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iPhone-Knacker Grayshift erpresst

25.04.2018 | 09:10 Uhr | Peter Müller

Besonders hoch ist die erpresste Summe nicht – das Leak ist für Grayshift auch eher peinlich als gefährlich.

GrayShift, das Unternehmen, das mit seiner Box GrayKey verspricht, eine jede iPhone-PIN knacken zu können und sich mit seiner Box GrayKey vorwiegend an Strafverfolgungsbehörden richtet, ist Opfer einer Erpressung geworden. Unbekannte sind in Besitz von Teilen des Quellcodes gekommen und verlangen für ihr Schweigen nun 2 Bitcoin, was derzeit etwa 15.000 US-Dollar entspricht – den Gegenwert einer GrayKey-Box.

Gegenüber Motherboard behauptet das Unternehmen, der geleakte Code sei nicht besonders kritisch, doch erfahre man aus ihm einige Details zur Funktionsweise der Kiste, berichtet die Site. So benötigt GrayKey etwa eine Internetverbindung, um Passwortwörterbücher für seine Brute-Force-Attacken hochzuladen. Der fragliche Code sei bei einer fehlerhaften Installation bei einem Kunden versehentlich offen gelegt worden, Grayshift wolle in Zukunft sorgfältiger arbeiten.

Wie es aber der Technik gelingt, die Verzögerungen nach Eingabe falscher Codes auf dem iPhone auszuhebeln, bleibt anscheinend weiter Firmengeheimnis. Grayshift hat offensichtlich Wissen über eine sonst unentdeckte und undokumentierte Lücke in iOS.

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