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iPhone X: Analysten über Verkaufserfolg uneins

11.01.2018 | 14:26 Uhr |

Ist das iPhone X nun ein Kracher oder ein Ladenhüter? Die Einschätzungen von Analysten gehen weit auseinander.

Update 11.01.2018:

Hohe Nachfrage: Vor allem in China zeigt das iPhone X starke Verkaufszahlen, haben die Analysten von Kantar World Panel ermittelt. Dennoch habe der verzögerte Verkauf des neuen Flaggschiffs kurzfristig der Konkurrenz geholfen, vor allem im Vereinigten Königreich konnte zwischen September und November Samsung mit dem Galaxy S8 vorbeiziehen. Ab November ergebe sich aber wieder ein anderes Bild, in den USA hätte etwa Apple in dem Monat die ersten drei Plätze bei den Smartphone-Verkäufen belegt, wobei sich iPhone 8 und iPhone 8 Plus noch besser als das iPhone X verkauften. Das Galaxy S8 sei nur auf dem sechsten Platz gelandet, war zu der zeit aber auch nicht mehr ganz neu.

Ursprüngliche Meldung vom 19.12.2017:

Die Einkaufssaison neigt sich dem Ende entgegen, wer nicht schon ein iPhone X bestellt oder gar gekauft hat, für den wird es vor dem Fest unter Umständen knapp. Immerhin verspricht Apple derzeit Lieferung am nächsten Tag respektive die Abholung im nächst gelegenen Apple Store. Nachfrage und Angebot scheinen in Balance gekommen zu sein. Aber hat nun Apple anfänglich Produktionsengpässe überwunden oder ist die Nachfrage stärker als gedacht gefallen? Vielleicht haben die meisten potentiellen iPhone-Käufer ihre Besorgungen bereits erledigt.

Über die Aussichten für Apples Bilanz des ersten Quartals 2017/18 gehen die Prognosen der Analysten nun deutlich auseinander. Amit Daryanani von RBC Capital Markets untersucht den Markt in China und stellt eine nach wie vor starke Nachfrage nach Apples neuem Flaggschiff fest. In China steht das Neujahrsfest und die Einkaufssaison davor ja noch an, das Jahr des Hundes beginnt am 16. Februar. In den Umfragen des Analysten gaben daher auch in China 62 Prozent der Befragten an, ein iPhone X kaufen zu wollen, in den USA seien es nur 28 Prozent gewesen. Nicht alle Kaufabsichten aus Umfragen wandeln sich auch tatsächlich in Käufe, Apple selbst prognostiziert für Q1 17/18  einen Umsatz zwischen 84 und 87 Milliarden US-Dollar, ein neuer Rekordwert, deutlich über den 78,3 Milliarden US-Dollar aus Q1 16/17, der bisherigen Bestmarke.

Doch werde Apple mit 79 Millionen iPhones nur knapp mehr als die 78 Millionen aus dem Vorjahr verkaufen, behauptet der Cowen-Analyst Karl Ackermann gegenüber Bloomberg . Das sei eine kaum nennenswerte Steigerung, viele Käufer würden auch zu eher günstigeren Modellen greifen, das iPhone X sei mit seinen 999 US-Dollar (1.149 Euro inkl. MwSt.) schlicht zu teuer, um starkes Wachstum auszulösen.

Skeptisch sieht auch  Richard Windsor von Radio Free Mobile die Situation. Es gebe keinen neuen "Superzyklus", wie ihn etwa Toni Sacconaghi vorhergesehen hatte, iPhone-Nutzer würden also nicht in Scharen zum neuen Gerät wechseln. Die drei neuen Modelle von 2017 würden bisher nur einen Marktanteil von 11,3 Prozent erreichen, vor einem Jahr konnten die beiden iPhone-7-Modelle zu dieser Zeit 23,5 Prozent Marktanteil erzielen.

Laut Statistiken von Localytics verkauft Apple aber auch in der letzten Woche vor Weihnachten noch etwas mehr als eine Million iPhone 8, 8 Plus und  X an jedem Tag, wenngleich die Zahlen zuletzt leicht zurückgingen, berichtet Forbes .

Apple wird zahlen zum ersten Quartal Anfang Februar veröffentlichen und sie wie üblich nicht auf einzelne Modelle herunterbrechen. Wie gut sich das iPhone X aber tatsächlich verkauft, wird man aus dem Erlös pro iPhone schließen müssen. Dieser war schon im letzten Jahr wegen des Trends zu den Plus-Modellen angestiegen und dürfte nun wieder höher liegen. Außer, das iPhone X wäre tatsächlich ein Ladenhüter. Dafür gibt es aber kaum Anzeichen.

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