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iPad 2018: Günstigeres Einstiegsmodell

21.02.2018 | 15:30 Uhr |

Apple will 2018 ein neues und besonders günstiges iPad 9,7-Zoll auf den Markt bringen, die Pros bekommen Updates.

Update vom 21.02.2018:

Was den Nachfolger des iPad 9,7 (Frühling 2017) angeht, könnte schon im März eine Ankündigung aus Cupertino erfolgen. Wie die französische Website Consomac in einer Datenbank der Eurasischen Union gefunden haben will, hat Apple für den Wirtschaftsraum Russland, Weißrussland, Kasachstan, Armenien und Kirgistan zwei neue Geräte angemeldet, die Verschlüsselung einsetzen und daher einer behördlichen Genehmigung bedürfen. Es handele sich dabei um die Produktnummern  A1954 und A1893: Tablets von Apple. In jener Datenbank waren seinerzeit vorab auch Hinweise auf neue Macbooks, die AirPods und das iPhone 7 aufgetaucht, erklärt 9to5Mac . Und ordnet auch den voreiligen Schluss von Consomac ein: Nein, Apple bereite sich eher nicht auf eine März-Keynote vor. Bei den Geräten handele es sich aller Voraussicht nicht um das für Herbst erwartete Update des iPad Pro, das wie das iPhone X mit schmälerem Rahmen und FaceID kommen könnte, sondern eher um die Weiterentwicklung des Standard-iPads. Jenes hatte Apple vor einem Jahr als iPad 9,7 auf eine neue Schiene gestellt, im März – aber ohne Keynote, sondern lediglich mit einer Pressemeldung.

Interessant aber auch ein weiterer neuer Eintrag (19. Februar) in der Datenbank. Apple habe neben zwei womöglich neuen Tablet-Mustern auch Stichproben von "Smartphones der Marke Apple" eingereicht. Besteht doch noch die Chance, dass Apple im Frühjahr eine neue Version des iPhone SE vorstellt und in den Handel bringt?

Update vom 13.02.2018:

Neue Kamera: Die neuen iPads des Jahrgangs 2018 sollen laut eines Berichts von Bloomberg eine Frontkamera bekommen, wie sie bereits das iPhone X hat. Damit soll zweierlei möglich sein: Das Entsperren des Geräts mit dem Gesicht (Face ID) und animierte Emojis in iMessages, seit letzten Herbst auch als Animojis bekannt. Den größeren Platz auf dem Bildschirm will Apple Bloombergs Mark Gurman zufolge auch für eine Neuerung nutzen, die man bisher nur vom Mac kennt: Apps mit Tabs. In einer Anwendung könne man dann mehrere Fenster öffnen und auch zwischen ihnen wechseln, bisher ist das nur in Safari möglich. Die Tapped Apps könnten sich aber noch auf 2019 verschieben, da Apple in iOS 12 sich vor allem auf die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Systems konzentrieren wolle und neue Features erst 2019 in das mobile Betriebssystem einbaue. Für neue Features sollen Apples Entwickler nun bis zu zwei Jahre Zeit bekommen – was bis Herbst nicht ausgereift ist, kommt dann eben einen Herbst später.

Ursprüngliche Meldung vom 06.01.2018:

Im Jahr 2017 konnte Apple wieder mehr iPads verkaufen als im Vorjahr, zumindest galt das für die letzten beiden Quartale des Geschäftsjahres 2016/17 und auch im Weihnachtsgeschäft sollte Apple das Ergebnis von 2016 übertroffen haben.

Um das iPad war es dennoch zuletzt ein wenig ruhiger geworden, das innovative Tablet scheint sich langsam zu einer Art von Nebenprodukt zum iPhone zu entwickeln. Aber auch im kommenden Jahr wird Apple weiter am Post-PC herumschrauben. Unsere Prognose:

Billig-iPad, Nachfolger für die iPad Pro

Bei den iPads pflegt Apple zwei Hauptlinien: Ein iPad für Einsteiger und zwei teure Modelle für den Pro - das iPad Pro 10,5 Zoll und 12,9 Zoll.

Die Pro-iPads aktualisiert Apple mit eher mäßigem Tempo, einen Nachfolger des iPad Pro 10,5 und 12,9 kann man aber in der zweiten Jahreshälfte 2018 erwarten. Face ID und mehr Leistung wäre hier keine Überraschung, eine Doppelkamera aber schon.

Viele preissensible Apple-Fans sind aber wohl auf das neue kommende iPad ohne Pro gespannt. Laut Gerüchten soll es ja nur 259 Dollar kosten, also noch einmal hundert Dollar weniger als das aktuelle iPad. Trotz sinkender Komponentenpreise erwarten wir hier deshalb wenig High-End sondern Standardkost – eher vertraute Hardware und kleine Einsparungen an allen Ecken – vielleicht ein simpleres Gehäuse. Aber auch einige Komponenten wie Speicherchips sind schließlich in den letzten Jahren im Preis gesunken.

Wie die gut informierte Zeitung Digitimes aus Taiwan jetzt berichtet, soll Apple es schon im zweiten Quartal 2018 auf den Markt bringen. Laut Quellen von Digitimes werde das Gerät vermutlich einen neuen Preiskrieg mit den Konkurrenten Samsung, Amazon, Huawei und Lenovo auslösen.

Zielgruppe für das Gerät sollen neben Privatkunden Industrie und der Dienstleistungssektor sein. Für die Produktion ist angeblich Compal verantwortlich, für das PCB sind Compeq und United Printed Circuit Board zuständig. Apple hatte erst 2017 ein günstiges Einsteiger-iPad vorgestellt, das im US-Store ab 329 Dollar kostet. Die Verkaufszahlen der iPads sind sind in den letzten drei Jahren gesunken – bis auf die letzten beiden Quartale Aktuell verkauft Apple etwa 10 Millionen Geräte pro Quartal, im Weihnachtsgeschäft deutlich mehr.

Hardwarekomponenten aus eigener Produktion

Was im Hintergrund passiert: Immer stärker investiert Apple in die Entwicklung eigener Komponenten: Um Kosten zu senken und Qualität und Versorgung zu kontrollieren. Die in iOS-Geräte eingebaute CPU stammt schon länger von Apple, auch die GPU will bald Cupertino selbst produzieren. Apple sichert sich auf diese Weise einerseits kritische Bauteile und schließt andererseits die Konkurrenz von neuester Technik aus. Zuletzt hatte Apple in den in Texas angesiedelten Hersteller Finisar investiert, der Lasersysteme für die Frontkamera des  iPhone X (True Depth) produziert. Auch für das iPad wäre eine derartige Optik interessant, insbesondere für die boomenden AR-Anwendungen. Mit Bluetooth-Chips aus eigener Produktion hat Apple bereits ein Beispiel geliefert: Die Prozessoren W1 und W2 sorgen für besonders problemlose Kommunikation mit Apple-Geräten bei niedrigem Stromverbrauch.

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