2391188

iPhone 2019 Wunschliste: Unsere Hoffnungen für die Zukunft des wichtigsten Produkts von Apple

20.11.2018 | 14:31 Uhr |

Nach dem iPhone ist vor dem iPhone. Das wünschen wir uns für die nächste Generation im kommenden Jahr.

Die Zeiten, in denen Apples Zukunft auf Gedeih und Verderb nur vom iPhone abhing, sind vorbei. Neben iPad, Mac, Homepod, Apple TV und Apple Watch und ganz zu schweigen von einem sehr schnell wachsenden Servicegeschäft, ist das bekannteste Apple-Produkt nicht unbedingt das einzige, das zählt. Aber es ist nach wie vor das wichtigste Produkt im gesamten Portfolio. Es hat die größte kulturelle Bedeutung, die größte Reichweite, das größte Gütesiegel, und es ist für die meisten Menschen der Einstieg in das Apple-Ökosystem.

Das iPhone XS war ein vorhersehbares "S"-Modell, das die wichtigsten Designs und Funktionen des Vorjahres aufgreift und die Leistung und Qualität der Kamera verbessert. Für 2019 hoffentlich geht Apple noch weiter. Unsere Wunschliste für das iPhone der nächsten Generation.

1. Eine noch leistungsfähigere Neural Enginge

Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Apple das iPhone 2019 mit einem neuen Prozessor der A-Serie ausstatten wird, der wahrscheinlich  A13 heißen wird, wenn wegen Aberglaubens nicht gleich die Nummer 14 auf die 12 folgt ( Unwahrscheinlich, da auch macOS High Sierra die Versionsnummer 13 trug, Anm. d. Red. ). Apples Fertigungspartner werden mit ziemlicher Sicherheit nicht rechtzeitig vor dem nächsten iPhone ihren 5nm-Prozess etabliert haben – TSMC wird vermutlich erst im Jahr 2020 5nm-Chips für Apple herstellen können.

Das bedeutet, dass eine weitere Chip-Generation auf dem 7nm-Prozess basiert. So können wir keine großen Sprünge in Bezug auf Leistung und Akkulaufzeit erwarten, aber Apple wird wahrscheinlich die Transistorzahl weiter erhöhen und uns einen leistungsfähigeren Chip liefern.

Hoffentlich wird Apple, genau wie beim A12, der Neural Engine die größte Aufmerksamkeit widmen. Dies ist der Teil des Chips, der auf die Verarbeitung von maschinellem Lernen und KI-Algorithmen spezialisiert ist, die zunehmend in alles einfließen, was Apple entwickelt: Siri, Kamera-App, Fotos-App, Augmented Reality und vieles mehr. Entwickler können CoreML verwenden, um die Neural Engine anzusprechen und ihren eigenen maschinell lernenden Code schneller auszuführen.

Stellen wir uns mal einen A13 mit der doppelten Leistung der Neural Engine im Vergleich zum A12 vor, nicht mehr 5 Billionen Operationen pro Sekunde, sondern 10 Billionen. Die CPU und GPU sind bereits so viel schneller als die Konkurrenz, dass sie keinen Schub benötigen. Da KI und maschinelles Lernen jedoch zunehmend zum Kernstück von iOS und seinen Anwendungen und Diensten werden, kann die Beschleunigung der Neural Engine einen großen Einfluss haben.

2. Eine verrückt gute Kamera

Jedes iPhone hat eine bessere Kamera als die vorherige. Das ist seit dem allerersten Modell wahr und das wird sich nicht so schnell ändern. Aber es ist an der Zeit, dass Apple mehr tut, als nur die Bildverarbeitung zu verbessern. Ein drittes Objektiv auf der Rückseite, vielleicht mit einer Weitwinkel-Optik, könnte einige interessante neue computergestützte Foto-Optionen ermöglichen, die den iPhone-Benutzern nicht nur weitere Aufnahmeoptionen geben.

Eine zusätzliche Weitwinkelkamera auf der Vorderseite könnte aber noch nützlicher sein - schließlich haben die Leute meistens Schwierigkeiten, alles, was sie wollen auf das Bild zu bekommen.

Aber neben neuer Hardware muss Apple mit neuen Software-Fotografie-Funktionen wirklich alle Register ziehen. Der neue Nachtsichtmodus von Google ist ein perfektes Beispiel für die Art von Funktionen, mit der iPhone-Nutzer gerne spielen würden. Nvidias Technologie zur Erzeugung von Slow-Mo-Material aus regulärem Material ist zudem ein Feature, das perfekt zu der leistungsstarken Neural Engine in Apples neuesten Chips passen würde. Natürlich sollten "normale" Schnappschüsse besser aussehen, aber wir sollten in der Lage sein, mehr zu tun. Das iPhone muss in der Lage sein, uns die Art von Bildern machen zu lassen, die man noch nie zuvor machen konnte.

3. Ein TrueDepth-Modul der zweiten Generation

Im iPhone XS ist die Gesichtserkennung schneller als auf dem iPhone X. Das liegt vor allem an der Verbesserung der Geschwindigkeit der Secure Enclave und der Neuronalen Maschine. Das eigentliche TrueDepth-Modul selbst wurde nicht wirklich verbessert.

Ich möchte eine TrueDepth-Kamera der zweiten Generation sehen. Es ist wahrscheinlich zu viel gehofft, dass es Apple auf magische Weise gelänge, dessen Größe zu schrumpfen, so dass es ohne Notch in einen winzigen iPhone-Rahmen passen würde, aber es könnte besser werden. Die FaceID sollte mit Ihrem Handy  in jeder beliebigen Ausrichtung funktionieren, wie es beim neuen iPad Pro der Fall ist. Bei hellem Licht wünschen wir uns mehr Zuverlässigkeit – die Verwendung von Face ID bei Mittagssonne kann manchmal eine Herausforderung sein. Der Blickwinkel sollte etwas größer sein, so dass die Gesichtserkennung auch dann gelingt, wenn das iPhone auf dem Schreibtisch neben Ihnen liegt.

Wir alle können uns daran erinnern, wie viel besser die Touch ID wurde, als das iPhone 6s ein Modul der zweiten Generation einführte. Stellen Sie sich diesen Qualitätssprung auf Face ID angewendet  vor.

4. Wechsel auf USB-C

Bisher war es so: Macs verwenden USB-C, iPhones und iPads laden über Lightning. Aber das neue iPad Pro hat den Wechsel auf  USB-C vollzogen , so dass die gesamte "USB-C ist für Macs und Lightning ist für iOS" Abteilung aus dem Gleichgewicht gerät.

Es ist an der Zeit, das System zu vereinheitlichen. Apple setzt auf dem Mac voll auf USB-C, es werden keine anderen Anschlüsse auf Mac-Laptops verwendet, und iMacs verfügen über eine Vielzahl von USB-C-Anschlüssen. Apple, erleichtere uns also das Leben und tausche Lightning gegen USB-C auf allen iPhones und iPads. Gib uns ein Kabel, um sie alle zu beherrschen.

Sicher, dann könnte erforderlich sein, dass die iPhones ein wenig dicker sind, um den Port aufzunehmen, aber das geht in Ordnung. Das gibt Apple nur Platz für.....

5. Eine größere Batterie

Ich höre nie jemanden sich darüber beschweren, dass das iPhone nicht dünn genug sei. Oder dass andere Premium-Handys, wie das Galaxy S9 oder das Pixel 3, zu dick wären. Ich höre aber ständig Wünsche für eine längere Akkulaufzeit.

Die Akkulaufzeit des iPhone ist sicherlich nicht schlecht, aber jeder will immer mehr. Eine größere Batterie ist der einfachste Weg, um dorthin zu gelangen.
Vergrößern Die Akkulaufzeit des iPhone ist sicherlich nicht schlecht, aber jeder will immer mehr. Eine größere Batterie ist der einfachste Weg, um dorthin zu gelangen.

Hier ist die Lösung für Apple: Das neue iPhone nur einen Millimeter dicker machen. Das würde es auf gerade einmal 8,7 mm bringen, weniger als einen halben Millimeter dicker als das iPhone XR! Es würde immer noch ultrahochwertig aussehen und sich so anfühlen, und die Designer könnten sogar in die Lage kommen, den Überstand der Kamera los zu werden.

Das würde Platz für einen dickeren, leistungsfähigeren Akku und auch für den USB-C-Stecker (wie bereits erwähnt) lassen. Es ist eine Win-Win-Win-Win-Win-Situation.

6. Ein Schnellladegerät im Lieferumfang

Apple liefert immer noch Abermillionen von Handys mit einem 5-Watt-Ladegerät aus. Die Telefone sind aber in der Lage, viel schneller zu laden, aber man würde es nie wissen, wenn man mal einen alternativen Ladeadapter ausprobiert.

Anfang dieses Jahres hörten wir mehrere Gerüchte über einen 18-Watt-USB-C-Adapter, der den 5-Watt-Inbox-Adapter ersetzen sollte. Leider hat sich das nicht bestätigt.

Es ist an der höchsten Zeit, ein schnelles USB-C-Ladegerät in die Box zu stecken. Dieser Pfennigfuchserei  des weltweit erfolgreichsten Technologieunternehmens, auf Kosten der Benutzererfahrung mit einem der teuersten Handys, die man für Geld kaufen kann, ist einfach nur beschämend.

7. Eine ständig angeschaltetes Display

Technisch gesehen könnte Apple dies jedem seiner Telefone mit einem OLED-Display mittels eines iOS-Updates hinzufügen, aber es würde mich nicht überraschen, wenn das Unternehmen es nur für ein neues Modell exklusiv anbieten würde. Die Anzeige von Uhrzeit, Datum und einigen anderen einfachen übersichtlichen Informationen (wie z.B. dem Wetter und vielleicht einer ungelesenen Anzahl von Nachrichten) zu jeder Zeit auf dem Bildschirm könnte problemlos mit minimalem Stromverbrauch erfolgen.

Das wäre gut für das Unterfangen, seine Bildschirmzeit zu reduzieren. Wie oft nehmen wir unser Telefon in die Hand, nur um die Uhrzeit, das Datum oder das Wetter zu überprüfen, und werden dabei in ein Meer von Benachrichtigungen gesaugt. Wenn ein kurzer Blick auf den Schreibtisch mir die wichtigsten Informationen geben könnte, ohne dass ich mein Telefon berühren müsste, würde ich sie es weniger oft aufheben und mich von endlosen Kommentarschlachten im sozialen Netzwerk ablenken lassen.

8. Das Kleine kleiner machen

Wenn Apple wieder drei iPhone-Größen herstellen würde, wäre es keine schlechte Idee, die kleinste etwas kleiner zu machen. Derzeit spricht das 5,8-Zoll-iPhone XS nicht ganz diejenigen an, die sich nach einem neuen iPhone SE sehnen. Einige Leute stehen wirklich auf kleine Telefone, und während ich nicht glaube, dass Apple speziell diesen Markt mit einem Vier-Zoll-Modell ansprechen muss, würde ein Schrumpfen auf 5,2 Zoll oder so wirklich viele der Liebhaber kleiner Smartphones glücklich machen.

Ja, ein kleineres Telefon hätte auch nur Platz für einen kleineren Akku. Aber das kleinere Display würde helfen. Und habe ich erwähnt, dass das neue iPhone dicker sein sollte, um einen größeren Akku unterzubringen?

9. Eine Preissenkung

HA! Nur Spaß. In der iPod-Ära gab uns Apple jedes Jahr mehr – für weniger Geld. Aber der iPhone-Preis scheint nur in eine Richtung zu gehen, und der Kostenanstieg zeigt kein Anzeichen eines Stopps.

Ein wirklich gutes Preisgefüge für die neuen iPhones wäre: $ 699 für das erschwinglichere Modell (der Nachfolger des iPhone XR), $ 849 für den iPhone XS Nachfolger und $ 949 für den iPhone-XS-Max-Nachfolger. Diese wären immer noch High-End-, Premium-Telefone, aber vielleicht ein wenig einfacher sie sich zu leisten.

Da Apple aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seine heftigen iPhone-Preise beibehalten wird (wenn sei nicht sogar noch weiter steigen), wie wäre es mit einem etwas höheren Gegenwert? Apple, steck' den Kopfhöreradapter wieder in die Box, gib uns ein USB-C-Schnelllade-Netzteil und erhöhe den Basisspeicher auf 128 GB (zumindest bei den teuersten Modellen).

Macwelt Marktplatz

2391188