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iPhone im Jahr 2018: Konsequentes Design, hohe Preise

28.12.2018 | 08:30 Uhr |

Das iPhone verabschiedete sich im Jahr 2018 von alten Gewissheiten – es wird vor allem größer und teurer. An der Qualität gibt es aber nichts auszusetzen.

Das Jahr 2018 könnte die Wende in Sachen iPhone gebracht haben, Peak iPhone gewissermaßen. Schon in den letzten beiden Jahren waren die Verkaufszahlen nicht mehr wesentlich angestiegen, Apple konnte nur wegen des Trends zu größeren und teureren Geräten mehr Umsatz herausholen. Aber selbst damit könnte es bald vorbei sein, wie Marktbeobachter orakeln. Als erste Maßnahme hat Apple bereits angekündigt, künftig keine Stückzahlen mehr zu nennen, sondern nur noch den Umsatz. Für die Bilanz des ersten Quartals 2018/19, die Apple Anfang Februar vorlegen wird, könnte das bedeuten, dass Wall Street nur noch über Plus bei den Einnahmen spricht, aber nicht mehr über das Minus oder bestenfalls die Stagnation bei den Verkäufen.

Das iPhone wird gewissermaßen zum Opfer seines eigenen Erfolges. Der Markt scheint gesättigt, weltweit hat fast ein jeder, der es sich leisten kann, will oder muss, ein Smartphone. Apple wird also kaum noch neue Kunden ansprechen können. Bleiben zwei Möglichkeiten: Bisherige Kunden der Konkurrenz abwerben oder darauf vertrauen, dass die installierte Basis, jedes Jahr oder zumindest jedes zweite zu einem neuen iPhone greift.

Daraus ergäben sich aber widersprüchliche Ansätze: Denn um bisherige Nutzer von günstigeren Smartphones abzuwerben, wird Apple auch die Preise senken müssen. Das wird das Unternehmen aber aus Gründen der Marge nicht versuchen – zudem konterkariert es die Bemühungen, mit stets steigenden Preisen aus stagnierenden Verkaufszahlen steigende Umsätze zu erzielen.

Bleibt also nur, Fans und Kunden der Marke mit dem angebissenen Apfel dazu zu bewegen, sich recht bald mit einem neuen iPhone auszustatten. Und hier wird die Argumentation für Apple allmählich schwierig. Denn was man vor einem oder zwei Jahren vollmundig als "bestes iPhone bisher" angekündigt hat, ist zwar durch einige technische Neuerungen überholt, aber immer noch sehr gut. Ein iPhone muss man nicht nach einem oder zwei Jahren durch ein neues Gerät ersetzen, drei, vier oder fünf Jahre kann das Teil schon halten. Vor allem, wenn man in diesem Jahr von Apples Angebot Gebrauch gemacht hat, den nachlassenden Akku zum Sonderpreis von 29 Euro gegen einen frischen austauschen zu lassen.

Man kann aber dem iPhone-Jahrgang von 2018 keineswegs mangelnde Innovation vorwerfen. Die Sprünge sind nicht mehr so groß – das Problem haben die Anbieter anderer Smartphones aber im gleichen Maße. Und die Zahlen werden nicht allzu schlecht ausfallen, viele ließen sich vom iPhone XS überzeugen, das  zwar einfach nur ein besseres iPhone X ist, aber vielleicht genau das Gerät, auf das man letztes Jahr vergeblich gewartet hatte. Auch der große Bildschirm des iPhone XS Max ist für manche ein wichtiger Grund zum Upgrade, wem das Design der Generation X schätzt, aber zwei Hunderter zu wenig im Geldbeutel hat, bekommt mit dem iPhone XR ein elegantes und zukunftssicheres Smartphone, bei dem man zudem noch eine große Farbauswahl genießt.

Der Markt mag gesättigt sein, aber schließlich muss man jeden Tag etwas essen. Und alle paar Jahre erwacht der Hunger nach einem neuen Smartphone. Das iPhone hat 2018 aber schon recht viel Appetit gemacht. Lesen Sie hier nochmals, was wir über das iPhone in diesem Jahr zu berichten hatten.

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