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iPhone: Nachfrage in China sinkt weiter

13.03.2019 | 09:38 Uhr | Peter Müller

Das Interesse am iPhone in China geht weiter zurück, warnt ein Analyst. Erst die Suchanfrage, dann die Nachfrage im Markt.

Update vom 13. März 2019: Den fünften Monat in Folge haben auf Chinas wichtigster Suchmaschine Baidu die Suchen nach "iPhone" stark abgenommen, berichtet CNBC. Im Januar war das Suchvolumen um 50 Prozent niedriger als im Vorjahr, im Februar sah es mit einem Minus von 48 Prozent nicht viel besser aus. Der Rückgang des Suchinteresses soll eine Korrelation zu den tatsächlichen Verkäufen zeigen, erklärt der Longbow-Analyst Shawn Harrison . Im Januar gingen die Verkäufe um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück, im Februar um fünf Prozent. Keine guten Nachrichten für Apple, das seinen Umsatzrückgang im Dezemberquartal bereits mit Problemen in China begründete.

Update vom 20. Februar 2019: Vor allem in China hatte Apple im Dezember-Quartal herbe Verluste hinnehmen müssen, die wesentlich auf das Gesamtergebnis drückten. Als Gegenmaßnahme hatte Apple anlässlich des neuen Jahres, das am 5. Februar begonnen hatte, die Preise gesenkt. Wie der Analyst Jun Zhang von Rosenblatt Securities in seiner jüngsten Anlegernotiz schreibt, hat das allenfalls kurzfristig geholfen. Die Verkäufe seien nur kurzfristig angestiegen, auf das Gesamtergebnis hätte das kaum Auswirkung. Auch im Januar habe der Smartphone-Markt in China um 12,8 Prozent nachgegeben, die Hälfte des Einbruchs komme von ausländischen Marken wie Samsung und eben Apple.

Meldung vom 14. Januar 2019 : In China gehen die Preise für iPhones um bis zu 22 Prozent zurück, berichtet ZDnet. In seinen eigenen Kanälen hält Apple zwar an den im Herbst etablierten Preisen fest, Händler locken aber mit bedeutenden Rabatten. So sind etwa iPhone 8 und 8 Plus bei JD.com, der zweitgrößten Online-Handelsplattform des Landes, für umgerechnet 592 und 710 US-Dollar zu haben, diese Preise seien von Apple autorisiert, heißt es.

Im Rahmen seiner Promotion für den Jahreswechsel (am 5. Februar) bietet hingegen Suning das iPhone XR 128 GB für 860 US-Dollar an, rund 170 US-Dollar günstiger als Listenpreis. Die reduzierten Preise sind Reaktion auf schwache Verkäufe in China, über die Apple in der ersten Woche des Jahres geklagt hat. Doch auch anderswo fällt Apple das Geschäft schwer, Preissenkungen wären eine wesentliche Maßnahme gegen den Schwund.

In Deutschland sieht es wiederum etwas anders aus: Wir haben hier eine Marktübersicht mit den (vor Weihnachten) aktuellen Preisen und Angeboten verfasst . In Japan hat noch im vergangenen November ein Telekom-Provider die iPhones XR stark subventioniert .

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