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iPhone soll zur digitalen Gesundheitskarte werden

16.06.2017 | 09:32 Uhr |

Alle relevanten Daten zu eigenen Gesundheit auf einen Blick: Für manche Horrorvorstellung, für andere aber hilfreich.

Laut eines Berichts von CNBC arbeite Apple mit einer geheimen Gruppe von Entwicklern daran, das iPhone zu einer zentralen Gesundheitskarte zu machen. Schon jetzt kann die Health-App etliche medizinische Basisinformationen enthalten und etwa Daten von externen Geräten wie Blutdruckmessern aufnehmen und speichern. In Zukunft, so die Vorstellung, sollen Patienten all ihre Gesundheitsdaten auf dem iPhone speichern können und Informationen über Behandlungen und Medikation nach dem Besuch eines Arztes oder einer Klinik von diesen digital erhalten. Besucht man dann einen neuen Arzt, kann sich dieser damit ausführlich über die medizinische Vorgeschichte des Patienten informieren, die Verschreibung unverträglicher Medikamente könnte somit vermieden werden. Apple kooperiere bei der Entwicklung mit diversen Unternehmen aus der Gesundheits-IT und habe Spezialisten aus der Szene angeheuert, die sich mit dem Protokoll Fast Healthcare Interoperability Resources beschäftigen.

Die Thematik digitale Gesundheitskarte ist und bleibt umstritten, in Deutschland wohl schärfer als in den USA. Der Vorteil liegt auf der Hand: Der behandelnde Arzt kann auf einen Blick die gesamte Krankengeschichte einsehen, sich über vergangene Medikationen und Behandlungen informieren. Der Nachteil: Nicht jeder Patient will, dass der Doktor alles weiß, insbesondere bei Arztwechseln will man vielleicht nicht den vollen Einblick geben. Zudem besteht die Sorge, dass die Daten bei Verlust des iPhone oder über Sicherheitslücken in irgend einer Stelle des Systems in falsche Hände geraten könnten.

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