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iOS-Entwickler gründen eine "Gewerkschaft"

22.05.2018 | 13:49 Uhr |

"The Dev Union" heißt eine informelle Vereinigung von iOS-Entwickler, die eigene Interessen gegenüber Apple besser vertreten will.

Die Idee schwebte den Gründern wohl bereits vor einigen Monaten vor, denn der Twitter-Accont von " The Dev Union " ist im Dezember 2017 registriert worden. Erst letzte Woche wurde jedoch die entsprechende Webseite und ein offener Brief an Apple veröffentlicht. Darin bitten die Autoren um eine kostenfreie Demo-Version der iOS- und Mac-Apps, damit auch kleinere Entwickler ihre Apps besser an die Nutzer bringen können.

Die Seite funktioniert wie eine Art Petition : Man kann sich dort mit der eigenen Mail und, wenn vorhanden, eigenen Apps eintragen und den Aufruf an Apple unterstützen. Damit sind keine Kosten verbunden. Mit dem Stand vom 22. Mai 2018 waren bereits rund 450 Unterstützer registriert. In der Liste der teilnehmenden Apps konnte man knapp 500 Einträge finden. Außer Cyberduck, dem bekannten FTP-Manager, sind in der Liste meistens unbekannte Apps kleinerer Entwickler. Gestartet wurde die Initiative von vier US-amerikanischen iOS- und macOS-Entusiasten: Jake Schumacher, dem Regisseur von "The App: The Human Story", dem iOS-Entwickler Rodger Otgen, Produkt-Designer Loren Morris und dem iOS-Entwickler Brent Simmons, derzeit bei OmniFokus. Die "Gewerkschaft" hat natürlich keinen direkten Einfluss auf Apple und ist eher als eine PR-Aktion gemeint. Die Gründer rufen jedoch alle Nutzer dazu auf, eigene Ideen und Forderungen einzubringen. Je mehr Nutzer und gute Ideen die Plattform bieten wird, desto mächtiger wird ihre Stimme in der öffentlichen Diskussion mit Apple sein.

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