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iPhone löst Hausbrand aus, Bauernhof geht pleite

05.03.2018 | 13:00 Uhr |

Durch ein defektes iPhone brannte die Farm eines Ehepaars ab, die Besitzer streiten nun seit 2016 mit Apple und der Versicherung um eine Entschädigung.

Juni 2016 hatte die Kanadierin Cathy Finley sich ein neues iPhone 6 gekauft, das aber schon nach wenigen Monaten Probleme machte. Schlimmer noch: Am 11. Oktober, als es zum Laden auf einem Ledersessel lag, überhitzte es offenbar und setzte den Sessel in Brand. Die Besitzerin konnte nur noch zusehen. Wie "CBC" berichtet , brannte das komplette Farmgebäude ab und ließ das Ehepaar mit zwei Kindern ohne Wohn- und Arbeitsstätte zurück – war doch ihr landwirtschaftlicher Betrieb Laurica Farm zugleich ihre einzige Einnahmequelle. Sie konnten Kunden nicht mehr beliefern und entschädigen, Veranstaltungen absagen und verbrachten Monate mit Aufräumen und Wiederaufbau. Nach einigen Jahren der Auseinandersetzungen mit der Versicherung und Apple mussten sie die Farm aber schlussendlich schließen .

Dass das iPhone der Ursprungsort des Brandes war, wurde bald bestätigt und die Versicherung zahlte – aber erst nach einem Jahr des Verhandelns und nur 600 000 Dollar: Laut dem Ehepaar aber viel zu wenig für entstehende Schäden, Probleme und Einnahmeverluste und sie gerieten durch den Neuaufbau in große finanzielle Schwierigkeiten. Seitdem befindet sich die Familie zusätzlich in Verhandlungen mit Apple, das für nichtversicherten Schäden von etwa 600 000 Dollar aufkommen soll. Bisher aber ohne Erfolg, trotz Rechtsanwälten. Über eine öffentliche Petition versuchte das Ehepaar nun mehr öffentlichen Druck auf Apple zu machen und hat sämtlichen Schriftverkehr und Telefonate mit Apple dokumentiert. Was aber offensichtlich für weitere Verzögerungen führte: Apple und der Versicherer, The Co-operators streiten untereinander um die Verantwortlichkeit und die Dauer der Verhandlungen ist nicht absehbar. So hatte Apple bisher nicht einmal Zugriff auf iPhone und Ladekabel, nur die Versicherung. Kommt es zu einem Prozess, könnte dieser laut einem Rechtsberater sogar bis zu fünf Jahre dauern. Wie das Ehepaar auf ihrer Facebook-Seite und ihrem Blog mitteilte, wird ihre 2013 gegründete Farm nun geschlossen.

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