsterklärend: "Übersetze ins Spanische 'Ich möchte bitte das Tagesgericht und ein Glas Rotwein'", kommt eine mehr oder weniger vernünftige Übersetzung. Dazu liest Siri in der angefragten Sprache den übersetzten Satz vor.

iOS 12 Siri Übersetzung
Vergrößern iOS 12 Siri Übersetzung

Ursprüngliche Meldung vom 17.09.2018:

Mit iOS 12 will Apple dem Nutzer noch mehr Macht geben. “More power to you.“ – damit bewirbt Apple das iOS-Update. Ab sofort steht die neue Version zur Verfügung. Sie können sie in der Einstellungen-App Ihres Geräts unter "Allgemein – Softwareupdate" aufrufen und herunterladen. Die Geräte ab iPhone 5S, iPad Mini 2, iPod Touch der sechsten Generation und iPad Air unterstützen das Update. Hier haben wir bereits versteckte Funktionen gesammelt.

Diese neuen Funktionen kommen im Herbst
Vergrößern Diese neuen Funktionen kommen im Herbst

FaceTime

Wer mit bis zu 32 Kontakten gleichzeitig ein Gespräch führen möchte, muss dafür ab Herbst dieses Jahres nicht mehr auf Programme wie etwa Skype zurückgreifen, sondern kann dafür FaceTime nutzen – egal, ob Audio- oder Video-Telefonie. Kommunikation sei seit jeher ein wesentlicher Bestandteil der Apple-Philosophie gewesen, meint Apples Senior Vice President für Software-Entwicklung, Craig Federighi. Mit dem neuen FaceTime kann man auch bereits bestehenden Konversationen zu einem späteren Zeitpunkt beitreten, beispielsweise auch über die Nachrichten-App.

Der Facetime-Gruppenchat kann bis zu 32 Gessprächspartner aufnehmen.
Vergrößern Der Facetime-Gruppenchat kann bis zu 32 Gessprächspartner aufnehmen.
© Apple

Die einzelnen Gesprächsteilnehmer werden im quadratischen Format unterschiedlich groß dargestellt, ganz nach dem Motto: Wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Pause. Soll heißen: Diejenigen, die etwas sagen, werden größer dargestellt als diejenigen, die nichts sagen. Zusätzlich gibt es neue Funktionen, wie „coole Filter, animierte Text-Effekte, lustige Sticker und mehr“, die die Gespräche in FaceTime oder der Nachrichten-App auflockern sollen. Offenbar kommt jedoch die Funktion erst gegen Ende 2018 – Apple hat Group Facetime aus der siebten iOS-12-Beta zurückgezogen.

Gruppenanrufe mit Facetime
Vergrößern Gruppenanrufe mit Facetime

Perfomance

Die starke Performance von iOS 12 wird laut Apple deutlich zu spüren sein. Dabei legt das Unternehmen den Fokus besonders auf die alltäglichen Dinge, wie etwa das Starten der Kamera-App oder das Tippen auf der Tastatur. iOS 12 soll auch das parallele Arbeiten mit mehreren Apps gleichzeitig angenehmer gestalten. Dies wird vor allem Nutzer von älteren iPhone- oder iPad-Modellen erfreuen, denn Apple verspricht: „Diese Features verbessern die Leistung auf allen Geräten, die bis zum iPhone 5S und iPad Air zurückreichen.“ Demnach kann die Kamera unter iOS 12 bis zu 70 Prozent schneller geöffnet werden, die Tastatur reagiert bis zu 50 Prozent schneller und Apps können unter „heavy workload“ doppelt so schnell gestartet werden wie zuvor.  

Deutlich performanter wird das iOS 12 werden.
Vergrößern Deutlich performanter wird das iOS 12 werden.

Memoji

Keine fünf Minuten, nachdem Apple die neue Funktion rund um die Animoji vorgestellt hat, tauchten im Internet bereits die ersten Memes auf, die das neue Feature belächelten. Neben einer Reihe neuer Animoji (Geist, Tiger, Koala und T-Rex), können die kleinen animierten Charaktere nun auch die Zunge rausstrecken oder zwinkern. Vorausgesetzt, dass der iPhone X-Nutzer dies auch tut.

Die Animojis wurden um vier weitere Charaktere erweitert (links). Mit den Memojis können die Nutzer sich nun auch selbst auf das iPhone X animieren.
Vergrößern Die Animojis wurden um vier weitere Charaktere erweitert (links). Mit den Memojis können die Nutzer sich nun auch selbst auf das iPhone X animieren.
© Apple

„1960 dachte man noch, dass 2018 die Autos fliegen könnten. Stattdessen stellt Apple kleine Tierchen vor, die die Zunge rausstrecken können“, kommentierte ein Nutzer ganz trocken im Internet. Braucht man wirklich so ein Feature? Natürlich nicht, aber es kann sicherlich für den einen oder anderen Spaß und Lacher sorgen.

Eine wirkliche Neuerung dagegen sind die Memoji, die im Prinzip ein personifiziertes Animoji darstellen. iPhone X-Nutzer können sich selbst in digitaler Form erstellen, Haut- und Haarfarbe anpassen, sowie Frisur und Brille individuell einstellen. Mit den Animojis, Memojis und (den fast schon veralteten) Emojis, kann sich nun aber kein Apple Nutzer mehr über zu wenig Möglichkeiten beschweren, Konversationen lustig zu gestalten.

Augmented Reality

Mit ARKit 2 können Entwickler nun für noch eindrucksvollere AR-Momente sorgen. Sogar für solche, die man mit seinen Freunden gleichzeitig erleben kann.

Augmented Realiy-Spiele können nun auch mit Freunden zusammen auf mehreren Geräten gleichzeitig erlebt werden.
Vergrößern Augmented Realiy-Spiele können nun auch mit Freunden zusammen auf mehreren Geräten gleichzeitig erlebt werden.
© Apple

AR-Objekte können nun mit der Nachrichten-App und Mail verschickt und in der echten Welt platziert werden. Ebenfalls recht nützlich könnte die neue App namens „Measure“ werden, mit der man dreidimensionale Gegenstände messen kann und sich bestimmte Strecken berechnen lassen. Wenn beim nächsten Umzug also kein Zollstock in der Nähe ist, kann man rein theoretisch auch auf Measure zurückgreifen. Wie genau die App sein wird, gilt es noch auszuprobieren.

Screen Time

Der Albtraum für jedes Kind ist wahr geworden, besorgte Eltern machen im Herbst vermutlich vor Begeisterung den einen oder anderen Luftsprung. Aber auch Erwachsene, die sich selbst kontrollieren möchten, werden von Screen Time sicherlich profitieren können.

Sobald das zuvor eingestellte Zeitlimit erreicht wurde, ist das Spielen oder das Surfen im Netz nicht mehr möglich. Der Nutzer bekommt jedoch zuvor eine Benachritigung mit einem Hinweis, wie viel Zeit ihm noch zum Spielen bleibt.
Vergrößern Sobald das zuvor eingestellte Zeitlimit erreicht wurde, ist das Spielen oder das Surfen im Netz nicht mehr möglich. Der Nutzer bekommt jedoch zuvor eine Benachritigung mit einem Hinweis, wie viel Zeit ihm noch zum Spielen bleibt.
© Apple

Die App ermöglicht es, den Überblick über die Zeit nicht zu verlieren und den Gebrauch mancher Apps oder Besuch bestimmter Webseiten auf eine zuvor eingestellte Nutzungszeit zu beschränken.

Benachrichtigungen

Bereits Anfang März berichteten wir über ein Konzept-Design, mit dem ein Künstler seine Vorstellungen eines praktischeren Benachrichtigungs-Systems präsentierte. Möglicherweise hat Apple sich ein Beispiel an besagtem Konzept genommen.

Mit iOS12 werden die Benachrichtigungen in Gruppen dargestellt, die bei Bedarf auch alle auf einmal vom Sperrbildschirm entfernt werden können.
Vergrößern Mit iOS12 werden die Benachrichtigungen in Gruppen dargestellt, die bei Bedarf auch alle auf einmal vom Sperrbildschirm entfernt werden können.
© Apple

Nicht Stören

Aktivierte man bisher den Nicht Stören-Modus, sofern man zum Beispiel nachts nicht von etwaigen Nachrichten geweckt werden wollte, wurden diese dennoch auf dem Bildschirm angezeigt. Eine neue Funktion soll dies verhindern, damit man erst gar nicht in Versuchung kommt, die gewünschte Ruhe zu unterbrechen. Der Rahmen für die Ruhepause lässt sich frei einstellen.

Wer im Kalender Termine eingetragen hat, kann diese als Ruhepause auswählen. In dieser Zeit werden dann keine Nachrichten auf dem Bildschirm angezeigt.
Vergrößern Wer im Kalender Termine eingetragen hat, kann diese als Ruhepause auswählen. In dieser Zeit werden dann keine Nachrichten auf dem Bildschirm angezeigt.
© Apple

Hat man beispielsweise im Kalender ein Meeting eingetragen, kann man unter iOS 12 angeben, dass man während des Meetings nicht gestört werden möchte. Das Ergebnis: Keine Nachrichten auf dem Sperrbildschirm. Natürlich kann man dies auch auf die gesamte Nacht ausweiten, sodass man die neuen Nachrichten erst nach dem Aufstehen zu Gesicht bekommt.

Fotos teilen und suchen

Eine neue Funktion namens „Für dich“ zeigt dem Nutzer eine „großartige Auswahl an Momenten aus deiner Fotobibliothek an und macht intelligente Vorschläge, die Fotos mit den Leuten zu teilen, die auf dem Foto abgebildet sind“, verspricht Apple. Damit wird das Teilen von Fotos unter iOS 12 noch intuitiver. Wenn der Rezipient ebenfalls ein iOS-Gerät mit der aktuellsten Version nutzt, erhält dieser den Vorschlag, ähnliche Fotos zu teilen.

Intelligentes Teilen von Fotos mit iOS 12
Vergrößern Intelligentes Teilen von Fotos mit iOS 12
© Apple

Auch das Suchen von Fotos soll noch intelligenter ablaufen. Noch bevor der Nutzer einen Begriff in das Suchfeld eintippt, schlägt das iOS-Gerät eine Auswahl an Fotos vor. Je mehr Keywords der Nutzer gebraucht, umso kleiner wird die Auswahl der gewünschten Fotos.

Weitere Funktionen:

•    Apple Books bekommt ein neues Design, mit dem die Suche nach neuen Büchern noch leichter wird

•    Die Aktien-App sowie die Sprachmemo-App wurde ebenfalls überarbeitet und kommt erstmals auf das iPad

•    Während die Deutschen weiterhin auf Apple News warten müssen, wurde die App für die bisherigen Nutzer angepasst

•    Safari erstellt noch sicherere Passwörter

•    Unterstützung von Drittanbieter-Navi-Apps für CarPlay

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